Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

29.01.2010

Das Land Berlin sorgt für Klarstellung in Sachen Kinderlärm

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes zur Änderung des Landes-Immissionsschutzgesetzes Berlin (LImSchG Bln), welches heute das Berliner Abgeordnetenhaus auf Initiative der Regierungskoalition aus SPD und DIE LINKE passiert hat.  Nun sind die anderen Bundesländer aufgefordert, das Signal aus Berlin aufzugreifen und das lautstarke Spiel von Kindern gesetzlich zu privilegieren.

„Nach der nun monatelangen Debatte in Bund und Ländern, die sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben, wie den vermehrten Klagen gegen Kindertagesstätten und spielenden Kindern im öffentlichen Raum zu begegnen ist, hat nun endlich ein Bundesland konkrete Maßnahmen ergriffen“, so Holger Hofmann, Spielraumexperte des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Seit der Föderalismusreform liegt die Zuständigkeit für sozialen Lärm bei den Ländern. Grundlage hierfür bietet § 23 II BlmSchG. „Der durch spielende Kinder erzeugte Lärm muss als sozial verträglich eingestuft und privilegiert werden. Kinder gehören in die Mitte der Gesellschaft, nicht hinter Lärmschutzwände“, so Holger Hofmann weiter.

Eine Bundesratsinitiative, welche zum Ziel hat, auch den auf Anlagen bezogenen Lärm im Bundesimmissionsschutzgesetz zu regeln, ist darüber hinaus richtig und wichtig. Der Zweck des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist es, den Bürger vor unzumutbarem Lärm zu schützen. Der einfachste Weg aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes wäre im Bundes-Immissionsschutzgesetz festzustellen, dass spielende Kinder keine Immissionsquelle im Sinne dieses Gesetzes sind – so wie für Berlin nun festgelegt.

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher und Leiter Information und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 030/308693-11, mail: kruse@dkhw.de)


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 35 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

Bitte helfen Sie: Spendenkonto 333 11 11, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00
Spenden können Sie aber auch unter www.dkhw.de oder www.chancen-spenden.de oder in die Spendendose in Ihrer Nähe

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de
Facebook: www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Instagram: deutscheskinderhilfswerk_e.v

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Sie möchten Kinder unterstützen und dies noch in diesem Jahr steuerlich geltend machen?

In diesem Fall können Sie Ihre Spende bis 30.12. per Kreditkarte oder PayPal tätigen oder direkt an uns überweisen. (Bitte beachten Sie die Bearbeitungszeiten Ihrer Bank.)

Lastschriftzusagen können wir aus betrieblichen Gründen erst Anfang 2023 wieder bearbeiten.

Wir danken für Ihr Verständnis – und vor allem für Ihre Unterstützung!

Jetzt Helfen