Uwe Kamp

Pressesprecher

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06.01.2009

Deutsches Kinderhilfswerk: Bundesregierung muss Kinderarmut in den Fokus des nächsten Kinder- und Jugendberichtes nehmen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat heute Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen gebeten, den Fokus des nächsten Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung auf das Thema Kinderarmut zu legen. Damit einhergehend sollte untersucht und dargelegt werden, wie sich Armutslagen bei Kindern und Jugendlichen auf die Verwirklichung der in der UN-Kinderrechtskonven¬tion festgelegten Kinderrechte und die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft auswirken. „Armut hat erhebliche Folgen für das Leben der Kinder. Sie bleiben immer häufiger in isolierten Wohnvier¬teln unter sich, ohne gute Schulen, Ausbildungsmöglichkeiten und ausrei¬chende soziale Unterstützung“ sagte der Präsident des Deutschen Kinder¬hilfswerkes, Thomas Krüger, heute in Berlin. „Oft ernähren sie sich mangel¬haft und sind bei schlechter Gesundheit. Zudem sind gerade die vielfach fehlenden Bildungschancen ein Problem, das ‚Armutskarrieren’ für die Zukunft vorprogrammiert. Außerdem gehen die Potentiale dieser Kinder und Jugendlichen verloren. Das wird mittelfristig auch Auswirkungen auf die volkswirtschaftliche Leistung unseres Landes haben“, so Krüger weiter.

Gleichzeitig lässt sich Armut nicht nur auf materielle Not reduzieren. Sie drückt sich ebenfalls in einer emotionalen und seelischen Notlage aus, denn durch Armut wird die Selbsteinschätzung zu eigenen Handlungsmöglichkeiten verändert. Obwohl Fähigkeiten und Kompetenzen durchaus vorhanden sind, werden diese als nicht ausreichend und oftmals als nicht entwicklungsfähig angesehen. Arme Kinder leiden deshalb oft unter Stress und geringem Selbstbewusstsein – und nutzen beispielsweise Sport zu selten als Ausgleich für Belastungen. Armut bei Kindern und Jugendlichen hat auch auf diesem Weg direkte Auswirkungen auf die Gesundheit und einhergehend auf die Chancen der Kinder und Jugendlichen zur Teilhabe und zur Möglichkeit der chancengerechten Gestaltung unserer Gesellschaft.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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