"Aufstieg für alle? Der Mythos Chancengleichheit"

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, bei #Beckmann zum Thema Kinderarmut und Chancengleichheit.

In der aktuellen #Beckmann-Sendung "Aufstieg für alle? Der Mythos Chancengleichheit" geht es um ein Thema, für das sich auch das Deutsche Kinderhilfswerk einsetzt: Nämlich allen Kindern den Zugang zu Bildung unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern zu gewährleisten.

Denn zwischen Armut und Aufstiegsmöglichkeiten besteht ein enger Zusammenhang. In kaum einem Industriestaat ist der soziale Status der Eltern so entscheidend für die Zukunft der Kinder wie hierzulande. Kinder mit Migrationshintergrund und aus Arbeiterfamilien haben immer noch deutlich geringere Bildungschancen und dadurch geringere Aufstiegsmöglichkeiten.

"Vererbung von Armut"

Im Interview mit Reinhold Beckmann spricht Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, von der "Vererbung von Armut" und einem strukturellen Problem. "Trotz wirtschaftlichem Aufschwung bleiben die Kennziffern von Kinderarmut etwa gleich," so Krüger. "Wenn du als Kind in einer armen Familie aufwächst, ist die Gefahr, dass du in der Armutsfalle hängen bleibst, um ein Vielfaches größer, als wenn andere Rahmenbedingungen existieren", erklärt er weiter.

Das Team Beckmann begibt sich für seine Reportage auf Spurensuche in einer geteilten Gesellschaft. Dabei treffen sie Hartz-IV-Empfänger und Kinder, die ohne Unterstützung sozialer Träger kaum Perspektiven hätten. 

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich mit zahlreichen Bildungsprojekten und einem Nothilfefonds dafür ein, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien gerechte Startbedingungen in der Schule haben. Denn immer noch sind die Bildungschancen in Deutschland stark vom Geldbeutel der Eltern abhängig, wie auch die aktuelle #Beckmann-Sendung zeigt. Das ist ungerecht und deshalb kämpfen wir dagegen. 

"Aufstieg für alle? Der Mythos Chancengleichheit": Am 2. Mai um 23 Uhr in der ARD oder ab sofort in der Mediathek.