Fachkräftemangel in Kitas: Warum freie Plätze allein nicht helfen
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Liebe Leser*innen,
als Referent für Bildungspolitik beim Deutschen Kinderhilfswerk beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit Teilhabe und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Was mich gerade besonders bewegt: Bundesweit bleiben mehr als 550.000 Kitaplätze ungenutzt, so viele wie nie zuvor. Das zeigt der aktuelle Kita-Bericht des Paritätischen Gesamtverbands. Die Gründe dafür unterscheiden sich stark je nach Region. Während in Ostdeutschland Plätze vor allem wegen sinkender Kinderzahlen frei bleiben, verhindert im Westen der Fachkräftemangel, dass vorhandene Plätze überhaupt belegt werden können. Hinzu kommt, dass rund zwei Drittel der befragten Personen den bestehenden Personalschlüssel als nicht ausreichend empfinden, um den Bedürfnissen der Kinder zu entsprechen.
Als Deutsches Kinderhilfswerk fordern wir einen solidarischen Verteilungsschlüssel finanzieller Mittel, der dazu beiträgt, bestehende Ungleichheiten im Zugang zu frühkindlicher Bildung abzubauen. Darüber hinaus setzen wir uns unter anderem für Investitionen in Neubauten und Sanierungen von Kindertageseinrichtungen sowie eine beständige wissenschaftsbasierte Fortbildung des Bestandspersonals ein.
Wie erleben Sie den Fachkräftemangel in Ihrer Arbeit? Was bewegt Sie? Schreiben Sie uns!
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Ihr Till Mischko
Referent für Bildungspolitik beim Deutschen Kinderhilfswerk
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Veranstaltungen
„Kinderrechte vor Ort stärken – Kommunen in der Verantwortung"
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Das Deutsche Kinderhilfswerk lädt gemeinsam mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. am 17. November 2026 zum Fachtag „Kinderrechte vor Ort stärken – Kommunen in der Verantwortung" ins Rathaus Dresden ein. Im Fokus: Wie gelingt echte Beteiligung von Kindern im kommunalen Alltag und welche Chancen bietet das für Kommunen? Praxisbeispiele, fachlicher Austausch und Vernetzung erwarten Sie. Die Teilnahme ist kostenfrei.
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Veranstaltungen
Tagung der Kinderfreundlichen Kommunen
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Wie können Kommunen Kinderrechte auch in schwierigen Zeiten wirksam umsetzen? Dieser Frage widmet sich die Fachtagung des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. „Kinderrechte, eine kommunale Zukunftsaufgabe“ am 8. Dezember 2026 in Berlin. Im Fokus stehen Kinderrechte in kommunalen Haushalten, inklusive Kinder- und Jugendbeteiligung sowie die Verbindung von Kinderrechten und Demokratieförderung. Praxisbeispiele aus verschiedenen Kommunen zeigen konkrete Lösungsansätze. Die Tagung richtet sich an Politik, Verwaltung und Fachkräfte und bietet zudem einen exklusiven Austausch für (Ober-)Bürgermeister*innen und Landrät*innen.
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Angebote
Der Weltkindertag 2026 auf Kindersache.de
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Unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft” feiert das Deutsche Kinderhilfswerk auf seiner Kinder-Internetseite Kindersache.de den ganzen September den Weltkindertag 2026. Ein umfangreiches und interaktives Angebot macht Kinder auf ihre Rechte aufmerksam und lädt zum Mitgestalten ein. Sie können sich durch vier thematisch unterschiedliche digitale Räume klicken und sich ausprobieren. Passend zum Motto gibt es eine Kinderrechte-Rallye, einen Raum für Kinderrechte- und Zukunftsfragen, einen Projekt- und einen Mitmach-Raum. Kinder können sich mit der Kindersache-Community und der Redaktion austauschen und ihre Wünsche, Forderungen und Erfahrungen teilen.
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Fortbildungen
Kinderrechtebasierte Demokratiebildung im Hort- und Ganztagsbereich
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Die dreitägige kostenfreie Online-Fortbildung des Deutschen Kinderhilfswerkes richtet sich an Mitarbeitende, Leitungen und Berater*innen aus dem Hort- und Ganztagsbereich. Trainerin Ulrike Stephan vermittelt praxisnahes Wissen zu Kinderrechten, Partizipation, Inklusion, Diskriminierungsschutz und Adultismus. Übungen regen zur Reflexion der eigenen Haltung an. Zudem erhalten die Teilnehmenden konkrete Methoden und Impulse für die pädagogische Praxis. Die Fortbildung findet am 2. und 3. November 2026 jeweils von 9:00 bis 15:00 Uhr sowie am 4. November 2026 von 9:00 bis 13:00 Uhr über Zoom statt.
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Veröffentlichungen
Gastbeitrag zum Kinderrechte-Index 2025
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In einem Gastbeitrag für den „eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft“ werfen Sebastian Schiller und Christina Shneydin einen genaueren Blick auf zentrale Erkenntnisse aus dem Teilindex „Recht auf Beteiligung“ des Kinderrechte-Index 2025 des Deutschen Kinderhilfswerkes. Neben der Einordnung der Bundesländer in drei Ländergruppen beleuchten sie übergreifende Erkenntnisse: Es zeigt sich eine Clusterbildung beteiligungsunterstützender Gesetze und Maßnahmen, etwa zwischen verbindlichen kommunalen Beteiligungsregelungen, niedrigerem Wahlalter und mehr Jugendvertretungen. Ihr Fazit: Es braucht langfristige Beteiligungsstrukturen und verlässliche Finanzierung.
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Spiel und Bewegung, Kultur oder Bildung: Informieren Sie sich tiefergehend über einzelne Kinderrechte!
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