Deutsches Kinderhilfswerk verleiht Goldene Göre – Projekt des Jugendrates der Stadt Ludwigslust hofft auf 5.000 Euro Preisgeld

Das Projekt „Young Style Party“ des Jugendrates der Stadt Ludwigslust hofft bei der Verleihung der Goldenen Göre auf ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Die Ludwigsluster sind für die Endrunde des höchstdotierten Preises für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland nominiert. Mit der Goldenen Göre werden Projekte ausgezeichnet, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Der Preis wird am 14. Juni 2015 im Europa-Park in Rust verliehen.

Dazu wurden die nominierten Projekte mit einem Kurzfilm porträtiert und werden bei der Preisverleihung mit beteiligten Kindern und Jugendlichen im Europa-Park anwesend sein. Auch wenn es nur ein Gewinnerprojekt geben wird: Verlierer gibt es keine, alle nominierten Projekte wurden zu dem Aufenthalt im Rahmen der Goldenen Göre vom Europa-Park eingeladen. In der Endrunde sind Projekte aus Gustavsburg, Herrenberg, Lingen (Ems), Ludwigslust, Nürnberg und Potsdam.

„Wir sind mächtig stolz auf die Nominierung zur Preisverleihung der ‚Goldenen Göre‘ und freuen uns, dass unser Projekt nun auch bundesweite Anerkennung bekommt. Unser Ansatz ist es, mit unseren Young Style Partys zu zeigen, dass man auch ohne Alkohol und Drogen feiern und Spaß haben kann. Auch, weil die Partys von Jugendlichen für Jugendliche veranstaltet werden, ist unser Projekt etwas ganz besonderes. Und nun fahren wir in den Europa-Park Rust, um die ‚Goldene Göre‘ nach Ludwigslust zu holen. Mit dem Preisgeld könnten wir uns neue Materialien einkaufen und vielleicht auch einmal einen tollen DJ engagieren“, sagt der 21-jährige Dennis Ludwinski.

Beim Projekt „Young Style Party“, das vom Jugendrat der Stadt Ludwigslust in Kooperation mit dem Amt Ludwigslust-Land durchgeführt wird, organisieren rund 30 Jugendliche Tanzpartys in einem geschützten Rahmen, die insbesondere 11- bis 17-jährige ansprechen. Damit schaffen sie ein Angebot für diese Altersgruppe, für die es bisher in der Region keinerlei entsprechende Möglichkeiten gibt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei durch Gespräche und Materialien auf die Suchtprävention gelegt. Die Partys sollen zeigen, dass man Tanzen und Spaß haben kann - auch ohne Alkohol und Tabak. Die Veranstaltungs-Crew steht dabei in ständigem Kontakt mit ihrer Zielgruppe, so dass Ideen und Anregungen in die Vorbereitung der Veranstaltungen einfließen können. Durch die fast vollständige Eigenorganisation der Veranstaltungen sammeln die Jugendlichen vielerlei positive Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Veranstaltungsmanagements.

Auch der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, ist gespannt auf die Preisverleihung: „Wir können schon jetzt allen nominierten Projekten gratulieren, denn es war nicht leicht, aus den rund 100 Bewerbungen die sechs Finalisten auszuwählen. Alle Projekte können sehr stolz sein, es soweit geschafft zu haben. Wer letztendlich gewinnt, entscheidet der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes. Ich wünsche allen Nominierten viel Glück!“

Die Gewinner des 1. Platzes erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, der 2. Platz ist mit 3.000 Euro, der 3. Platz mit 1.000 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es einen Leserpreis in Höhe von 1.000 Euro, der gemeinsam mit dem Medienhaus Family Media ausgelobt und vergeben wird. Im Rahmen der Goldenen Göre vergibt das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit dem Europa-Park in diesem Jahr außerdem erstmalig die Europa-Göre, mit der ein Kinder- und Jugendprojekt ausgezeichnet wird, das sich für den europäischen Gedanken und die europäische Verständigung einsetzt. Die Goldene Göre wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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