Deutsches Kinderhilfswerk verleiht Goldene Göre – Projekt aus Potsdam hofft auf 5.000 Euro Preisgeld

Das Projekt „Kinderrechte stärken – Kinderrechte für Potsdam und die Welt“ des Kinderparlamentes des Hortes „Bornstedter Feld“ aus Potsdam hofft bei der Verleihung der Goldenen Göre auf ein Preisgeld von 5.000 Euro. Die Potsdamer sind für die Endrunde des höchstdotierten Preises für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland nominiert.

Mit der Goldenen Göre werden Projekte ausgezeichnet, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Der Preis wird am 14. Juni 2015 im Europa-Park in Rust verliehen. Dazu wurden die nominierten Projekte mit einem Kurzfilm porträtiert und werden bei der Preisverleihung mit beteiligten Kindern und Jugendlichen im Europa-Park anwesend sein. Auch wenn es nur ein Gewinnerprojekt geben wird: Verlierer gibt es keine, alle nominierten Projekte wurden zu dem Aufenthalt im Rahmen der Goldenen Göre vom Europa-Park eingeladen. In der Endrunde sind Projekte aus Gustavsburg, Herrenberg, Lingen (Ems), Ludwigslust, Nürnberg und Potsdam.

„Ich würde mit dem Geld die Flüchtlinge unterstützen, die nach Potsdam kommen. Ich könnte mir auch noch ein Politikprojekt vorstellen“, sagt die 9-jährige Carolena. Anton, 9 Jahre, ergänzt: „Wir können einmal ins Kino gehen und einmal ins Schwimmbad. Das restliche Geld können wir für die Flüchtlinge nehmen.“

Und Christian, 8 Jahre, erklärt: „Ich möchte gerne eine richtige Figur als Preis bekommen und einen Spielfilm für Kinder und Erwachsene drehen.“

Das Kinderparlament des Hortes „Bornstedter Feld“ in Potsdam hat ein Jahr lang an einem ganz besonderen Filmprojekt gearbeitet, das sich mit dem Thema „Kinderrechte“ auseinandersetzt. Dazu führten die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren Interviews mit Bundes- und Landespolitiker/innen, um Antworten auf die Frage zu erhalten, warum in Deutschland Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert sind. Die jungen Filmemacher/innen besuchten auch Menschen in einem Seniorenpflegeheim, die ihnen über ihre Kindheit berichteten. Und dass es Länder gibt, in denen Kinderrechte kaum eine Rolle spielen, haben sie in einem Potsdamer Asylbewerberheim erfahren. Spielszenen ergänzen den Film um weitere Aspekte, die den Kindern besonders wichtig waren, so gibt es Ausschnitte zu den Themen Recht auf eine unversehrte Kindheit, Schutz im Krieg, Kinderarmut, Kinderarbeit sowie Recht auf Bildung und auf Mitbestimmung. Der Film wurde schließlich im Filmmuseum Potsdam und in einem Potsdamer Kino gezeigt und kann darüber hinaus als Kopie bestellt werden. So erreichte er zahlreiche Kinder, Erzieher/innen, Lehrer/innen und weitere interessierte Erwachsene.

Auch der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, ist gespannt auf die Preisverleihung: „Wir können schon jetzt allen nominierten Projekten gratulieren, denn es war nicht leicht, aus den rund 100 Bewerbungen die sechs Finalisten auszuwählen. Alle Projekte können sehr stolz sein, es soweit geschafft zu haben. Wer letztendlich gewinnt, entscheidet der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes. Ich wünsche allen Nominierten viel Glück!“

Die Gewinner des 1. Platzes erhalten ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, der 2. Platz ist mit 3.000 Euro, der 3. Platz mit 1.000 Euro dotiert. Zusätzlich gibt es einen Leserpreis in Höhe von 1.000 Euro, der gemeinsam mit dem Medienhaus Family Media ausgelobt und vergeben wird. Im Rahmen der Goldenen Göre vergibt das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit dem Europa-Park in diesem Jahr außerdem erstmalig die Europa-Göre, mit der ein Kinder- und Jugendprojekt ausgezeichnet wird, das sich für den europäischen Gedanken und die europäische Verständigung einsetzt. Die Goldene Göre wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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