Uwe Kamp

Pressesprecher

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26.11.2008

Deutsches Kinderhilfswerk fordert eine eigenständige Grundsicherung für Kinder

„Wir begrüßen die Anstrengungen der Bundesregierung gegen die Kinderarmut in Deutschland. Die Diskussion darf jetzt jedoch nicht beim Thema Kinderzuschlag stecken bleiben, sondern muss auch Lösungen für die rund 2,5 Millionen Kinder finden, die im HARTZ IV-Bezug leben“, so Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes heute in Berlin.

Ein erster notwendiger Schritt in Richtung Chancengleichheit ist, dass die Bundesregierung ein nationales Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut vorlegt, das einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Dazu gehören ein Kinderarmutsbericht und eine eigenständige Grundsicherung von Kindern und Jugendlichen. Diese Grundsicherung muss unabhängig vom Erwerbseinkommen der Eltern den täglichen Bedarf und die Teilhabe an Freizeit und Bildung garantieren. Entgegen der bisherigen Warenkorbberechnung müssen die realen Kosten an den direkten Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet sein. Im Regelsatz von HARTZ IV sind für Ausgaben wie Musikinstrumente, Spielwaren, Schulbedarf oder für den Besuch des Schwimmbades pro Monat keine neun Euro vorgesehen.

Mit der Maxime einer eigenständigen Grundsicherung verhindert die Bundesregierung nicht nur die Stigmatisierung der Kinder, sondern bringt endlich auch Licht in den Regelungsdschungel. Dieser ist für bedürftige Familien kaum noch überschaubar. Viele Familien wissen überhaupt nicht, dass sie berechtigt sind, einen Kinderzuschlag zu beantragen oder sind mit den komplizierten Antragsformularen schlicht überfordert.

Gleichzeitig muss nicht immer Bargeld fließen. Der kostenfreie Kita-Zugang, ein subventioniertes gesundes Mittagsessen an Schulen, die kostenfreie Inanspruchnahme von kommunalen Sportangeboten, Musikschulen und Bibliotheken gehören zu Lösungen, die in jedem Fall vollständig beim Kind ankommen.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

Übrigens: Der Kindernothilfefonds hat seit seiner Gründung 1993 unverschuldet in Not geratenen Familien mit über einer Million Euro geholfen.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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