Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

06.01.2009

Deutsches Kinderhilfswerk fordert langfristige Aufklärung und Stärkung der Medienkompetenz statt schnelle Sofortprogramme zum Kinder- und Jugendmedienschutz

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt das angekündigte vier Säulen Sofortprogramm zur Verschärfung des Jugendschutzes von Bundesministerin Ursula von der Leyen und NRW Familienminister Armin Laschet als ersten Schritt in die richtige Richtung zur Verbesserung des Jugendschutzes in der Praxis.

Ein wesentliches Augenmerk legt das Deutsche Kinderhilfswerk dabei auf die Medienkompetenzförderung von Kindern und Jugendlichen: „Schutz vor potentiell schädigen Medieneinflüssen, sehen wir am effektivsten in der Unterstützung und Befähigung zu einer kritischen, emanzipatorischen und interaktiven Rezeption von Medien bei den Kindern und Jugendlichen selbst sowie bei deren Eltern und PädagogInnen“, so Bundesgeschäftsführerin Dr. Heide-Rose Brückner heute in Berlin.

Gesetze allein, können kein Garant für Schutz vor Gewalt sein. Bekannter-weise bedeutet ein Verkaufsverbot an unter 18jährige nicht per se, dass Minderjährige keinen Zugang zu diesen Spielen haben. Unklar bleibt zudem welche Kriterien von der Leyen und Laschet für „Gewalt verherrlichende“ und „Gewalt beherrschte“ Spiele anlegen.

Unterstützenswert sieht das Deutsche Kinderhilfswerk Säule 4 „Kommunikation“ des Sofortprogramms. So befürwortet es eine offensive Informationspolitik. Diese darf sich allerdings nicht auf eine Vergrößerung der Alterskennzeichnung auf den Verpackungen und Beratung über Servicetelefon beschränken. Vielmehr müssen Eltern schnell und leicht verständlich über die unterschiedlichen Spielarten und -strategien aufgeklärt und zu einem Dialog mit ihren Kindern über deren Spielvorlieben aufgerufen werden.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.


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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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