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Newsletter Kinderpolitik 16.06.22
Newsletter Kinderpolitik 16.06.22
Inhalt dieses Newsletters
1. Kinderreport 2022: Breite Mehrheit für eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern
2. Weltspieltag 2022: Kommunale Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen müssen verbessert werden
3. Neuauflage der Broschüre „Sexualisierter Gewalt im digitalen Raum begegnen“
4. Aktualisierte 5. Auflage „Arbeitshilfe Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen – Gefährdung des Kindeswohls innerhalb von Institutionen“
5. Kita-Bericht 2022 verdeutlicht die angespannte Situation in Kitas
6. Umgang mit unbegleiteten und begleiteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine in der Kinder- und Jugendhilfe – Punktuation des BMFSFJ
7. Nichtraucherschutz: Methodenmaterial zum Thema Tabak
8. Wie gute Demokratiebildung für junge Menschen gelingt
9. Einladung: Forschungs-Workshops für Jugendliche zu Instagram im Juni/Juli 2022
10. Einladung zum Fachtag „Die Leitlinien des Ministerkomitees des Europarates für eine kindgerechte Justiz in der deutschen Rechtspraxis“, Mi. 29.06.
11. Stellenausschreibung: Referent/in Kinderrechte (m/w/d)
12. Stellenausschreibung: Studentische Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Projektassistenz in Teilzeit
13. Test
1.
Kinderreport 2022: Breite Mehrheit für eine generationengerechte Politik für Kinder und mit Kindern

Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland spricht sich laut einer repräsentativen Umfrage für den Kinderreport 2022 des Deutschen Kinderhilfswerkes dafür aus, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, um die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Zukunft besser zu berücksichtigen. Im Sinne einer generationengerechteren Gesellschaft werden zudem mehr Kinder- und Jugendbeauftragte in Bund, Ländern und Kommunen sowie die Prüfung aller neuen gesetzlichen Maßnahmen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit als sinnvoll angesehen. Auch die Schaffung eines Ständigen Beirats für Kinder- und Jugendbeteiligung bei der Bundesregierung, in dem auch Kinder und Jugendliche selbst vertreten sind, wird von einer großen Mehrheit favorisiert. Eine deutliche Mehrheit unter den Kindern und Jugendlichen spricht sich zudem für eine Wahlaltersabsenkung und den Ausbau von Kinder- und Jugendparlamenten aus.

Die befragten Kinder und Erwachsenen sehen einen Investitionsbedarf im Bereich der öffentlichen Infrastruktur, im Bildungsbereich, bei der Digitalisierung, im Umwelt- und Klimaschutz sowie bei der Bekämpfung der Kinderarmut. Zur Finanzierung dieser Aufgaben wird vor allem eine zusätzliche Besteuerung sehr hoher Einkommen favorisiert. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Politikforschungsinstituts Kantar Public im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2022.

Die Kinderrechtsorganisation fordert auf Grundlage des Kinderreports dringend mehr Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft, in der Kinder gleichwertige Lebenschancen, soziale Absicherung sowie ein nachhaltig sicheres und gesundes Umfeld vorfinden.

Mehr Infos: Webseite mit dem Kinderreport 2022 und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 03.06.22

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2.
Weltspieltag 2022: Kommunale Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen müssen verbessert werden

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verein Kinderfreundliche Kommunen haben aus Anlass des Weltspieltags am 28. Mai Städte und Gemeinden sowie Bund und Länder dazu aufgefordert, kommunale Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Alle Kommunen in Deutschland sind nach Ansicht der beiden Organisationen aufgerufen, ihren planerischen und finanziellen Handlungsspielraum zu nutzen, um die Gegebenheiten vor Ort konkret zu verbessern. Möglichkeiten dazu sind beispielsweise kommunale Spielflächenkonzepte, der Ausbau von Naturerfahrungsräumen und eine bessere Kooperation von Kitas und Schulen mit den Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. Bei allen Maßnahmen müssen die Kinder und Jugendlichen bereits in die Planungen einbezogen werden und echte Mitspracherechte erhalten. Da ohne weitere finanzielle Unterstützung der Kommunen diese vielfältigen Aufgaben kaum zu bewältigen sind, fordern das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verein Kinderfreundliche Kommunen an dieser Stelle deutlich stärkere Anstrengungen von Bund und Ländern.

Die beiden Kinderrechtsorganisationen betonen, dass grüne Spiel- und Freiräume für ein gesundes Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen in den Kommunen besonders wichtig sind. Gleichzeitig können zum Kinderspiel geeignete Flächen wie Naturerfahrungsräume einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima und den Erhalt der Biodiversität leisten. Die Bedeutung der sozialen Stadtnatur sei daher stärker als bisher zu berücksichtigen, so die Organisationen. Bund und Länder sind aufgerufen, die Kommunen durch umfangreiche Beratungsmöglichkeiten und entsprechende finanzielle Hilfen dazu zu befähigen, innerstädtische Naturerfahrungsräume einzurichten und dauerhaft zu betreiben.

Für eine bessere Qualität von Spielräumen brauche es zudem in jeder Kommune beteiligungsorientierte Spielflächenkonzepte, die sowohl klassische Spielplätze als auch alle anderen Spiel- und Freiflächen, Wegeverbindungen wie Rad- und Schulwege, Stadtplätze, Sportanlagen sowie Spielstraßen in den Blick nehmen. Ein hierfür geeignetes Instrument ist die Spielleitplanung, welche die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen partizipativ herausarbeitet und in die Stadtentwicklung integriert. Dabei sind auch die Länder in der Pflicht, ihre Kommunen finanziell zu unterstützen. Zudem sollten über die Städtebauförderung die Kinderrechte noch stärkeren Einzug in Bauvorhaben erhalten. Elemente der bespielbaren Stadt oder die Sicherung von Freizeitwegen der Kinder sind daher beim Stadtumbau konsequent zu berücksichtigen. Schließlich sollten die Bundesländer Spielraumgesetze erlassen, die eine kommunale Flächenbevorratung für Spielflächen vorschreiben.

Mehr Infos: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 29.05.22 und Webseite mit dem Rückblick auf den Weltspieltag 2022

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3.
Neuauflage der Broschüre „Sexualisierter Gewalt im digitalen Raum begegnen“

Die Broschüre „Cyber-Grooming, Sexting und sexuelle Grenzverletzungen“ der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. ist aktualisiert und erweitert neu erschienen. Die Neufassung zeigt vielfältige Schnittstellen auf, wie den unterschiedlichen Formen sexualisierter Gewalt im digitalen Raum mit medien- und sexualpädagogischen sowie gewaltpräventiven Ansätzen begegnet werden kann. Ein umfangreicher rechtlicher Teil bietet einen Überblick zu den gesetzlichen Neuerungen im Jugendmedienschutz und im Sexualstrafrecht.

Mehr Infos: „Sexualisierter Gewalt im digitalen Raum begegnen – Kinder schützen und in ihren Rechten stärken“ (PDF)

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4.
Aktualisierte 5. Auflage „Arbeitshilfe Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen – Gefährdung des Kindeswohls innerhalb von Institutionen“

Schutzkonzepte in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind wesentlicher und für erlaubnispflichtige Einrichtungen verpflichtender Bestandteil ihrer Arbeit. Die Reform des SGB VIII im Jahr 2021 hat dazu wesentliche Änderungen hervorgebracht. In der aktualisierten 5. Auflage der Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbandes sind die neuen gesetzlichen Regelungen zu Grunde gelegt. Die Arbeitshilfe bietet Einrichtungen Informationen, Anleitung und Material für ein eigenes Schutzkonzept.

Mit der Reform des SGB VIII im Jahr 2021 sind die Schutzkonzepte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe noch einmal erheblich in den Fokus gerückt worden. Diese sind in erlaubnispflichtigen Einrichtungen gemäß §45 Abs.2 Nr.4 SGB VIII obligatorisch vorzuhalten – dies betrifft also die Kindertageseinrichtungen genauso wie stationäre Wohngruppen. Aber auch alle anderen Bereiche, wie die ambulanten Angebote, die Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendsozialarbeit oder die Familienerholung sollten sich mehr und mehr auf den Weg machen und sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Dabei ist immer maßgeblich: Ein Schutzkonzept ist nichts, was ausgedruckt und abgeheftet wird. Die Entwicklung von Schutzkonzepten ist immer auch ein individueller Organisationsentwicklungsprozess. Dafür braucht es Verantwortung und Ressourcen. Wesentlich ist die Einbeziehung aller Mitarbeiter*innen und der Kinder und Jugendlichen in den Angeboten zur Erarbeitung des Schutzkonzeptes selbst. Schutzkonzepte sind niemals fertig. Sie werden immer wieder an die Anforderungen in der Einrichtung/des Angebotes angepasst, Mitarbeiter*innen fortlaufend informiert, qualifiziert und einbezogen. Es wird beständig geprüft, ob der Schutz für Kinder und Jugendliche gewährleistet ist und funktioniert.

Mehr Infos: „Arbeitshilfe Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen – Gefährdung des Kindeswohls innerhalb von Institutionen“ (PDF) und Webseite mit Informationen des Paritätischen Gesamtverbandes

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5.
Kita-Bericht 2022 verdeutlicht die angespannte Situation in Kitas

Der aktuelle Kita-Bericht des Paritätischen Gesamtverbandes, der auf einer Befragung von über 1.000 Kindertageseinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet basiert, illustriert die höchst angespannte Situation in Deutschlands Kitas: Arbeitsbelastung und Rahmenbedingungen während der Pandemie sowie vielerorts unzureichende Personalschlüssel und teilweise mangelhafte Ausstattung erschweren es, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und führen zu einer hohen Unzufriedenheit bei den pädagogischen Fachkräften. Nach der Studie verhindert der anhaltend hohe Fachkräftemangel bundesweit in jeder zweiten Kindertageseinrichtung, dass Kapazitäten vollständig ausgeschöpft werden.

Erstmals untersucht wurde mit der Studie auch der Zusammenhang mit der sozialräumlichen Lage der Kindertageseinrichtungen. Der Befund: Unabhängig von der Pandemie fehlt es insbesondere für Kitas in benachteiligten Sozialräumen an gezielter Unterstützung. Insgesamt gehen 60 Prozent der Teilnehmenden der Befragung davon aus, dass sie mit dem gegenwärtigen Personalschlüssel den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden können. Kindertageseinrichtungen in benachteiligten Sozialräumen sind davon besonders betroffen. Defizite belegt der Bericht dabei unter anderem im Bereich der Sprachförderung: Je höher die sozialräumliche Benachteiligung, desto größer ist die Zahl der Kinder mit Unterstützungsbedarf bei der sprachlichen Bildung. Gleichzeitig könne dieser Bedarf mit dem gegenwärtigen Personalschlüssel überwiegend nicht gedeckt werden.

Strukturelle Defizite werden nicht nur bei den Personalschlüsseln, sondern u.a. auch im Bereich der Kita-Finanzierung ausgemacht. Neu- und Ersatzanschaffungen seien kaum selbstverständlich. Mehr als ein Drittel der Teilnehmenden gibt zudem an, dass die vorgesehenen Finanzmittel nicht ausreichen, um die Kinder mit einer ausgewogenen Ernährung zu versorgen.

Mehr Infos: Kita-Bericht 2022 des Paritätischen Gesamtverbandes und Pressemittteilung des Paritätischen Gesamtverbandes

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6.
Umgang mit unbegleiteten und begleiteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine in der Kinder- und Jugendhilfe – Punktuation des BMFSFJ

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden eine so genannte Punktuation in Bezug auf unbegleitet und begleitet nach Deutschland einreisende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in der Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht. Diese soll der einheitlichen Rechtsauslegung in den öffentlichen Strukturen zum aktuellen Zeitpunkt dienen.

Die Punktuation greift alle bisher relevanten Regelungsbereiche hinsichtlich unbegleiteter und begleiteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine in Bezug auf Leistungen und Pflichten der Kinder- und Jugendhilfe auf. Dabei geht es vorrangig um die Klärung des Sorgerechts, Inobhutnahme und den Verbleib der Kinder und Jugendlichen, die rechtliche Einordnung ankommender Gruppen sowie um die Kostenerstattung.

Wesentlicher Inhalt der Punktuation ist der Prüfauftrag der Jugendämter hinsichtlich des Sorgerechts und anschließender Entscheidung der (vorläufigen) Inobhutnahme. Nicht beantwortet wird allerdings, wie der Zugang zu begleiteten Kindern und Jugendlichen durch die Jugendämter gefunden werden kann, wenn diese privat untergebracht sind.

Mehr Infos: Punktuation des BMFSFJ „Unbegleitet und begleitet nach Deutschland einreisende Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in der Kinder- und Jugendhilfe“ (PDF) und Informationsseite des Paritätischen Gesamtverbandes

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7.
Nichtraucherschutz: Methodenmaterial zum Thema Tabak

Unfairtobacco bietet verschiedene Materialien, um den Unterricht oder Projekttage zu Tabak und den Auswirkungen des Tabakanbaus auf Menschen und Umwelt zu gestalten. So wird Globales Lernen mit Suchtprävention kombiniert, das Thema Rauchen wird interaktiv mit Themen wie Nachhaltigkeit oder Menschenrechten verknüpft:

Planspiel „Tabak in Bralawien – Fluch oder Segen?“

Jugendliche schlüpfen hier in Rollen und erfahren spielerisch, wie globaler Tabakhandel funktioniert. Sie werden zu empörten Tabakbäuerinnen und -bauern, knallharten Konzernvorständen oder diskutierenden Regierungsbeamt*innen. Sie verwandeln sich in schlaue Umweltaktivist*innen, zielstrebige Gesundheitsberater*innen oder findige Wirtschaftsvertreter*innen. Oder aber sie beobachten das Geschehen als wissbegierige Journalist*innen und berichten.

In Bralawien ist alles möglich, denn die Zeichen stehen auf Veränderung. Die Bedingungen im Tabakanbau sind nicht mehr zu ertragen und die bralawische Regierung will das Land in eine nachhaltige Zukunft führen. Aber werden die Profiteure des Tabakhandels in Amropa da mitspielen? Und welchen Einfluss kann die Zivilgesellschaft darauf haben? Das wird sich am Verhandlungstisch zeigen, an dem über eine Neuordnung des Tabakhandels diskutiert wird.

„Tabak in Bralawien“ können Sie mit Schüler*innen und Jugendlichen ab der 10. Klasse spielen, aber auch für Studierende oder in der Erwachsenenbildung verwenden.

Diashows und Quizze

Hier sprechen Bilder: über die Menschen, die Tabak anbauen, und über die Folgen von Tabakanbau für die Umwelt. Dazu erklären Texte, welche Ungerechtigkeiten der Tabakanbau mit sich bringt: Gesundheitsgefahren, Ausbeutung, Kinderarbeit und Waldabholzung. Auch die Gesundheitsgefahren des Tabakkonsums werden thematisiert und wie die Tabakindustrie versucht, neue Kund*innen zu gewinnen. Am Ende jeder Diashow wird gezeigt, welche Veränderungen für ein besseres Leben sorgen können.

Im Anschluss können die Schüler*innen einen kurzen Film sehen und ihr Wissen bei einem Quiz testen. Der Preis, den sie gewinnen können: Sie werden schlauer als die Tabakindustrie erlaubt.

Ausstellung „Big Tobacco: Profits & Lies“

Unfairtobacco gestaltet Ihren Raum mit Wissen über die globale Tabakindustrie. Mit „Big Tobacco: Profits & Lies – Tabak oder Nachhaltige Entwicklung“ wird deutlich, welchen Weg der Tabak geht, bevor die Zigaretten hier zu kaufen sind. Anbauländer werden vorgestellt, die Arbeitsbedingungen auf den Feldern gezeigt und die Akteure im Tabakhandel benannt. Die Bezüge zu Kinderrechten und Frauenrechten werden hergestellt und die Verknüpfungen zwischen den nachhaltigen Entwicklungszielen anhand des Tabaks aufgezeigt. Selbstverständlich werden auch die Möglichkeiten diskutiert, wie Verbesserungen im Tabaksektor oder eine Zukunft ohne Tabak aussehen können. Und es gibt Tipps, was jede*r Einzelne tun kann.

Die Ausstellung können Sie für Schüler*innen ab der 7. Klasse hervorragend nutzen. Sie ist für Jugendliche, Studierende und Erwachsene geeignet.

Mehr Infos: Planspiel Tabak in Bralawien, Webseite zu den Diashows und Quizzen und Ausstellung „Big Tobacco: Profits & Lies“

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8.
Wie gute Demokratiebildung für junge Menschen gelingt

Was wünschen sich junge Menschen von Demokratiebildungsprojekten? Wann erleben sie Projekte als motivierend und wann lernen sie daraus am meisten? Mit diesen Fragen hat sich eine Studie des Kompetenznetzwerks „Demokratiebildung im Jugendalter“ im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung beschäftigt. Die Erkenntnisse dieser Studie werden in der Publikation „Zur Erhellung des „vermuteten Raums“ – Qualitätsmerkmale Kooperativer Demokratiebildung" aus Sicht von Schüler*innen präsentiert.

Die Studie widmet sich der Perspektive von Kindern und Jugendlichen, da ihre Vorstellungen zu kooperativer Demokratiebildung in ähnlichen Publikationen bislang nur indirekt oder als „Vermutung“ betrachtet werden.

Die Studie stellt sieben grundlegende Handlungsempfehlungen vor:

1) Jungen Menschen ist die Anerkennung und Wertschätzung sowohl durch die schulischen und außerschulischen Akteur:innen als auch durch Gleichaltrige wichtig.

2) Demokratiebildungsprojekte müssen niederschwellig gestaltet und in den Lebenswelten der Jugendlichen eingebettet sein, damit junge Menschen die lebenspraktische Relevanz erkennen.

3) Ein transparenter Rahmen der Unterstützungsformen, die Erwachsene in Projekten geben, bietet Jugendlichen den größtmöglichen Gestaltungsspielraum.

4) Jugendliche nehmen sich als selbstwirksam wahr, wenn sie ihre eigenen Themen- und Fragestellungen entwickeln und bearbeiten können.

5) Projektlernen wird als Persönlichkeitsstärkung aufgenommen, wenn junge Menschen Zeit und Zugänge für selbstbestimmte Reflexion haben.

6) Wohin die gemeinsame Reise mit dem Projekt führt, sollte möglichst offen sein und gemeinsam ausgestaltet werden. Jugendlichen ist wichtig, das Projekt als ihr eigenes zu verstehen.

7) Jugendliche schätzen jene Situationen, Gelegenheiten und Beziehungen, die das Projektlernen zum Demokratielernen werden lassen und nehmen Projekte als wertvolles Kontrastprogramm zum schulischen Lernen wahr.

Mehr Infos: Publikation „Zur Erhellung des „vermuteten Raums” Qualitätsmerkmale Kooperativer Demokratiebildung aus Sicht von Schüler*innen“ (PDF) und Zusammenfassung der Publikation „Zur Erhellung des „vermuteten Raums”“ (PDF)

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9.
Einladung: Forschungs-Workshops für Jugendliche zu Instagram im Juni/Juli 2022

Im Rahmen des Projekts „ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online“ beschäftigt sich das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“ mit den Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auf ihre Online-Welten. Im Rahmen eines Forschungs-Workshops soll nun gezielt die Smartphone-App Instagram in den Blick genommen werden, denn nach YouTube ist sie die zweitbeliebteste App der 12- bis 19-Jährigen (JIM 2020). In dem abwechslungsreich gestalteten Workshop zu Instagram bieten die Forschenden Jugendlichen die Möglichkeit, über ihre Online-Welten ins Gespräch zu kommen, zu reflektieren und künftige pädagogische Konzepte mitzugestalten.

Fragen, die mit den Jugendlichen thematisiert werden sollen, sind etwa: Wie hoch steht Instagram bei ihnen im Kurs? In welcher Weise nutzen sie das Online-Angebot? Wie schätzen sie es im Hinblick auf Risiken ein? Welche Strategien haben sie im Umgang mit Online-Risiken entwickelt? Welche Unterstützung wünschen sie sich in Bezug auf Online-Risiken?

Der Workshop wird ca. 90 min dauern. Die Workshops sollen im Juni und Juli 2022 stattfinden, der genaue Termin wird gemeinsam vereinbart.

Mehr Infos: Informationsblatt Forschungs-Workshops für Jugendliche zu Instagram im Juni/Juli 2022 (PDF)

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10.
Einladung zum Fachtag „Die Leitlinien des Ministerkomitees des Europarates für eine kindgerechte Justiz in der deutschen Rechtspraxis“, Mi. 29.06.

Die Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes und die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte laden herzlich zu einem digitalen Fachtag zur Umsetzung der Europaratsleitlinien für eine kindgerechte Justiz in der deutschen Rechtspraxis am Mittwoch, 29. Juni 2022 von 09:30 bis 16:00 Uhr ein.

Der Fachtag richtet den Blick auf den Stand der Umsetzung der Kinderrechte in der deutschen Rechtspraxis und bietet Gute-Praxis-Beispiele dazu. Außerdem wird der Frage nachgegangen, wie die flächendeckende Umsetzung einer kindgerechten Justiz weiter unterstützt werden kann. Im Rahmen des Fachtags werden auch die Ergebnisse des Pilotprojekts „Kinderrechtsbasierte Kriterien für das familiengerichtliche Verfahren“ vorgestellt und diskutiert, bei dem erstmals Kriterien für kindgerechte familiengerichtliche Verfahren über sechs Monate in der Praxis erprobt und evaluiert wurden. Kurzvorträge und eine Podiumsdiskussion bieten darüber hinaus Impulse zur ganzheitlichen Umsetzung einer kindgerechten Justiz.

Mehr Infos: Webseite mit dem Programm und der Anmeldemöglichkeit und das Programm des Fachtags (PDF)

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11.
Stellenausschreibung: Referent/in Kinderrechte (m/w/d)

Das Deutsche Kinderhilfswerk sucht zum 1. September 2022 zur Verstärkung des Teams in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin ein/e Referent/in (m/w/d) Kinderrechte für die Koordinierungsstelle Kinderrechte, im Stellenumfang von 30 - 40 h/Woche.

Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem:

- Leitung des Pilotprojektes zur Erprobung kindgerechter Kriterien für Strafverfahren an Modellgerichten in Zusammenarbeit mit der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte, inklusive des Aufbaus und der Koordination eines Projektbeirates, der Kooperation mit einer Wissenschaftseinrichtung zur Evaluation des Projektes sowie der Erarbeitung des Abschlussberichtes

- juristische und fachpolitische Beratung und Begleitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ (Arbeitsgruppe kindgerechte Justiz), u.a. zum Opferschutz im Strafverfahren

- Entwicklung fachpolitischer Impulse in familiengerichtlichen sowie strafrechtlichen Verfahren

- Publikations- und Vortragstätigkeit

- Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Anforderungen an die Bewerber/innen:

- Sie identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Kinderhilfswerkes.

- Sie sind ein freundlicher und aufgeschlossener Mensch mit Interesse an der Hilfe für Kinder und anderen Arbeitsfeldern einer Kinderrechtsorganisation.

- Sie haben ein abgeschlossenes Studium im Bereich Rechtswissenschaft bzw. einem verwandten Fachbereich oder können eine vergleichbare Qualifikation im relevanten Themenfeld vorweisen.

- Sie besitzen Fachkompetenz im Bereich Kinderrechte/ Menschenrechte, des politischen und/oder Rechtssystems der Bundesrepublik Deutschland und/oder der Europäischen Union und bringen Interesse an aktuellen Debatten mit kinderpolitischen/kinderrechtlichem Bezug mit.

- Sie haben eine gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit.

- Sie arbeiten selbstständig und gewissenhaft, sind kommunikativ und zeitlich flexibel.

Die Stelle ist zunächst bis zum 31. August 2024 befristet, Vergütung erfolgt nach Haustarif. Als familienfreundlicher Arbeitgeber bietet Ihnen das Deutsche Kinderhilfswerk neben flexiblen Arbeitszeiten vor allem ein abwechslungsreiches, gesellschaftlich wirksames Tätigkeitsfeld mit viel Gestaltungsspielraum und einem engagierten, aufgeschlossenen Team.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen inkl. Angabe zu Ihrer Gehaltsvorstellung senden Sie bitte bis 17. Juli 2022 ausschließlich als PDF-Datei per Mail an: Torsten Krause unter jobs@dkhw.de Wir streben die Durchführung der Auswahlgespräche in der Zeit vom 25. Juli bis 5. August 2022 an.

Mehr Infos: Stellenausschreibung Referent/in Kinderrechte (m/w/d)

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12.
Stellenausschreibung: Studentische Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Projektassistenz in Teilzeit

Gesucht wird eine studentische Projektassistenz (m/w/d) in der Abteilung Kinder- und Jugendbeteiligung (Referat Spiel und Bewegung) zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 15 Stunden/Woche (an 2-3 Terminen/Woche), befristet für mindestens ein Jahr. Die Vergütung erfolgt nach Haustarif. Einsatzort ist die Geschäftsstelle in Berlin. Nach Absprache kann die Stelle auch als freie Mitarbeit gegen Rechnungslegung besetzt werden.

Aufgabenprofil:

- Sie unterstützen bei der Administration von Aktionen wie dem „Weltspieltag“, den „Aktionstagen zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ u. ä.

- Sie übernehmen diverse Recherchetätigkeiten

- Sie unterstützen bei der redaktionellen Arbeit

- Sie betreuen die Webseiten und pflegen die Datenbanken

- Sie unterstützen bei der Vorbereitung und Durchführung von Fachtagungen und Presseterminen

- Sie beraten Antragsteller*innen und unterstützen bei der Abwicklung inkl. Abrechnung von geförderten Projekten

Wir erwarten:

- Sie arbeiten sehr selbstständig und gewissenhaft

- Sie sind kontaktfreudig und kommunikativ

- Sie verfügen über gute Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und Grammatik sowie eine hohe Textsicherheit

- Sie identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Kinderhilfswerkes (www.dkhw.de)

- Sie haben Interesse an oder gar Erfahrungen mit kinderfreundlicher Stadt-, Freiflächen- und Verkehrsplanung, Spiel- und Bewegungsförderung sowie partizipativen Planungsprozessen und Kinderrechten

- Sie haben eine gültige Immatrikulation an einer deutschen (Fach-)Hochschule.

Bewerbungen mit Lebenslauf, relevanten Zeugnissen und Anschreiben bitte an Frau Claudia Neumann (Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendbeteiligung) unter jobs@dkhw.de

Mehr Infos: Stellenausschreibung Studentische Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Projektassistenz in Teilzeit

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13.
Test
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