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Newsletter Kinderpolitik
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Inhalt dieses Newsletters
1. Verbände übergeben Unterschriften von Petition gegen Kinderarmut
2. Deutsches Kinderhilfswerk: Steigende Kinderarmutszahl in Deutschland kommt nicht überraschend
3. Bundestagswahl 2017 - Welche Rolle spielen Kinderrechte?
4. U18-Bundestagswahl am 15.09.2017: Mehr als 1.600 Wahllokale für Kinder und Jugendliche
5. Bertelsmann-Studie: Kita-Qualität steigt, hängt aber vom Wohnort ab
6. Bildungsmonitor 2017: Fortschritt der Länder stagniert – Bildungsagenda notwendig
7. Deutsches Kinderhilfswerk und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordern Rauchverbot in Autos
8. Gamescom 2017: Exzessive Mediennutzung birgt Risiken
9. Studie erforscht partnerschaftliche Arbeitszeiten aus Kinder - und Elternsicht
10. „In Kinder investieren“ – EU-Think Tank untersucht Fortschritte der Kommissionsempfehlung
11. Digitale Toolbox unterstützt bei Projekten zur Integration junger Geflüchteter
12. Deutsches Kinderhilfswerk freut sich auf mehr als 100.000 Besucher/innen beim Weltkindertagsfest in Berlin
13. Spielmobilkongress "Rettet das Spiel!" vom 27.09. bis 01.10.2017 in Karlsruhe
14. Freie Restplätze für den internationalen Masterstudiengang „Childhood Studies and Children’s Rights“ an der FH Potsdam
1.
Verbände übergeben Unterschriften von Petition gegen Kinderarmut

Die Nationale Armutskonferenz, das Deutsche Kinderhilfswerk und der Deutsche Kinderschutzbund übergeben die mehr als 37.000 Unterschriften der Online-Kampagne „Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut“ an die Parteien. Mit dieser gemeinsamen Kampagne machen Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie Familien- und Kinderrechtsorganisationen auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam. Nach Angaben der Verbände leben rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland in Armut.

Am 28.08.17 wurden die Unterschriften dem CDU-Generalsekretär Peter Tauber und am 13.09.2017 der Parteivorsitzenden der Linken Katja Kipping übergeben. Am 16.09.2017 erfolgt die Übergabe an Katja Suding, FDP und am 19.09.2017 an Bettina Jarasch, Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen.

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, sagte anlässlich der Übergabe an Frau Kipping: „Es ist erschreckend, dass Kinder aus armen Verhältnissen sozial häufiger isoliert, gesundheitlich beeinträchtigt und in ihrer gesamten Bildungsbiografie deutlich belasteter sind als Kinder in gesicherten Einkommensverhältnissen. Die Tatsache, dass trotz guter konjunktureller Rahmendaten die Kinderarmut in Deutschland auf einem skandalös hohen Niveau verharrt, macht deutlich, dass wir ein strukturelles Problem haben, dem Politik und Gesellschaft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Kompetenzen entgegentreten müssen.“

Mehr Infos: Zur Petition und Gemeinsame Pressemitteilung der Nationalen Armutskonferenz, des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Deutschen Kinderschutzbundes vom 13.09.2017

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2.
Deutsches Kinderhilfswerk: Steigende Kinderarmutszahl in Deutschland kommt nicht überraschend

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert angesichts der am 29.08.2017 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen in Deutschland an die Parteien, das Thema Kinderarmut in der neuen Legislaturperiode endlich zur Priorität zu machen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Armutsgefährdungsquote der unter 18-Jährigen in Deutschland von 2015 auf 2016 erneut angestiegen. Damit liegt die Kinderarmutsquote weiter deutlich über dem der Gesamtbevölkerung. Hier muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes dringend gehandelt werden.

„Für uns kommt die gestiegene Quote armutsgefährdeter Kinder nicht überraschend, sondern ist ein Zeichen verpasster Chancen und fehlender Anstrengungen in Deutschland, um dieses wichtige Thema anzugehen. Während sich die Zahl armer Kinder, die in Deutschland geboren sind, auf einem erschreckend hohen Niveau eingependelt hat, war es absehbar, dass ein großer Teil der zu uns geflüchteten Kinder und ihre Familien in die Armutsstatistik eingehen. Die Gründe sind naheliegend, da sie beispielsweise keine Arbeitserlaubnis haben, noch nicht ausreichende Sprachkenntnisse erwerben konnten oder auf die Anerkennung eines Abschlusses warten. Von der nächsten Bundesregierung erwarten wir, dass das Thema Kinderarmut endlich ganz oben auf die Agenda genommen wird und strukturelle sozialpolitische Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut schnellstmöglich angegangen werden“, betonte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Mehr Infos: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 29.08.2017

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3.
Bundestagswahl 2017 - Welche Rolle spielen Kinderrechte?

Anlässlich der Bundestagswahl am 24.09.2017 hat die National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention die Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, FDP, DIE LINKE und SPD dazu befragt, was sie in der kommenden Legislaturperiode zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention tun wollen.

Es wurden Fragen zu zehn Themenbereichen formuliert. Dabei handelt es sich um einen Ausschnitt von Themen, bei denen es sich aus Sicht der National Coalition um die dringlichsten Aufgaben zur Verwirklichung der Kinderrechte in Deutschland handelt. Die Politik steht in der Verantwortung, geeignete Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Lebenssituation junger Menschen zu schaffen. Es müssen konkrete Handlungsschritte zur Verwirklichung der Kinderrechte erfolgen, deren Umsetzung stetig überwacht wird. Die Fragen an die Parteien wurden Anfang Mai 2017 versandt. Die Antworten wurden nun veröffentlicht.

Auch die Kinderrechtsorganisation terre des hommes hat bei den Parteien nachgefragt, was sie konkret für die Umsetzung der Kinderrechte machen wollen. Die 21 Fragen sind 6 thematischen Bereichen zugeordnet.

Mehr Infos: Meldung auf der Webseite der National Coalition (NC), Fragen der NC und Antworten der Parteien (PDF) und Fragen von terre des hommes und Antworten der Parteien

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4.
U18-Bundestagswahl am 15.09.2017: Mehr als 1.600 Wahllokale für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche wählen den Bundestag schon am 15.09.2017. Neun Tage vor der regulären Bundestagswahl können alle unter 18 Jahren ihre Stimme bei der U18-Wahl abgeben. U18 wird von Kindern und Jugendlichen für Gleichaltrige organisiert. Bundesweit öffnen Wahllokale in Jugendclubs, Räumen von Jugendverbänden, Schulen, Fußgängerzonen, auf Marktplätzen und Sportplätzen. Wählen darf, wer sonst wegen seines Alters noch nicht darf. Die Nationalität spielt keine Rolle.

Die Hürden für die U18-Teilnahme sind niedrig. Kinder und Jugendliche melden – mit oder ohne Unterstützung von Erwachsenen – ein Wahllokal auf u18.org an. Sie bereiten alles Notwendige vor: Wahlraum, Wahlkabinen, Wahlurne. Notwendiges Material entwickeln sie selbst oder nutzen, was von der Bundeskoordinierungsstelle bereitgestellt wird. Stimmzettel werden zum Beispiel dort auf Basis der offiziellen Stimmzettel erstellt, nachdem die Wahlleiter über die Zulassung der Parteien entschieden haben. In allen Bundesländern sorgen Landeskoordinator/innen dafür, dass die Informationen in alle Richtungen fließen.

Bereits mehr als 1.600 Wahllokale sind registriert und freigeschaltet, täglich wächst die Zahl. Im Grunde können alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit mitmachen, wenn die Kinder und Jugendlichen Lust auf U18 haben. Auch Schulen begeistern sich für U18. Organisiert und getragen wird die U18-Wahl vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk.

Mehr Infos: Webseite der U18-Wahl

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5.
Bertelsmann-Studie: Kita-Qualität steigt, hängt aber vom Wohnort ab

Die Qualität der Kitas in Deutschland steigt. Wie gut eine Kita ist, zeigt zum Beispiel der Personalschlüssel, der sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. Während im März 2012 eine Fachkraft rein rechnerisch noch 4,8 Krippenkinder betreut hat, waren es im März 2016 nur noch 4,3 Kinder. In Kindergartengruppen verbesserte sich der Personalschlüssel von 9,8 auf 9,2 Kinder pro Fachkraft.

Dennoch gibt es in Deutschlands Kitas vor allem wegen der regionalen Unterschiede noch Nachholbedarf. Schon im Nachbarort kann die Kita-Qualität erheblich besser oder schlechter sein – das zeigt das am 28.08.2017 veröffentlichte Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung. Es ist also der Wohnort, der innerhalb Deutschlands über die Bildungschancen von Kindern entscheidet. Zusätzlich droht eine weitere Verschärfung des Fachkräftemangels in Kitas.

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt bei Bund, Ländern und Kommunen weitere Kraftanstrengungen zur Verbesserung der Kita-Qualität in Deutschland an. Nur so kann aus Sicht des Verbandes die im Vergleich zum Vorjahr derzeitig herrschende Stagnation beim Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen überwunden werden. Dazu braucht es aus Sicht des Verbandes bundeseinheitliche Kita-Qualitätsstandards.

Mehr Infos: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung, Webseite des Ländermonitorings und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 28.08.2017

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6.
Bildungsmonitor 2017: Fortschritt der Länder stagniert – Bildungsagenda notwendig

Das Institut der deutschen Wirtschaft stellt im Bildungsmonitor 2017 im Jahresvergleich nur geringe Fortschritte bei der Entwicklung der Bildungssysteme in den Bundesländern fest. Als größten Herausforderungen gelten laut der Studie der demografische Wandel, die Digitalisierung und die Integration.

Die leistungsfähigsten Bildungssysteme haben im Bildungsmonitor 2017 Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Am stärksten konnte in den zurückliegenden Jahren das Saarland zulegen. Die zweitstärkste Verbesserung weist seit dem Bildungsmonitor 2013 Hamburg auf. Stagniert haben die Ergebnisse in den letzten Jahren in Thüringen. Dies sind die zentralen Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitor 2017. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) untersucht, inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.

Die genannten Herausforderungen machen deutlich: Eine Reformagenda für das Bildungssystem ist notwendig. Diese ist Teil des 14. INSM-Bildungsmonitors. Sie deckt einen Mehrbedarf an Bildungsinvestitionen von 12 Milliarden Euro jährlich auf. Dieses Geld soll zielgerichtet zur Gestaltung der Digitalisierung und des demografischen Wandels sowie für die Integration von Zuwander/innen eingesetzt werden.

Mehr Infos: Pressemitteilung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (PDF) und Bildungsmonitor 2017 mit verschiedenen Grafiken

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7.
Deutsches Kinderhilfswerk und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordern Rauchverbot in Autos

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordern ein gesetzliches Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren. In einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung schlagen die Verbände eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung vor, um Kinder und Jugendliche auch in diesem Bereich vor den massiven Gefahren des Passivrauchens zu schützen. Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums haben ergeben, dass die Giftstoffbelastung durch Raucherinnen und Raucher im Auto extrem hoch ist und selbst bei leicht geöffnetem Fenster die Konzentration mancher toxischer Partikel teils fünfmal so hoch ist wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe. Deshalb reichen nach Ansicht des DKHW und des BVKJ Appelle allein nicht mehr aus. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen muss hier gesetzlich abgesichert werden.

„Viele europäische Länder schützen Kinder und Jugendliche in Fahrzeugen bereits durch ein gesetzliches Rauchverbot, beispielsweise in Frankreich, Finnland, Großbritannien und Italien. Studien in Kanada, wo es in weiten Teilen des Landes bereits seit längerer Zeit ein entsprechendes gesetzliches Rauchverbot gibt, haben gezeigt, dass das Rauchen in Autos in Anwesenheit von Kindern dadurch deutlich abgenommen hat. Diesen Beispielen sollten wir unseren Kindern zuliebe umgehend folgen“, betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Laut Deutschem Krebsforschungszentrum sind rund eine Million Kinder in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt. Ein Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren, befürworten nach Ergebnissen des Gesundheitsmonitors 2014 rund 87 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Eine Expertise des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages von Oktober 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass ein Rauchverbot in Fahrzeugen mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Mehr Infos: Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte vom 08.09.2017 und gemeinsamer Appell mit gesetzlichem Formulierungsvorschlag (PDF)

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8.
Gamescom 2017: Exzessive Mediennutzung birgt Risiken

Anlässlich der Computerspielemesse gamescom, die vom 22. bis 26.08.2017 in Köln stattgefunden hat, informierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über Herausforderungen und Risiken der virtuellen Welt. Aktuellen Zahlen der BZgA zufolge, ist die Zahl der computerabhängigen Jugendlichen gestiegen.

Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren sind pro Woche im Durchschnitt etwa 22 Stunden mit Computerspielen oder der Internetnutzung beschäftigt. Die Zahlen der BZgA belegen, dass sich der Anteil computerspiel- und internetbezogener Störungen bei männlichen Jugendlichen von 3,0 Prozent im Jahr 2011 auf 5,3 Prozent im Jahr 2015 erhöht hat. Bei den weiblichen Jugendlichen hat sich der Anteil in diesem Zeitraum von 3,3 Prozent auf 6,2 Prozent fast verdoppelt. Insgesamt nutzen Jungen bevorzugt Computerspiele, Mädchen hingegen interessieren sich vor allem für die sozialen Medien.

Im Rahmen des BZgA-Präventionsprogramms „Ins Netz gehen“ werden Jugendliche im Alter ab 12 Jahren sowie ihre Bezugspersonen in Elternhaus und Schule angesprochen. Für Schulen wurde das Programm „Net-Piloten“ entwickelt. Bei dem auf dem Peer-Ansatz beruhenden „Net-Piloten“-Konzept werden Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren zur eigenverantwortlichen, maßvollen Nutzung von Computer und Internet geschult, um dann als Multiplikator/innen ihr Wissen in Workshops für jüngere Jahrgänge weiterzugeben. Dabei werden sie inhaltlich von Lehrkräften und Fachkräften der Suchtprävention vor Ort unterstützt. Begleitend werden die Familien der Jugendlichen durch themenspezifische Elternabende in das Projekt eingebunden.

Mehr Infos: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (PDF)

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9.
Studie erforscht partnerschaftliche Arbeitszeiten aus Kinder - und Elternsicht

Zu arbeiten und Familie zu haben, ist heute Wunsch und Wirklichkeit für die meisten Mütter und Väter in Deutschland. Auch für einen Großteil der Kinder ist es selbstverständlich, dass beide Eltern berufstätig sind. Dass aber Mütter und Väter vollzeitnah arbeiten und ähnlich viel Zuwendungszeit für Kinder aufbringen, ist eher eine Seltenheit.

Wie erleben die Kinder ihre Eltern, die sich die Verantwortung für Kinder genauso teilen wie die Verantwortung, für das Auskommen der Familie zu sorgen? Wie leben und erleben sie ihre Eltern zwischen Familie und Beruf, ihre Arbeitszeiten und ihre Zeit für Familie? Wie erleben sie ihre Mütter und Väter als Bezugspersonen – und wie zufrieden sind sie damit? Das Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer ist diesen Fragen in einem explorativen Forschungsprojekt nachgegangen und hat neue, erfrischende Einblicke gewonnen, die die Debatte um Vereinbarkeit bereichern.

Die in diesem Kurzbericht vorgestellten Erkenntnisse aus Interviews mit Eltern und ihren Kindern machen die Erfahrungswelten der Kinder wie auch die der Eltern anschaulich. Kinder wie Eltern überzeugen in klarer, unmittelbarer Sprache von einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit, die zu einem guten Aufwachsen von Kindern und zu stabilen Familien beiträgt. Der Bericht zeigt auch, was Eltern dabei unterstützt, die gewünschte Partnerschaftlichkeit umzusetzen: eine gut funktionierende Ganztagsbetreuung für Schulkinder, flexible Arbeitszeitoptionen über das "Entweder-Oder" von Voll- oder Teilzeitstellen hinaus und finanzielle Unterstützung, damit Zeit für Familie nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Mehr Infos: "Monitor Familienforschung" Newsletter des BMFSFJ und Studie „Partnerschaftliche Arbeitszeiten aus Kinder - und Elternsicht“ (PDF)

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10.
„In Kinder investieren“ – EU-Think Tank untersucht Fortschritte der Kommissionsempfehlung

Die EU-Kommission arbeitet seit mehreren Monaten an einer Bestandsaufnahme zur Empfehlung „In Kinder investieren: den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ In diesem Zusammenhang hatte die EU-Kommission ihren Think Tank ESPN (Europäisches Netzwerk für Sozialpolitik) beauftragt, Einzelberichte zu den Fortschritten bei der Umsetzung der Empfehlung in den EU-Mitgliedstaaten zu erarbeiten. Die Einzelberichte für die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie sieben weitere europäische Staaten liegen nun online vor. Darüber hinaus hat das Netzwerk einen Synthesebericht veröffentlicht, der die Ergebnisse zusammenführt und so einen Überblick über die Situation in der EU bietet.

Zusammengefasst lautet die Einschätzung des Syntheseberichts, dass die Fortschritte der Mitgliedstaaten als bescheiden zu bezeichnen seien. Die insgesamt in der EU relativ stabil bleibende Quote an Kindern, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, lag 2015 bei 27 Prozent. Besorgnis erregend sei daneben die große Schere zwischen den zehn Staaten, die am besten (14-20 Prozent), und den sieben Staaten, die am schlechtesten abschneiden (36-58 Prozent).

Die Empfehlung „In Kinder investieren: den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ aus dem Jahr 2013 forderte die EU-Mitgliedstaaten auf, einen integrierten Ansatz bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung von Kindern zu verfolgen. Die Kommission hatte dafür drei tragende Säulen identifiziert sowie mit Maßnahmen unterfüttert: Erstens, den Zugang zu ausreichenden Ressourcen, zweitens, den Zugang zu bezahlbaren Dienstleistungen und drittens, das Recht von Kindern auf Teilhabe.

Mehr Infos: Länderberichte (Englisch), Synthesebericht (Englisch, PDF) und Empfehlung der Kommission (2013/112/EU) „Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ (PDF)

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11.
Digitale Toolbox unterstützt bei Projekten zur Integration junger Geflüchteter

Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ hat eine digitale Toolbox veröffentlicht. Diese unterstützt unter anderem Mitarbeitende der Kommunalverwaltung, Landräte und Bürgermeister/innen mit Checklisten, Leitfragen und Kontakten vor Ort bei Prozessen zur Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien.

„Willkommen bei Freunden“ unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Aufnahme und Betreuung geflüchteter Kinder und Jugendlicher. Das übergreifende Ziel des Programms ist es, gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren vor Ort daran zu arbeiten, jungen Geflüchteten den Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.

Mehr Infos: Digitale Toolbox

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12.
Deutsches Kinderhilfswerk freut sich auf mehr als 100.000 Besucher/innen beim Weltkindertagsfest in Berlin

„Kindern eine Stimme geben!“ – Unter diesem Motto erwartet das Deutsche Kinderhilfswerk mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher zum bundeszentralen Weltkindertagsfest am 17.09.2017 in Berlin. Das Fest findet von 11 bis 18 Uhr rund um den Potsdamer Platz statt. Die Besucher/innen können sich auf rund 100 kostenlose Informationsangebote zu Kinderrechten und zahlreiche Spiel- und Bastelaktionen für Kinder und Familien freuen.

Das Berliner Weltkindertagsfest ist das größte nichtkommerzielle Kinderfest in Deutschland und die bundeszentrale Hauptveranstaltung zum Weltkindertag. Im Mittelpunkt stehen dabei die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte. Das Motto „Kindern eine Stimme geben!“ für den diesjährigen Weltkindertag wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk gemeinsam mit UNICEF Deutschland festgelegt. Damit rufen die Kinderrechtsorganisationen im Vorfeld der Bundestagswahl gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen. Im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder, in Schulen und Kitas, in Städten und Gemeinden, aber auch auf Landes- und Bundesebene müssen Kinder und Jugendliche Gelegenheiten bekommen, ihre Ideen und Meinungen einzubringen.

Zum Weltkindertag finden bundesweit viele hundert Aktionen statt. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland nutzen den Weltkindertag am 20.09.2017 gemeinsam mit zahlreichen anderen Kinder- und Jugendorganisationen, um mit Aktionen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Situation der Kinder und ihre Rechte aufmerksam zu machen.

Mehr Infos: Webseite des Weltkindertages und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 11.09.2017

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13.
Spielmobilkongress "Rettet das Spiel!" vom 27.09. bis 01.10.2017 in Karlsruhe

Der 45. Internationale Spielmobilkongress findet vom 27.09. bis 01.10.2017 in Karlsruhe statt. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Handelns und Denkens steht die Kunst, sich spielerisch selbst zu bilden und das Recht der Kinder auf zweckfreies, selbstbestimmtes Spiel.
Die Macht und damit die Verantwortung, den Rahmen für eine gelingende Kindheit zu schaffen, liegt bei uns Erwachsenen.

Die Initiator/innen des Kongresses bürgen dafür, dass genau diese Verantwortung nachdrücklich, eindrücklich und vehement in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt wird. Sie laden ein, gemeinsam in Bewegung zu sein, zum spielerischen Forschen im Tun und im Denken. Und sie freuen sich auf viele Menschen, die ihr Anliegen teilen: Das Recht der Kinder auf zweckfreies und selbstbestimmtes Spiel zu verwirklichen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt den Spielmobilkongress und beteiligt sich am Symposium, welches im Rahmen des Kongresses veranstaltet wird.

Mehr Infos: Webseite zur Veranstaltung und Anmeldung

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14.
Freie Restplätze für den internationalen Masterstudiengang „Childhood Studies and Children’s Rights“ an der FH Potsdam

Für den internationalen Masterstudiengang "Childhood Studies and Children's Rights" an der Fachhochschule Potsdam gibt es noch Restplätze zu vergeben! Studienstart ist am 12.10.2017. Das englischsprachige Programm dauert drei Semester und hat unter anderem die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte: Menschenrechte, Kinderrechte, nationale und internationale NGOs sowie Forschung und Ausbildung im Bereich Kindheit und Kinderrechte.

Mehr Infos: Webseite des Masterstudienganges “Childhood Studies and Children’s Rights” und Kontakt

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