Deutsches Kinderhilfswerk: Beim Rauchverbot an Schulen und auf Kinderspielplätzen droht Flickenteppich

Beim Rauchverbot an Schulen und auf Kinderspielplätzen droht ein bundesweiter Flickenteppich. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte im Januar diesen Jahres die Ministerpräsidenten der Länder aufgefordert, wirksame Maßnahmen für einen besseren Schutz von Kindern vor den Gefahren des Rauchens zu vereinbaren. „Dazu gehört für uns ein einheitliches Rauchverbot in Schulen und auf Schulhöfen in ganz Deutschland und vor allem ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen“, betont Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Die bisher getroffenen Vereinbarungen und beschlossenen Gesetze zeigen aber, dass Kinder nicht immer und überall vor den Gefahren des Rauchens geschützt werden. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat deshalb heute die Ministerpräsidenten erneut aufgefordert, für entsprechende gesetzliche Bestimmungen zu sorgen. Vorbild könnten an dieser Stelle die Regelungen in Bayern sein. Dort besteht ein Rauchverbot an allen Schulen, das sich sowohl auf die Schulgebäude als auch auf das Schulgelände erstreckt und auch für Lehrkräfte, das Schulpersonal und Besucher gilt. Zudem soll es in Bayern zukünftig ein Rauchverbot in Kindergärten und auf Kinderspielplätzen geben“, so Brückner weiter.

Das generelle Rauchverbot an Schulen muss endlich in allen Bundesländern eingeführt werden. Die Erfahrungen zeigen eindrucksvoll die Wirksamkeit. Ein rauchfreies Schulgelände ist ein Schlüsselelement, um den Einstieg in den Tabakkonsum zu verhindern und den Tabakkonsum bei Jugendlichen zu reduzieren. Dagegen sind begrenzte Rauchverbote, die älteren Schülern sowie Lehrern das Rauchen in ausgewiesenen Bereichen gestatten, unwirksam. Rauchverbote auf dem Schulgelände sollten gleichermaßen für Schüler, Lehrer, das gesamte Schulpersonal und für Besucher gelten, ebenfalls bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes.

Auch wenn es auf vielen Spielplätzen inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist, dort nicht zu rauchen, gibt es immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht genügend Rücksicht nehmen. Hier muss der Schutz der Kinder an erster Stelle stehen. Beobachtungen auf Kinderspielplätzen zeigen, dass Kleinkinder weggeworfene Zigarettenstummel in den Mund stecken und verschlucken. Gefährdet sind insbesondere Kinder im Krabbelalter. Zigarettenstummel sind giftig und stellen für die Kinder eine gesundheitliche Gefährdung dar.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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