Seid laut für eure Rechte!

Diese Gruppen haben unseren Mut.ich-Wettbewerb gewonnen!

Wir haben euch gefragt: Wie kann man die Kinderrechte in eurer Schule, in euren Familien oder in eurer Gegend bekannt machen? Denn nur, wenn so viele Leute wie möglich die Kinderrechte kennen, können diese auch wirken. Und ihr habt mitgemacht bei unserem Wettbewerb "Mut.Ich - Seid laut für eure Rechte!" und uns viele tolle Einsendungen zukommen lassen: Videos, Theaterstücke, Flashmobs, Hörspiele, Aktionen, Spiele, Lieder und sogar ganze Projektwochen zum Thema Kinderrechte.

Die Auswahl fiel uns bei den vielen kreativen und schönen Beiträgen nicht leicht. Doch am Ende musste eine Entscheidung fallen. Die drei Gewinnergruppen durften sich über ein tolles Wochenende in Berlin freuen und auf dem großen Weltkindertagsfest am 17. September ihre Projekte vorstellen.

Und das sind die Beiträge der drei Gewinnergruppen, für die wir uns entschieden haben. Sie alle tragen auf ganz unterschiedliche Weise zur Bekanntmachung der Kinderrechte bei:

Die Einsteins klären auf!

Die "Einsteins" aus der Freien Schule Bützow haben in vielen Philosophiestunden an einem Erklärfilm zum Thema Kinderrechte recherchiert und gebastelt. Die Schülerinnen und Schüler aus der 5. und 6. Klasse haben uns einen Ausschnitt des Videos geschickt. Den ganzen Film haben sie in ihrer Schule vorgeführt und auf dem Abschlussfest am Ende des Schuljahres den Eltern präsentiert.

"Mit ihrer Idee haben sie die Erklärung von Kinderrechten sehr kreativ umgesetzt. Es ist auch für jüngere Kinder durch die Wortwahl und Visualisierung mit Bildern verständlich erklärt. Dieses Video kann sich, und damit die Erklärung zu den Kinderrechten, schnell verbreiten", findet Paul aus unserem Kinder- und Jugendbeirat, der bei der Projektauswahl mitgewirkt hat. Diesem Urteil schließen wir uns an: Das Video erklärt die Kinderrechte sehr anschaulich, leicht verständlich und ist unheimlich kreativ und liebevoll umgesetzt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Einsteins!

Internationales Klangkarussell der Kinderrechte

Die "Kulturbotschafter" der Friedensreich Hundertwasser Sekundarschule aus Münster-Roxel haben eine sprachliche Klangperformance in der Innenstadt von Münster aufgeführt. Dabei riefen sie die Kinderrechte an verschiedenen Orten der Innenstadt immer wiederkehrend in Deutsch und dann in verschiedenen Sprachen in die Welt. "Die Fußgänger haben sehr positiv auf uns reagiert. Besonders ältere Leute waren von unseren Mut beeindruckt. Das war eine tolle Erfahrung, weil wir am Anfang noch sehr unsicher waren", erzählen die "Kulturbotschafter". Bei ihrem SchulKulturFest wiederholten sie die Aktion. Um hier noch lauter zu sein, nutzten sie diesmal ein Megaphon.

Wir finden: Die Aktion war laut und mutig und passt super zu unserem Wettbewerb. Die Idee hat viel Aufmerksamkeit erregt und die Kinderrechte auf diese Weise sicherlich bekannter gemacht. Toll finden wir auch, dass die Gruppe und das Projekt so interkulturell ist. Genau so sieht es auch unser Kinder- und Jugendbeirat: "Es braucht viel Mut, eine so spontane Aktion in der Stadt durchzuführen. Die tolle Idee ist kreativ umgesetzt und erweckt Aufsehen, genau das, was auch die Kinderrechte brauchen! Aufsehen!" Ihr seid laut für eure Rechte und habt uns überzeugt, liebe Kulturbotschafter! Herzlichen Glückwunsch!

Hier könnt ihr sehen, wie die Schülerinnen und Schüler die Aktion vorbereitet und durchgeführt haben.

Mit den Kinderrechten QueR durch das Jahr

In einer jahrgangsgemischten AG hat sich die Gemeinschaftsgrundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr mit den Kinderrechten auseinandergesetzt und überlegt, wie sie diese möglichst vielen Menschen bekannt machen können. Sie hatten die Idee, einen dauerhaften Kalender zu basteln, den sie zukünftig nicht nur selbst benutzen, sondern auch auf Schul- und Stadtteilfesten verkaufen könnten. Nach der Auswahl der Kinderrechte zeichneten sie zu jedem Kinderrecht ein Kalenderbild. Zusätzlich drehten sie kleine Filme, in denen sie den Inhalt der Kinderrechte erklären. Diese Filme sind auf der Schul-Homepage veröffentlicht und können über QR-Codes, die sich auf jedem Kalenderblatt befinden, direkt mit einem Handy oder einem Tablet angesehen werden.

Die Arbeit in der Kinderrechte-AG hat den Schülerinnen und Schülern so viel Freude bereitet, dass sie sich im neuen Schuljahr im Rahmen einer Projektwoche noch näher mit dem Thema ‚Kinderrechte‘ beschäftigen und sogar einen Wettbewerb organisieren wollen, um die Kinderrechte noch bekannter zu machen. Das Projekt hat es unter die drei Gewinner geschafft, weil die Kinder viel selbst gemacht haben, der Kalender ein tolles und nachhaltiges Produkt ist und die Idee mit den QR-Codes und dem Wettbewerb die Kinderrechte darüber hinaus auf verschiedenen Kanälen bekannt macht. "Ein Jahreskalender hat eine viel größere Wirkung als Plakate und ist eine total süße Idee", findet Amelie aus dem KiJuBei. KiJuBei-Mitglied Paul schließt sich dem an: "So kann man die Kinderrechte täglich vor Augen haben und monatlich ein passendes Filmchen dazu sehen." Herzlichen Glückwunsch, liebe Schul-AG!

Hier könnt ihr euch den kompletten Kalender anschauen.