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Newsletter Kinderpolitik
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Inhalt dieses Newsletters
1. Staatsrechtler für die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz
2. Kinderreport Deutschland 2018 veröffentlicht
3. 4. World Vision Studie: Politik vernachlässigt Kinderrechte weiterhin – Integration und Partizipation von Kinder leiden
4. Deutsches Kinderhilfswerk: Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD mit Licht und Schatten
5. PISA-Studie: Lesen im digitalen Medium geht anders
6. Internetguide für Eltern veröffentlicht
7. PISA-Sonderauswertung zum Schulerfolg sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler: Durch ein geordnetes Lernumfeld können die sozial schwächsten zu den leistungsstärksten gehören
8. Studie der Bertelsmann-Stiftung: Lehrermangel in Grundschulen verschärft sich
9. Deutsches Kinderhilfswerk veröffentlicht Broschüre und Projektfilm zu „Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche“
10. „Kinder brauchen Freiräume“ – UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk geben Motto zum Weltkindertag 2018 bekannt
11. Infotage zum Programm „KULTUR MACHT STARK“
12. Jetzt noch schnell anmelden: Offenes Treffen des BundesNetzwerkes Kinder- und Jugendbeteiligung im März 2018 in Saarbrücken
1.
Staatsrechtler für die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz

Ein im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes erstelltes Rechtsgutachten spricht sich für die explizite Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz aus. Die Gutachter Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann und Dr. Philipp B. Donath von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main kommen zu der Einschätzung, dass die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland durch die aktuelle Rechtslage nicht abgesichert ist. So besteht ein erhebliches Umsetzungsdefizit in Rechtsprechung und Verwaltung, da die Kinderrechte durch eine völkerrechtsfreundliche Auslegung des Grundgesetzes oder eine Kombination mit anderen Verfassungsnormen erst kompliziert hergeleitet werden müssen.

Das Gutachten analysiert Gerichtsentscheidungen in verschiedenen Rechtsgebieten und kommt zu dem Schluss, dass eindeutige Formulierungen im Grundgesetz zum besseren Verständnis und zu mehr Rechtssicherheit beitragen würden, so dass eine angemessenere Berücksichtigung von Kinderrechten durch Gerichte, die Verwaltung und den Gesetzgeber zu erwarten sei. Das Gutachten stellt auch fest, dass ausdrückliche Kindergrundrechte ein deutlicher und rechtsstaatlich hinreichend bestimmter Bestandteil der Werteordnung des Grundgesetzes wären und damit die Anwendung sämtlichen Rechts prägen könnten. Es geht bei der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz somit nicht nur um die symbolische Funktion einer Verfassungsänderung, sondern um tatsächliche rechtliche Auswirkungen.

Kinderrechte im Grundgesetz sollten laut Gutachten den Vorrang des Kindeswohls, Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche sowie Entwicklungs- bzw. Entfaltungsrechte der kindlichen Persönlichkeit beinhalten. „Kinderrechte können in das Grundgesetz aufgenommen werden, ohne das grundsätzliche Verhältnis von Kindern, Eltern und Staat anzutasten. Eine Stärkung der Rechte von Kindern führt nicht automatisch zu einer Schwächung der Rechte von Eltern. Im Gegenteil erhalten Eltern dadurch bessere Möglichkeiten, die Rechte ihrer Kinder gegenüber staatlichen Einrichtungen durchzusetzen“, sagte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks Thomas Krüger.

Mehr Infos: <link presse pressemitteilungen presse-details staatsrechtler-fuer-kinderrechte-im-grundgesetz>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 25.01.2018 und <link unsere-arbeit schwerpunkte kinderrechte guteachten-kinderrechte-ins-grundgesetz>Infoseite zum Gutachten

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2.
Kinderreport Deutschland 2018 veröffentlicht

Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland stellt Staat und Gesellschaft ein schlechtes Zeugnis bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aus. Rund drei Viertel sind der Ansicht, dass diese "eher wenig" oder "sehr wenig" tun, um Kinderarmut wirkungsvoll entgegenzutreten. Neben diesem unzureichenden Engagement sind zu geringe Einkommen der Eltern durch prekäre Arbeitsverhältnisse sowie die zu geringe Unterstützung für Alleinerziehende die wichtigsten Auslöser für Kinderarmut in Deutschland. Das sind die zentralen Ergebnisse des Kinderreports 2018 des Deutschen Kinderhilfswerkes, der am 01.02.2018 veröffentlicht wurde.

Bei der Frage, wie die Kinderarmut in Deutschland bekämpft werden sollte, fordert ein Großteil der Bevölkerung eine umfassende Veränderung politischer Rahmenbedingungen. Dazu gehören die Unterstützung von einkommensschwachen Familien mit Lehrmittelfreiheit, kostenfreie Beteiligungsmöglichkeiten an Bildung, Kultur und Sport, sowie kostenlose Ganztagsbetreuung und kostenfreies Essen in Schulen und Kitas. Auch bei der Frage nach der Finanzierung der notwendigen Maßnahmen gibt es eine große Übereinstimmung: Knapp zwei Drittel der befragten Erwachsenen wären bereit, mehr Steuern zu bezahlen, wenn damit das Problem der Kinderarmut in Deutschland wirksam bekämpft würde. Gleichlautende Bekundungen finden sich in fast allen politischen Lagern.

Für den Kinderreport 2018 des Deutschen Kinderhilfswerkes führte das Politikforschungsinstitut Kantar Public zwei Umfragen, eine unter Kindern und Jugendlichen (10- bis 17-jährige) und eine unter Erwachsenen (ab 18-jährige), in Deutschland durch. Befragt wurden insgesamt 1.621 Personen, davon 620 Kinder und Jugendliche sowie 1.001 Erwachsene.

Mehr Infos: <link unsere-arbeit schwerpunkte kinderrechte kinderreport-2018>Kinderreport Deutschland 2018 und Presseresonanz sowie <link presse pressemitteilungen presse-details kinderreport-2018-des-deutschen-kinderhilfswerkes-grosse-mehrheit-der-bevoelkerung-in-deutschland-for>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 01.02.2018

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3.
4. World Vision Studie: Politik vernachlässigt Kinderrechte weiterhin – Integration und Partizipation von Kinder leiden

Am 15.02.2018 wurde die 4. World Vision-Studie unter dem Titel „Kinder in Deutschland 2018 – Was ist los in unserer Welt“ veröffentlicht. Seit 2007 fragt die World Vision-Studie in Abständen von drei bis vier Jahren Kinder nach ihren Erfahrungen mit Familie, Freunden und Schule, aber auch nach Ängsten und Hoffnungen. Für die diesjährige Studie wurden über 2.500 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren deutschlandweit befragt. Der Schwerpunkt der Kinderstudie dieses Jahr ist das Thema Flucht.

Die Kinderstudie zeigt erneut grundsätzliche Probleme bei der Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland auf. Noch immer herrschen 20% Kinderarmut und eine hohe Abhängigkeit der Lebensqualität und der Zukunftschancen vom Einkommen der Eltern. Weiterhin wird die Integration und das Wohlbefinden geflüchteter Kinder durch die Abschottung in Aufnahme- und Abschiebezentren aufs Spiel gesetzt. „Die zentrale Unterbringung geflüchteter Kinder verhindert Integration. Unsere Studie belegt: Die Kinder müssen so schnell wie möglich raus aus den Aufnahmezentren und rein ins normale Leben“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.

Anlässlich des Erscheinens der Studie fordert World Vision eine kohärente Politik für Kinder und die konsequente Umsetzung der UN-Kinderrrechtskonvention. Es wird die Einsetzung eines Bundesbeauftragten, der die Umsetzung von Kinderrechten in der deutschen Politik koordiniert, gefordert. Weiterhin fordert World Vision die Pläne für bundesweit geplante Aufnahme- und Rückführungszentren, so genannte ANkER-Einrichtungen, aufzugeben.

Mehr Infos: <link https: www.worldvision.de informieren institut vierte-kinderstudie>4. World Vision Studie und <link http: www.zeit.de kinder-deutschland-studie-familienforschung-sabine-andresen external-link-new-window external link in new>Interview mit Familienforscherin Prof. Dr. Sabine Andresen sowie <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-naechste-bundesregierung-steht-vor-grossen-kinderpolitischen-baustellen>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 15.02.2018

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4.
Deutsches Kinderhilfswerk: Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD mit Licht und Schatten

Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht im Koalitionsvertrag von Union und SPD für Kinder und Familien in Deutschland Licht und Schatten. „Wir sehen im Koalitionsvertrag eine Reihe von Maßnahmen, die die Situation von Kindern und ihren Familien verbessern werden. Dazu zählen die Erhöhung und angestrebte Entbürokratisierung von Kinderzuschlag und Kindergeld, die Erhöhung des Schulstarterpakets und der Wegfall der Eigenanteile für arme Kinder beim Mittagessen in Schulen und Kitas und bei der Schülerbeförderung. Diese Einzelmaßnahmen sind richtig und wichtig, aber wir vermissen ein Gesamtkonzept, das Kinder nachhaltig aus der Armut herausführt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Gleichzeitig ist es aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein Unding, dass es bei den Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder keine Verbesserungen geben soll, um diese auf ein armutsfestes Niveau anzuheben und längerfristig die Bedarfe von Kindern auf eine solide Berechnungsgrundlage zu stellen. Zudem hätten wir uns wirkungsvolle Schritte hin zu einer Kindergrundsicherung gewünscht“, so Hofmann weiter.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sind der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter und vor allem die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Investitionen im allgemeinen Bildungsbereich positiv zu vermerken. „Und natürlich freuen wir uns als Kinderrechtsorganisation ganz besonders über die vereinbarte Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz “, so Hofmann.

Für geflüchtete Kinder ist das Ergebnis des Koalitionsvertrages aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes eine große Enttäuschung. Das Deutsche Kinderhilfswerk lehnt das Konzept der sog. ANkER-Einrichtungen ab, da eine kindgerechte Unterbringung sowie der Zugang zu Bildung der geflüchteten Kinder von Anfang an sichergestellt werden muss. Auch die Regelungen zum Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte sieht das Deutsche Kinderhilfswerk kritisch.

Mehr Infos: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-koalitionsvertrag-von-cducsu-und-spd-mit-licht-und-schatten>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 07.02.2018 und <link https: www.cdu.de sites default files media dokumente koalitionsvertrag.pdf external-link-new-window external link in new>Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD

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5.
PISA-Studie: Lesen im digitalen Medium geht anders

Im Frühjahr 2018 steht mit der nächsten PISA-Erhebung zum dritten Mal ein umfassender Test der Lesekompetenz fünfzehnjähriger Schülerinnen und Schüler weltweit an. Prof. Johannes Naumann von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Privatdozentin Dr. Christine Sälzer von der TU München haben im Vorfeld erstmals nachgeweisen, dass sich die Fähigkeiten deutscher Schülerinnen und Schüler beim Lesen digitaler Texte nicht mit ihren Fähigkeiten beim Lesen gedruckter Texte decken. 

Danach erfordert das Lesen digitaler Texte zum Teil andere Kompetenzen als das Lesen gedruckter Texte. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um „Lesekompetenz“, aber die beiden Formen sind nicht deckungsgleich. Vielmehr stellt das Lesen digitaler Texte eine weitere, im gedruckten Format nicht erfasste Dimension der Lesekompetenz dar: Digitale Texte erfordern häufig in besonderem Maße und in einer für das digitale Medium spezifischen Form die selbstgesteuerte Auswahl und Bewertung von Textinformationen. Diese spezifischen Anforderungen meistern Schülerinnen und Schüler in Deutschland deutlich weniger gut als das Lesen „traditioneller“ gedruckter Texte.

Dabei hängt die Häufigkeit des Umgangs mit Computern und anderen digitalen Medien nicht stark damit zusammen, wie gut Jugendliche digitale Texte lesen und verstehen können. Dies war durchaus vermutet worden. Stattdessen zeigte sich, dass für eine gute digitale Lesekompetenz die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler gegenüber Informations- und Kommunikationstechnologien besonders wichtig sind: Je mehr sich die Jugendlichen hier zutrauen, desto besser können sie digitale Texte lesen und verstehen.

 Mehr Infos: <link http: www.muk.uni-frankfurt.de>Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt

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6.
Internetguide für Eltern veröffentlicht

Ein neuer Online-Internetguide hilft Eltern ihre Kinder bei der Nutzung von Apps, Spielen, Websites und sozialen Netzwerken kompetent zu begleiten. Dazu gehören altersgerechte Informationen über die sichere Mediennutzung von Kindern, empfohlene Angebote und Möglichkeiten für den Jugendschutz. Die Plattform stellt außerdem aktuelle Medienphänomene und ihre möglichen Herausforderungen vor. Eltern erfahren, welche Rolle sie bei der Medienerziehung ihrer Kinder spielen können und welchen Einfluss Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben.

Ergebnisse der Elternbefragung im Rahmen der Studie „Jugendmedienschutzindex – Umgang mit onlinebezogenen Risiken" haben im letzten Jahr Defizite beim Wissen über Jugendmedienschutz und Medienerziehung aufgezeigt. Der neue Internetguide für Eltern adressiert diese Problematik mit zielgruppengerechten, kompakten und umfassenden Informationen. Mit Hilfe eines interaktiven Fragebogens (Guided Tour) gelangen Eltern gezielt zu passgenauen Inhalten und Hilfestellungen, die Antworten auf die von ihnen gestellten Fragen und Bedürfnisse geben. Ausgangspunkt bildet dabei das Alter des Kindes (Kleinkind, frühe Kindheit, Grundschulalter, Adoleszenz und Jugendalter).

Durch den einfachen Zugang zu passenden Inhalten, aber auch durch audiovisuelle Formate sowie einfache und klare Sprache werden auch Eltern erreicht, die von klassischen Webangeboten oder Methoden der Elternarbeit bislang nicht erreicht werden. Ein breites Partnernetzwerk garantiert sowohl die fachlich-pädagogische Betreuung des Angebots als auch die Verbreitung über viele Kommunikationskanäle. Die Partner Deutsches Kinderhilfswerk, fragFINN, FSM, JFF und klicksafe sind an der inhaltlichen Gestaltung des Guides beteiligt.

Mehr Infos: <link http: elternguide.online>Internetguide für Eltern und <link presse pressemitteilungen presse-details safer-internet-day-neue-onlineplattform-gibt-eltern-altersspezifische-informationen-fuer-die-sichere>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 06.02.2018

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7.
PISA-Sonderauswertung zum Schulerfolg sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler: Durch ein geordnetes Lernumfeld können die sozial schwächsten zu den leistungsstärksten gehören

Schülerinnen und Schüler aus eher bildungsfernen Elternhäusern erbringen vor allem dann gute schulische Leistungen, wenn sie an Schulen mit hoher sozialer Mischung unterrichtet werden und der Unterricht in einem geordneten Rahmen stattfindet. Dies geht aus einer PISA-Sonderauswertung hervor, die die OECD mit Förderung der Vodafone Stiftung Deutschland erstellt hat.

Die Studie „Erfolgsfaktor Resilienz“ ging der Frage nach, welche schulischen Faktoren die Resilienz von Schülerinnen und Schülern befördern. Als resilient gelten Schülerinnen und Schüler, wenn sie trotz eines eher bildungsfernen Elternhauses gute schulische Leistungen erbringen. In Deutschland ist zwischen 2006 und 2015 der Anteil resilienter Schülerinnen und Schüler von 25 auf 32,3 Prozent gestiegen. Untersucht man die schulischen Faktoren, die Resilienz beeinflussen, dann sind es in Deutschland aber auch in den meisten anderen Ländern vor allem die soziale Mischung an der Schule und die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler den Unterricht als störungsfrei und geordnet wahrnehmen.

Die Studienergebnisse geben Aufschluss über zwei Faktoren, die ein solch gutes Lernklima befördern können. Dies ist zum einen eine niedrige Lehrerfluktuation, durch die sich eine offene Kommunikation und vertrauensvolle Beziehungen entwickeln können. Zum anderen braucht es eine motivierende Schulleitung, der es gelingt, das Lehrerkollegium von einer gemeinsamen Mission zu überzeugen und auf strategische Ziele und Ergebnisse auszurichten.

Mehr Infos: <link https: www.vodafone-stiftung.de>PISA-Sonderauswertung „Erfolgsfaktor Resilienz“

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8.
Studie der Bertelsmann-Stiftung: Lehrermangel in Grundschulen verschärft sich

Die Schülerzahlen steigen, die Klassen werden heterogener und viele erfahrene Lehrkräfte gehen in den Ruhestand. Während an den weiterführenden Schulen erst gegen Mitte des nächsten Jahrzehnts ein Lehrerengpass entstehen wird, spüren die Grundschulen schon heute einen Anstieg an Schülerinnen und Schülern. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass bereits bis 2025 zirka 35.000 Lehrkräfte in Grundschulen fehlen werden.

An den Grundschulen wird sich in den kommenden Jahren die bereits heute spürbare Personalnot weiter zuspitzen. An den Universitäten werden gerade genug Lehrkräfte ausgebildet, um jene zu ersetzen, die alters- oder gesundheitsbedingt aus dem Schuldienst ausscheiden. Da aktuell die Schülerzahlen stark ansteigen, ist aber zusätzliches Personal nötig, vor allem im Zeitraum von 2021 bis 2025. Auch weil Ganztagsschulen ausgebaut und die individuelle Förderung weiterentwickelt werden, brauchen Deutschlands Grundschulen zusätzliche Lehrkräfte. Insgesamt müssen bis einschließlich 2025 knapp 105.000 Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer neu eingestellt werden.

Während der Anstieg der Schülerzahlen an den weiterführenden Schulen erst gegen Mitte des nächsten Jahrzehnts ankommen wird, spüren die Grundschulen schon heute den Schüler-Boom. Mit Blick auf den kurzfristigen Bedarf sollten die Länder deshalb vor allem Anreize dafür setzen, dass erfahrene Lehrkräfte mehr unterrichten – insbesondere Teilzeitkräfte und angehende Pensionäre.

Mehr Infos: <link http: www.bertelsmann-stiftung.de de themen aktuelle-meldungen januar lehrermangel-in-grundschulen-verschaerft-sich>Studie “Lehrermangel in Grundschulen verschärft sich”

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9.
Deutsches Kinderhilfswerk veröffentlicht Broschüre und Projektfilm zu „Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche“

Seit Anfang 2016 vermittelt das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit der Initiative HUCKEPACK Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Berlin. Den Kindern wird mit ihrer Patin oder ihrem Paten eine Vertrauensperson neben ihrer Familie an die Seite gestellt, an die sie sich bei Fragen oder Problemen wenden können und die sich als Wegweiser und Freunde für sie einsetzen.

Eine nun veröffentliche Broschüre bietet Antworten zu häufig gestellten Fragen zu Patenschaften mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Sie richtet sich an Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten, und an Organisationen, die ein Patenschaftsprojekt aufbauen möchten. Damit sollen Menschen ermuntert werden, sich als ehrenamtliche Patinnen und Paten zu engagieren und sich für eine gelingende Integration einzusetzen. Sie gibt Anregungen und Tipps für die Umsetzung des Engagements oder Projektes, weist aber auch auf die Herausforderungen hin, die bei Patenschaften mit Geflüchteten auftreten können.

Außerdem gibt das Deutsche Kinderhilfswerk mit einem Kurzfilm einen Einblick in die Patenschaften und möchte damit andere Menschen ermuntern, sich zu engagieren.

 Mehr Infos: <link unsere-arbeit aktuelle-projekte fluechtlingskinder-in-deutschland huckepack-patenschaften-fuer-fluechtlingskinder>Übersicht zum Patenschaftsprogramm „Huckepack“ und <link http: shop.dkhw.de de home external-link-new-window external link in new>Broschüre "F.A.Qs Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche" sowie <link https: www.youtube.com external-link-new-window external link in new>Film über "Huckepack" auf YouTube

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10.
„Kinder brauchen Freiräume“ – UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk geben Motto zum Weltkindertag 2018 bekannt

0Das Motto des diesjährigen Weltkindertags am 20. September lautet „Kinder brauchen Freiräume“. Damit rufen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder und Kommunen dazu auf, mehr Möglichkeiten zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Die Kinderrechtsorganisationen appellieren an Politikerinnen und Politiker, die Meinung der nachwachsenden Generation ernst zu nehmen und ihre Belange bei Entscheidungen, die sie betreffen, durchgehend zu berücksichtigen.

Anlässlich des Weltkindertags (20.09.2018) entwickeln bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kinder brauchen Freiräume“ Aktionen und machen mit Informationsständen auf die Kinderrechte aufmerksam. Am Sonntag, den 23.09.2018, finden in Berlin und in Köln unter demselben Motto die beiden größten Kinderfeste bundesweit statt. Dazu erwarten UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils 100.000 Besucherinnen und Besucher rund um den Potsdamer Platz in Berlin und im Kölner Rheingarten.

Mehr Infos: <link http: www.weltkindertag.de>Webseite des Weltkindertages und <link presse pressemitteilungen presse-details kinder-brauchen-freiraeume-unicef-und-deutsches-kinderhilfswerk-geben-motto-zum-weltkindertag-201>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 09.02.2018

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11.
Infotage zum Programm „KULTUR MACHT STARK“

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Im März und April veranstaltet das BMBF vier Infotage, um Bündnispartner und Multiplikatoren zu mobilisieren und Einblick in das Programm zu geben. Termine und Orte sind Bremen (6. März 2018), Nürnberg (15.03.2018), Mainz (21.03.2018) und Halle (Saale) (11.04.2018). Seit Januar 2018 ist auch das Deutsche Kinderhilfswerk Programmpartner und Förderer im Bundesprogramm "Kultur macht stark.

Ab sofort können sich lokale Akteure um Fördermittel bewerben. Die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung wird gefördert – von der Alltagskultur über  Digitalen Medien, Literatur und Musik bis hin zum Theater und Zirkus. Auch die Angebotsformate sind vielfältig: Schnuppertage, Wochen- und Halbjahreskurse, Ferienfreizeiten oder Workshops – fast alles ist möglich. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren und ermöglichen ihnen bessere Bildungschancen und kulturelle Teilhabe. Der Start des Förderprogramms des Deutschen Kinderhilfswerkes "It’s Your Party-cipation" ist für März 2018 geplant.

Mehr Infos: <link https: www.buendnisse-fuer-bildung.de de infotage-anmeldung.php>Anmeldung zu den Infotagen und<link unsere-arbeit schwerpunkte kultur-fuer-kinder kultur-macht-stark> Förderprogramm “It’s Your Party-cipation”

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12.
Jetzt noch schnell anmelden: Offenes Treffen des BundesNetzwerkes Kinder- und Jugendbeteiligung im März 2018 in Saarbrücken

Das BundesNetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein bundesweites Netzwerk von Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung. Kinder und Jugendliche haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen beteiligt zu werden. Das BundesNetzwerk setzt sich dafür ein, dass diesem Recht sowohl in der Alltagspraxis als auch durch konkrete gesetzliche Bestimmungen zur Durchsetzung verholfen wird.

Am 9. und 10.02.2018 wird das BundesNetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung mit dem jährlich stattfindenden offenen Treffen zu Gast in Saarbrücken sein. Das Treffen richtet sich an Interessierte und Aktive aus dem Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung, Moderatorinnen und Moderatoren sowie Trainerinnen und Trainer.

In thematischen Arbeitsgruppen werden im fachlichen Austausch Ansätze und Forderungen entwickelt, mit denen sich das BundesNetzwerk konkret zu beteiligungsrelevanten Themen positioniert; es werden Herausforderungen in der praktischen Beteiligungsarbeit diskutiert, Projekte vorgestellt, und ggf. kollegial beraten. Gleichzeitig bietet das Treffen viel Raum für freien Austausch, es wird eine Exkursion zu Beteiligungspraxis in Saarbrücken stattfinden, am zweiten Tag erfolgen Inputs von Expert/innen der Kinder- und Jugendbeteiligung zum Themenschwerpunkt „Blick über die Landesgrenzen hinaus“. Anmeldungen sind noch bis zum 28.02.2018 möglich.

Mehr Infos: <link http: www.kinderpolitik.de netzwerk termine>Programm sowie das Anmeldeformular zum offenen Treffen des BundesNetzwerkes

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