Uwe Kamp

Pressesprecher

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26.11.2008

Deutsches Kinderhilfswerk: Bundesregierung muss Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention endlich zurücknehmen

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt die Initiative der Bundestagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP, die Bundesregierung zu einer Rücknahme der Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention zu bewegen. „Die Kinderrechte müssen endlich auch in Deutschland für alle Kinder gelten“ betont die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Dr. Heide-Rose Brückner. „Alle Kinder in unserem Land müssen die gleichen Chancen haben. Der Aufenthaltsstatus darf nicht über die Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft mitentscheiden“ so Brückner weiter.

Der insgesamt positive Blick auf die Situation der Kinderrechte in Deutschland wird durch die nach wie vor bestehende Vorbehaltserklärung geschmälert. Diese hatte die Bundesrepublik Deutschland bei der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1992 abgegeben. Dadurch stehen insbesondere unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen nicht die gleichen Rechte zu wie deutschen Kindern.

Viele dieser Kinder kommen aus Krisen- oder Kriegsgebieten. Sie sind oftmals traumatisiert und brauchen den besonderen Schutz unserer Gesellschaft. Deshalb muss der Weg frei gemacht werden für die volle Gültigkeit insbesondere des Art. 3 Abs. 1 der UN-Kinderrechtskonvention. Hier ist festgelegt, dass bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, unabhängig davon, ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen ist. Dieser Grundsatz muss so schnell wie möglich für alle Kinder in Deutschland gelten.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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