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Newsletter Kinderpolitik 27.05.21
Newsletter Kinderpolitik 27.05.21
Inhalt dieses Newsletters
1. Kinderreport 2021: Mediensucht und exzessive Mediennutzung im Spannungsfeld von gesundem Aufwachsen und medialer Teilhabe
2. Neues Online-Dossier: „Teilhaben! Kinderrechtliche Potenziale der Digitalisierung“
3. Neue Broschüre zu Gaming und Rechtsextremismus
4. Start der Akademie für Starke Kinder- und Jugendparlamente
5. Neue Analyse zeigt Defizite in der Verankerung ganzheitlicher Demokratiebildung im schulischen Hort- und Ganztagsbereich
6. Neues PIXI-Buch zum Kinderrecht auf Information
7. Die Situation junger Geflüchteter: Auswertung und Ergebnisse einer Online-Umfrage 2020
8. Neue Lehrmaterialien zu Tabakanbau und -konsum
9. Gegen Bewegungsarmut - für einen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad
10. Bildungsfestival 2021 - digital
11. Kurzfristige Förderung bei „It’s your Party-cipation“ im Rahmen von „Kultur macht stark“ möglich!
12. Ausschreibung Dieter Baacke Preis 2021 für medienpädagogische Projekte
13. Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter*in (m/w/d) Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Kindesalter
1.
Kinderreport 2021: Mediensucht und exzessive Mediennutzung im Spannungsfeld von gesundem Aufwachsen und medialer Teilhabe

Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland fordert umfangreiche Maßnahmen, um Mediensucht und zu viel Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit entgegenzuwirken. So halten es sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene nach einer repräsentativen Umfrage für den Kinderreport 2021 des Deutschen Kinderhilfswerkes für sinnvoll, deshalb das Thema Mediensucht an Schulen zu behandeln. Eine große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen und auch der Erwachsenen plädiert zudem dafür, dass Medien, die süchtig machen können, entsprechend gekennzeichnet werden sollten. Auch müssten Eltern stärker über das Thema Mediensucht informiert und Therapie- sowie Beratungsangebote ausgebaut werden.

Fast alle befragten Kinder und Jugendlichen sowie Erwachsenen sehen Familien und Eltern in der Verantwortung, um Mediensucht entgegenzuwirken. Eine sehr große Mehrheit sieht hier auch die Nutzerinnen und Nutzer selbst in der Pflicht, ebenso die entsprechenden Medienanbieter, wie z.B. Facebook, Instagram oder Onlinespiele-Anbieter. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Politikforschungsinstituts Kantar Public im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2021.

Das Deutsches Kinderhilfswerk fordert statt Panikmache eine kinderrechtlich ausgewogene Debatte darüber, wann eine Mediennutzung nicht mehr als gesund gelten kann und welche Hilfestellungen für junge Menschen und Familien notwendig sind. Die Ergebnisse des Kinderreports 2021 würden sehr deutlich zeigen, dass professionelle Beratung und Hilfe zum Thema Mediensucht dringend benötigt werden. Dafür ist ein bundesweit flächendeckendes Netz an Einrichtungen unabdingbar, die Präventionsarbeit leisten und Fälle pathologischer Mediennutzung in professionelle Therapien vermitteln können.

Damit es aber gar nicht erst zum Therapiebedarf kommt, sollte in der Schule allen Kindern der Umgang mit Medien vermittelt werden. Aus kinderrechtlicher Sicht müssen dabei Chancen und Risiken der Mediennutzung gleichberechtigt thematisiert werden. Damit dies gelingt, brauchen wir Lehrkräfte, die selbst fit im Umgang mit Medien sind, und Schulen, die über funktionierende und leistungsfähige Ausstattungen verfügen und ihren Lehrkräften Weiterbildungen ermöglichen. Darüber hinaus komme Anbietern eine besondere Verantwortung zu. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz sind sie nun erstmals zu wirksamen Vorsorgemaßnahmen verpflichtet.

Mehr Infos: Kinderreport Deutschland 2021 (komplett, PDF), Zusammenfassung des Kinderreports Deutschland 2021 (PDF) und Webseite mit Informationen zum Kinderreport Deutschland 2021

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2.
Neues Online-Dossier: „Teilhaben! Kinderrechtliche Potenziale der Digitalisierung“

Wie gelingt die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in und mit digitalen Medien? Dieser Frage geht ein Dossier des Deutschen Kinderhilfswerks und des Instituts für Medienforschung und Medienpädagogik der TH Köln nach. Mit Blick auf Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen wie der Schule, der Freizeit oder der außerschulischen Bildungsarbeit geben Expert*innen Impulse und Perspektiven für eine Stärkung der Teilhabemöglichkeiten junger Menschen an unserer Gesellschaft.

Wie selbstverständlich Kinder bereits an digitalen Welten teilhaben und dafür Medien nutzen, zeigt eine explorative Untersuchung, die im Rahmen des Dossiers veröffentlicht wird. In der Untersuchung sprechen Kinder zwischen 10 und 13 Jahren über ihr Medienhandeln und ihre Online-Erfahrungen mit Blick auf soziale und digitale Teilhabe. Darin wird deutlich, dass viele Angebote, die Kinder nutzen, nicht für sie entwickelt wurden. Kinder geraten dann in Interessenkonflikte zwischen Teilhabewunsch und Schutzbedürfnis.

Mehr Infos: Online-Dossier „Teilhaben! Kinderrechtliche Potenziale der Digitalisierung“

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3.
Neue Broschüre zu Gaming und Rechtsextremismus

Videospiele sind für viele ein riesiges, unüberschaubares Feld, welchem sich mit Vorsicht genähert wird. Videospieler*innen und das Kulturgut Videogames werden dabei häufig abgestempelt und mit vorurteilsbehafteten Äußerungen in Verbindung gebracht. Dabei erfreuen sich Videospiele stets wachsender Beliebtheit und faszinieren eine breite Masse an Menschen. Videospiele sind ein Teil der Gesellschaft und greifen viele Themen und Facetten auf, die in ihr behandelt werden. Neben vielen positiven Aspekten finden sich aber auch verschiedene Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Online-Communitys wieder.

Eine neue Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachen liefert Einblicke in die Welt des Gamings. Dazu werden grundlegende Fragen zu Gaming, Stereotypen in Videospielen, sowie in den damit verbundenen Gaming-Communitys beantwortet. Außerdem liefert die Broschüre Handlungsansätze, um eine digitale Zivilgesellschaft auch in Videospielwelten lauter werden zu lassen. Sie richtet sich primär an Pädagog*innen, Lehrer*innen und Eltern, um einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu ermöglichen.

Mehr Infos: Broschüre „Gaming und Rechtsextremismus – 25 Fragen & Antworten zum Thema“ (PDF)

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4.
Start der Akademie für Starke Kinder- und Jugendparlamente

Mitte April wurde die Akademie für Kinder- und Jugendparlamente (KiJuPa) offiziell gegründet. Ziel der Akademie ist es, die bestehenden cirka 520 KiJuPa in Deutschland mit bedarfsgerechten Fortbildungen und Qualifikationsangeboten zu stärken und sichtbar zu machen, aber auch, die Gründung neuer KiJuPa tatkräftig voranzubringen und die Zahl der KiJuPa bis 2024 möglichst zu verdoppeln.

Der Informationsbedarf ist groß – bei bereits in KiJuPa engagierten und interessierten Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Vertreter*innen aus der Politik, der kommunalen Verwaltung wie von Fachkräften, die KiJuPa betreuen und begleiten. Dafür soll in jedem Bundesland mindestens eine Bildungsstätte Qualifizierungen anbieten. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) ist Umsetzungspartner innerhalb der Initiative „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ und ergänzt die Aktivitäten des Deutschen Kinderhilfswerkes, der wissenschaftlichen Begleitung durch Prof. Dr. Waldemar Stange und Prof. Dr. Roland Roth sowie des projekteigenen Jugendbeirates.

Als Baustein der Jugendstrategie der Bundesregierung ist diese Initiative ein wertvoller Impuls zur Stärkung vielfältiger kommunaler Beteiligungslandschaften auf struktureller Ebene, denn KiJuPa haben die größtmögliche Nähe zu den Strukturen der Kommunalpolitik und sind somit ein Format, das die Interessen von Kindern und Jugendlichen im eigenen Wohnort möglichst umfassend wahrnehmen und durch ein Mandat der Verwaltung wirksam vertreten kann.

Mehr Infos: Informationen zur Initiative Starke Kinder- und Jugendparlamente und Video der Präsentation der Akademie Starke Kinder- und Jugendparlamente

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5.
Neue Analyse zeigt Defizite in der Verankerung ganzheitlicher Demokratiebildung im schulischen Hort- und Ganztagsbereich

Das Deutsche Kinderhilfswerk beklagt deutliche Defizite in der Verankerung von Kinderrechten in den rechtlichen und programmatischen Rahmengebungen für den schulischen Hort- und Ganztagsbereich. Das betrifft aus Sicht der Kinderrechtsorganisation auch weitere zentrale Aspekte ganzheitlicher Demokratiebildung wie Partizipation, Inklusion und Schutz vor Diskriminierung.

Eine dazu vorgelegte Analyse der Schul- und Kitagesetze sowie Bildungs- und Rahmenlehrpläne zeigt, dass es im Bundesländervergleich eine große Heterogenität insbesondere hinsichtlich des Stellenwerts von Kinderrechten und Demokratiebildung gibt. So fehlen einheitliche Vorgaben und ein verbindlicher Orientierungsrahmen für die pädagogische Praxis in Hort und Ganztag. Ein besonders großer Bedarf zeigt sich an der Schnittstelle zwischen Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert deshalb die Verankerung der in der UN-Kinderrechtskonvention normierten Kinderrechte in den rechtlichen Rahmengebungen für Hort und Ganztag in allen Bundesländern. Hier braucht es kinderrechtebasierte und bundeseinheitlich verbindliche Qualitätsstandards für den Hort und Ganztagsbereich. Zudem ist eine flächendeckende Verankerung von Kinderrechte- und Demokratiebildung in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte notwendig. Außerdem plädiert das Deutsche Kinderhilfswerk für die Entwicklung von auf den Hort- und Ganztagsbereich zugeschnittenen Konzepten, Methoden und Materialien zur Verankerung und Umsetzung ganzheitlicher Demokratie- und Kinderrechtebildung sowie für die Bereitstellung von fachlicher Information, Beratung, Fortbildung und Vernetzung.

Mehr Infos: Ergebnisse der Feldanalyse zur Verankerung kinderrechtebasierter Demokratiebildung im Primarbereich (PDF), Webseite des Kompetenznetzwerks "Demokratiebildung im Kindesalter" und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 29.04.2021

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6.
Neues PIXI-Buch zum Kinderrecht auf Information

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat ein neues PIXI-Buch „Wir wollen es wissen!“ veröffentlicht. Das Buch macht Kinder im Kita-Alter und ihre Eltern auf die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechte von Kindern aufmerksam. Das neue PIXI-Buch befasst sich mit dem Kinderrecht auf Information. Es ist nach den Kinderrechte-PIXI-Büchern zu den Themen Mitbestimmung von Kindern, Schutz von Kindern vor Gewalt, Kinderarmut, Kinderrecht auf beide Eltern und das Kinderrecht auf Privatsphäre das sechste dieser Reihe und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Insgesamt haben die sechs PIXI-Bücher inzwischen eine Auflage von knapp 400.000 Exemplaren erreicht.

Die Geschichten der Kinderrechte-PIXI-Reihe des Deutschen Kinderhilfswerkes drehen sich um eine Gruppe befreundeter Kitakinder. In jedem Buch steht ein anderes Kind im Mittelpunkt. Dieses Mal ist Samuel die Hauptfigur. Sein Hund verletzt sich beim Spaziergang im Park an herumliegendem Müll. Als er sich gemeinsam mit seinen Kita-Freundinnen und -Freunden über das Thema Müllbeseitigung näher informieren möchte, bekommen die Kinder von der Stadtverwaltung lediglich eine Broschüre für Erwachsene ausgehändigt. Aber davon lassen die Kinder sich nicht entmutigen, und sorgen schließlich sogar auch selbst dafür, dass andere Kinder besser informiert werden, indem sie an den neu aufgestellten Müllbehältern Schilder mit Erklärungen anbringen für all diejenigen, die (noch) nicht lesen können.

Die Themen Vielfalt und Inklusion ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Pixi-Reihe. Sie gehören ganz selbstverständlich zum gelebten Alltag in der Kita, in der die PIXI-Reihe spielt. Über das Begleitmaterial „Vielfalt in der Kita – Methoden für die Kitapraxis 6“, das zusammen mit dem PIXI-Buch bestellt werden kann, erhalten pädagogische Fachkräfte praxisbezogene Anregungen, wie sie die Kinderrechte, insbesondere in Bezug auf Inklusion und Vielfalt, alltagsnah und altersgerecht mit Kita-Kindern thematisieren können. So stellt das Material zum aktuellen PIXI-Buch zwei Praxisanleitungen vor, mithilfe derer die Kinderrechte auf angemessene Lebensbedingungen und Information erarbeitet werden können.

Mehr Infos: Webseite mit Bestellmöglichkeit des neuen PIXI "Wir wollen es wissen!" und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 26.04.2021

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7.
Die Situation junger Geflüchteter: Auswertung und Ergebnisse einer Online-Umfrage 2020

Die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Umfrage unter Fachkräften durch den Bundesverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zur Situation junger Geflüchteter im Bundesgebiet stehen nun bereit. Zusätzlich zu der Situation unbegleiteter Minderjähriger und junger Erwachsener wurden auch die Einschätzung der Fachkräfte zur Situation von Jugendlichen in Familienbegleitung erfragt.

Obwohl durch die Umfrage punktuelle Verbesserungen in der Versorgungsstruktur dokumentiert werden, besteht in vielen Bereichen großer Handlungsbedarf. So sind etwa Rechtsschutzmöglichkeiten im Kontext bundesweiter Verteilung, Alterseinschätzung und Hilfegewährung nach wie vor unzureichend, und ein großer Teil der Jugendlichen leidet unter der Unmöglichkeit von Familienzusammenführungen.

Die Ergebnisse verdeutlichen in alarmierendem Ausmaß, dass jugendliche Geflüchtete massiv unter Gewaltfahrungen leiden und in kontinuierlich ansteigendem Ausmaß von Alltags- und institutionellem Rassismus betroffen sind. Die Umfrage dokumentiert einen deutlichen Anstieg an (auch sexualisierten) Gewalterfahrungen und Menschenhandel. Es mangelt an einer ausdifferenzierten Versorgungsstruktur für Mädchen, junge Frauen, junge Eltern sowie für junge Geflüchtete mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung. Darüber hinaus fehlen bedarfsgerechte Schutz- und Lebensräume für intersexuelle, transsexuelle und diverse junge Menschen.

Die Umfrage berücksichtigt auch die drastischen Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf die Lebensumstände junger Geflüchteter. Unterbrechungen laufender Asylverfahren, Sammel-Quarantäne und Isolation in Großunterkünften und damit einhergehend zusätzliche Benachteiligung im Bildungszugang sowie gesundheitliche Risiken sowie zusätzliche Stigmatisierungen wirken sich beträchtlich auf die Lebensumstände der jungen Menschen aus. Die Ergebnisse verweisen auf ein gesellschaftliches Klima, das junge Geflüchtete kriminalisiert und auf zahlreichen Ebenen mehrfachdiskriminiert. Der Rückbau von Versorgungsstrukturen negiert die politische Verantwortung für die Zukunftsperspektiven junger Geflüchteter.

Mehr Infos: Ergebnisse der Online-Umfrage „Die Situation geflüchteter junger Menschen in Deutschland“ (PDF)

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8.
Neue Lehrmaterialien zu Tabakanbau und -konsum

Das Netzwerk für Kinderrechte und Tabakkontrolle Unfairtobacco hat digitale Diashows für unterschiedliche Altersgruppen ab der 7. Klasse entwickelt, in denen der Bogen von der Zigarette zu den Tabakfeldern in Ländern wie Bangladesch oder Malawi geschlagen wird.

Die Schüler*innen bekommen so einen Einblick in verschiedene Themen wie "Tabak oder Gesundheit" und "Tabak und Umwelt". Nach einem kurzen Video zum Abschluss können die Kinder und Jugendlichen in einem Quiz ihr Wissen testen. Die kurzen Module eignen sich nicht nur als Elemente für das Home-Schooling, sondern auch jenseits des Schulunterrichts für suchtpräventive Programme.

Mehr Infos: Webseite von unfairtobacco mit Diashows und den Quizzen

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9.
Gegen Bewegungsarmut - für einen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad

Die Anmeldephase für die Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten", die im September bundesweit stattfinden, ist gestartet. Der ökologische Verkehrsclub VCD, das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) bekräftigen ihre Forderung nach besseren Bedingungen für eine kindgerechte Mobilität. Die Verbände setzen sich dafür ein, dass der Weg zur Schule oder zum Kindergarten zu Fuß, mit dem Rad oder Roller zurückgelegt wird. Gerade in der Corona-Pandemie ist es wichtig, Bewegungsarmut vorzubeugen. Studien zeigen aber, dass das nicht ausreichend gelingt. Da Sportunterricht und Freizeittraining pandemiebedingt nur eingeschränkt oder gar nicht stattfinden können, leiden viele Kinder noch stärker unter Bewegungsmangel.

Jetzt ist es umso wichtiger, dass Kinder viele Wege aktiv bewältigen: mit den eigenen Füßen, auf dem Rad oder mit dem Roller. Mit den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" wollen die drei Organisationen Kinder, Eltern und Beschäftigte im Bildungsbereich dazu ermuntern, Projekte mit Mobilitätsbezug umzusetzen. Sie rufen daher Grundschulen und Kindergärten in ganz Deutschland dazu auf, sich zu den Aktionstagen "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" anzumelden. Los geht es dann im Herbst. Vom 20. September bis 1. Oktober können Kinder zwei Wochen lang ausprobieren, wie es ist, selbstständig mit Rad, Roller oder zu Fuß zur Schule oder in den Kindergarten zu kommen. Gemeinsam mit Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern können eigene Projekte rund um das Thema Mobilität entwickelt werden.

Neben Tempo 30 auf allen als Schulweg genutzten Straßen fordern VCD, DKHW und VBE insbesondere, die Infrastruktur sicherer zu gestalten und dafür auch Kinder und Jugendliche bei Planungsprozessen einzubeziehen. Der Straßenverkehr rund um Schulen und Kindergärten müsse wirksam begrenzt werden. Eltern, die nicht auf das Elterntaxi verzichten können oder wollen, sollten Alternativparkplätze angeboten werden, damit durch Bring-Situationen vor den Bildungseinrichtungen niemand gefährdet wird. So gelingt es, den Weg für alle Kinder so sicher zu gestalten, dass Eltern sie sorgenfrei in ihrer eigenständigen Mobilität unterstützen können.

Mehr Infos: Webseite zur Initiative "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten", Forderungspapier  "Kindern durch einen sicheren Schulweg eigenständige Mobilität ermöglichen" (PDF) und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 19.05.2021

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10.
Bildungsfestival 2021 - digital

Das Bildungsfestival ist Deutschlands größte Bildungskonferenz von Jugendlichen für Jugendliche. Beim Bildungsfestival zeigen Schulgruppen ihre Leistungen und inspirieren sich gegenseitig mit ihren Ideen. Darüber hinaus kommen jedes Jahr Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die die Teilnehmer*innen mit neuen Ideen begeistern. Das Bildungsfestival möchte die Teilhabe und Selbstwirksamkeit bildungsbenachteiligter Jugendlicher aus ganz Deutschland fördern.

Viele Ehrenamtliche wollen wir dafür sorgen, dass das Bildungsfestival auch im Jahr 2021 das größte Festival rund um das Thema Jugendbildung und Persönlichkeitsstärkung bleiben kann - Corona zum Trotz! Jugendliche sollen in dieser turbulenten Zeit eine positive Abwechslung und die Möglichkeit zur kreativen Arbeit bekommen. Sie können ihre digitalen Kompetenzen erweitern und an Workshopangeboten zu unterschiedlichen Themenbereichen (Nachhaltigkeit, Diversität, Persönlichkeit) teilnehmen und sich mit Entscheidungsträger*innen aus Politik und Zivilgesellschaft austauschen.

Das diesjährige, digitale Bildungsfestival findet am Wochenende vom 19.-20. Juni statt.

Mehr Infos: Webseite des Bildungsfestivals

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11.
Kurzfristige Förderung bei „It’s your Party-cipation“ im Rahmen von „Kultur macht stark“ möglich!

Als Partner im Programm “Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. mit dem Sonderformat “Sommer der Kinderrechte” zusätzliche Ferienangebote. Anträge für Projekte in diesem Format sind ab sofort möglich. Ziel des „Sommers der Kinderrechte“ ist es, dass sich Kinder und Jugendliche kulturell-künstlerisch mit ihren Rechten auseinandersetzen und sich aktiv an den Projekten beteiligen können. Die Ergebnisse werden am Ende in einer Projektpräsentation vorgestellt.

Gefördert werden drei-, fünf- oder siebentägige Angebote. Der Fokus liegt auf sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren, deren Zugang zu kultureller Bildung aufgrund der Corona-Pandemie zusätzlich erschwert wurde. Die Fördersumme richtet sich nach Anzahl der Teilnehmenden und Veranstaltungstage und liegt zwischen 1.500 und 8.000 Euro. Antragstellung und Bündnisbildung wurden für das Zusatzprogramm vereinfacht.

Mehr Infos: Webseite mit weiteren Informationen über den „Sommer der Kinderrechte“

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12.
Ausschreibung Dieter Baacke Preis 2021 für medienpädagogische Projekte

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen. Bewerben können sich realisierte Projekte, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit die Medienkompetenz fördern.

Der Dieter Baacke Preis 2021 wird in folgenden Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind: a) Projekte von und mit Kindern, b) Projekte von und mit Jugendlichen, c) Interkulturelle und internationale Projekte, d) Inklusive und intersektionale Projekte, e) Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter und f) Sonderpreis 2021: „Love & Hate – Interaktionsrisiken kreativ aufgreifen“.

Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern. Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein.

Freundschaften, Liebesbeziehungen und Identitäten werden von Jugendlichen heute in Social Media-Kanälen und Gruppenchats entwickelt, ausgehandelt und manifestiert. Dies kann mitunter aus dem Ruder laufen. Es gilt, Kinder und Jugendliche für ihr digitales Beziehungs-Handeln im Netz zu sensibilisieren: Für den Sonderpreis 2021 zum Thema „Love& Hate“ können medienpädagogische Projekte eingereicht werden, die mit kreativen medienpädagogischen Settings und Methoden Interaktionsrisiken rund um Liebe und Hass aufgreifen.

Bewerbungsschluss: 31. Juli 2020 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung).

Mehr Infos: Webseite mit der Ausschreibung 2021 des Dieter Baacke Preis und Pressemitteilung der GMK

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13.
Stellenausschreibung: Projektmitarbeiter*in (m/w/d) Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Kindesalter

Das Deutsche Kinderhilfswerk ist Träger im Kompetenznetzwerk „Demokratiebildung im Kindesalter“, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ (2020-2024) gefördert wird. Ziel der Arbeit des Netzwerks ist die Förderung ganzheitlicher Demokratiebildung im frühkindlichen und Primarbildungsbereich. Zur Unterstützung unserer Arbeit im Kompetenznetzwerk suchen wir zum 01.07.2021 Verstärkung für unser Team. Die Stelle ist förderbedingt zunächst bis 31.12.2021 befristet und sieht eine Wochenarbeitszeit von 40 h vor. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

- Unterstützung der weiteren Etablierung des Kompetenznetzwerkes im Themenfeld, insbesondere im Bereich Kinderrechte- und Demokratiebildung in der Primarstufe (Hort/Ganztag)

- Entwicklung von Strategien und Durchführung von Maßnahmen zur Beförderung des fachlichen Austauschs im Themenfeld zu Demokratiebildung im Primarbereich (Hort/Ganztag)

- Allgemeine Beratung von Fachkräften, Einrichtungen und Trägern zu Kinderrechte- und Demokratiebildung in Hort und Ganztag

- Organisation einer digitalen Veranstaltungsreihe für Fachkräfte und Akteur*innen des Themenfeldes

- Beförderung der Vernetzung mit relevanten Akteur*innen im Themenfeld Demokratiebildung in der Primarstufe (Hort/Ganztag)

- Repräsentation des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Kompetenznetzwerkes Demokratiebildung im Kindesalter

Folgende Anforderungen stellen wir an Sie:

- Sie identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Kinderhilfswerkes.

- Sie haben ein abgeschlossenes Studium in den Bereichen Sozial-, Erziehungs- oder Bildungswissenschaften bzw. einem verwandten Fachbereich oder können eine vergleichbare Qualifikation im relevanten Themenfeld vorweisen.

- Sie haben einschlägige Berufserfahrungen im Feld der (Demokratie-)Bildungsarbeit in der Primarstufe sowie in der Beratung von Fachkräften und Einrichtungen, insbesondere im Bereich Hort/Ganztag.

- Sie kennen sich in der deutschen Bildungslandschaft sehr gut aus und sind im Themenfeld fachlich gut vernetzt.

- Sie sind, sobald wieder möglich, bereit zu gelegentlichen Dienstreisen innerhalb Deutschlands.

- Sie sind in der Lage, teilweise im Homeoffice zu arbeiten (ein Dienstlaptop wird gestellt)

Ihre vollständige Bewerbung richten Sie bitte unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen bis zum 31.05.2021 per E-Mail an Elisa Bönisch über jobs@dkhw.de. Die Auswahlgespräche werden voraussichtlich in der Woche vom 07. bis 11.06. in digitaler Form geführt.

Mehr Infos: Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Kindesalter und Webseite des Kompetenznetzwerks DEKI

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