Deutscher Kinder- und Jugendpreis 2026 verliehen: Projekte aus Dresden, Hannover und Obershausen ausgezeichnet

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat heute im Europa-Park in Rust den Deutschen Kinder- und Jugendpreis verliehen. Die mit jeweils 6.000 Euro dotierten Hauptpreise gingen an Projekte aus Dresden, Hannover und Obershausen (Hessen), die sich beispielhaft für Demokratiebildung, Kinderrechte und solidarisches Miteinander engagieren. Der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung ist insgesamt mit 30.000 Euro ausgestattet.

Projekte aus Dresden, Hannover und Obershausen (Hessen) sind mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet worden. Damit können sich die Gewinnerinnen und Gewinner über ein Preisgeld in Höhe von je 6.000 Euro freuen. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Die „Lobenden Erwähnungen“, die mit 3.000 Euro dotiert sind, erhielten in diesem Jahr Projekte aus Hamburg, Torgau (Sachsen) und Wittmund (Niedersachsen). Den mit 3.000 Euro prämierten Publikumspreis Europa-Park JUNIOR CLUB Award konnte sich das Projekt aus Dresden zusätzlich sichern.

Der mit insgesamt 30.000 Euro ausgestattete Preis ist der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung. Partner ist der Europa-Park in Rust, wo heute die Verleihung stattfand. Miriam Mack, Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes, sowie das Deutsche Kinderhilfswerk hatten das Engagement der Kinder und Jugendlichen maßgeblich unterstützt. 

Folgende Projekte haben gewonnen:

Das Projekt „Kinderstimmen für die Demokratie - eine Radiosendung von Kindern für Kinder" aus Dresden stellte zwei Fragen in den Mittelpunkt: „Was sind Nazis?“ und „Warum ist es wichtig, dass sich Kinder mit Geschichte und Demokratie auskennen?“ Darum geht's in der Radiosendung von Grundschulkindern im Alter von sechs bis zehn Jahren der 147. Grundschule in Dresden, die in der Nachmittagsbetreuung gemeinsam mit pädagogischer Unterstützung eine Radiosendung gestaltet haben, in der sie sich mit den Themen Nationalsozialismus, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt auseinandersetzten. In eigenen Beiträgen erklärten sie, was Nazis sind, und erzählten zugleich die Geschichte von Anne Frank. Außerdem sprachen sie darüber, was Demokratie für sie bedeutet und wie sie selbst Demokratie bereits erfahren haben. Durch viele Recherchen, Diskussionen und die kreative Umsetzung ihrer Ergebnisse, entwickelten die Kinder ein tiefes Verständnis für historische Verantwortung und demokratische Werte. Das Projekt fördert Medienkompetenz, kritisches Denken und Mut, sich mit herausfordernden Themen auseinanderzusetzen.

„Gut getroffen“ aus Hannover ist ein von Kindern entwickelter Comic zum Kinderrecht auf Schutz vor Gewalt. In den Sommerferien 2025 hatte der Spielpark Linden einen Comic-Workshop für Kinder von sechs bis 13 Jahren durchgeführt. Die Kinder bestimmten selbst, welches Kinderrecht sie behandeln wollen sowie die Inhalte und die Sprache ihres Comics. Dieser wurde anschließend als Minibuch gedruckt und zum Weltkindertag sowie in Schulen und verschiedenen Einrichtungen verteilt. Der Comic zeigt die Lebensrealitäten, Erfahrungen und Sichtweisen von Kindern und macht so die Inhalte für sie verständlich und emotional zugänglich. Das Projekt stärkt zudem kreativen Ausdruck, Medienkompetenz und Partizipation und vereint kreative Comicgestaltung mit relevanten Themen wie Gewaltprävention und Kinderrechte.

Mit der „Pieksekiste“ setzt sich die 16-jährige Leonie aus Obershausen für krebskranke Kinder ein. Mit kreativen Aktionen, kleinen Geschenken und Überraschungen möchte sie Kindern mit Leukämie Freude, Ablenkung und Hoffnung schenken. Das Projekt hatte Leonie in der 9. Klasse im Rahmen einer Schulprojektprüfung initiiert. Ihre Aufgabe war es, ein Projekt zu entwickeln, das nicht nur präsentiert, sondern auch praktisch umgesetzt werden kann. Leonie hat deshalb mit Unterstützung lokaler Unternehmen dafür gesorgt, dass die „Pieksekiste“, die es, wie sie später selbst feststellte, in vielen Kliniken und Hospizen in ähnlicher Form bereits gibt, viele Kinder glücklich machen kann. Um die Planung, Durchführung und Nachbereitung ihrer „Pieksekiste“, die liebevoll gestaltet ist und in der sich kleine Schätze zum Spielen, Basteln und Staunen befinden, kümmert sich Leonie komplett selbstständig, eine Aufgabe, die sonst zumeist von Stiftungen und Fördervereinen übernommen wird. Sie ist deshalb ein leuchtendes Beispiel für ein solidarisches Miteinander.

„Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir Projekte aus, die sich herausragend im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention für die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen. Dabei ist die umfangreiche Beteiligung der Kinder und Jugendlichen bei der Planung und Durchführung der Projekte zentrales Kriterium. Denn aus der Forschung wissen wir, dass Kinder und Jugendliche, die selbst aktiv sind, sich auch als Erwachsene eher für die Gestaltung des Gemeinwesens einsetzen. Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird somit ein wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie gestärkt“, betont Erik Lierenfeld, Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderhilfswerkes.

 

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Einsatz von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer zu unterstützen. Die Projekte, die es beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis in die Endrunde in den Europa-Park geschafft haben, zeichnen sich durch großes Engagement und einen enormen Ideenreichtum aus. Es ist wirklich bewundernswert, mit welcher Begeisterung und Entschlossenheit sich diese jungen Menschen für ihre Mitmenschen und ein gemeinsames Miteinander einsetzen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Alle Finalisten engagieren sich vorbildlich und mit großer Ausdauer für ihre Ziele und hatten eine tolle Bewerbung abgeliefert. Als Belohnung und Auszeichnung bekommen die Kinder und Jugendlichen nicht nur ein stattliches Preisgeld, sondern konnten heute auch eine tolle Preisverleihung hier bei uns im Europa-Park erleben“, so Miriam Mack, Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Vergeben wurde der Preis in den Kategorien Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement und Kinder- und Jugendkultur. Die Gewinnerinnen und Gewinner des 1. Platzes jeder Kategorie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Außerdem gab es in jeder Kategorie eine lobende Erwähnung, die mit 3.000 Euro dotiert ist. Zusätzlich wurde der Publikumspreis Europa-Park JUNIOR CLUB Award vergeben, der mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewürdigt wird.

Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie zu allen Nominierten finden Sie unter www.dkhw.de/dkjp .

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Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher

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Das Deutsche Kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, bei ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen und der Überwindung von Kinderarmut. Ziel ist insgesamt die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

Das Europa-Park Erlebnis-Resort

Das Europa-Park Erlebnis-Resort, bestehend aus Deutschlands größtem Freizeitpark, der Wasserwelt Rulantica, sechs parkeigenen 4-Sterne (Superior) Hotels, der Silver Lake City und Eatrenalin, ist ein beliebtes Kurzurlaubsziel für Gäste aus aller Welt. Mit mehr als sieben Millionen Besuchern ist der Europa-Park der mit Abstand größte Freizeitpark in Deutschland und der meistbesuchte saisonale Freizeitpark weltweit. Über 100 Attraktionen und Shows laden die Besucher ein, die 18 europäischen Themenbereiche zu entdecken. Gleich nebenan können die Gäste das ganze Jahr über Rutschen, Action und Entspannung in der nordisch geprägten Wasserwelt Rulantica genießen.

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