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Newsletter Kinderpolitik 10.03.22
Newsletter Kinderpolitik 10.03.22
Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk: Jeder Mensch muss in Frieden leben können. Menschen- und Kinderrechte achten.
2. Umfrage zum 50. Geburtstag des Deutschen Kinderhilfswerkes: Sinkende Kinderfreundlichkeit ist Alarmsignal
3. Umsetzung der EU-Kindergarantie: Breites Bündnis fordert ehrgeizige Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland
4. Deutsches Kinderhilfswerk bringt sich in aktuelles Berichtsverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention ein
5. Neue Website zu Menschenrechtsbildung online
6. Neue Handreichung: Was tun bei rechten Inhalten in Klassenchats?
7. Startschuss für neuen Digitalführerschein
8. Neues interaktives Fake News Lernmodul für Kinder
9. Bis 31. März sind Anträge bei Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes möglich
10. Neue Kinderrechteschule in Sachsen-Anhalt gesucht – Grundschulen können sich ab jetzt bewerben
11. Nachwuchs für den Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes gesucht
12. Einladung zum digitalen Kamingespräch „Beteiligung und Projektitis – Wie lässt sich auch innerhalb der kulturellen Projektarbeit nachhaltig wirkende Partizipation gewährleisten?“
1.
Deutsches Kinderhilfswerk: Jeder Mensch muss in Frieden leben können. Menschen- und Kinderrechte achten.

Die Ereignisse in der Ukraine machen betroffen und sprachlos. Und sie zeigen erneut, wie wenig Menschen- und Kinderrechte und die Interessen von Kindern und Familien berücksichtigt werden. Angesichts der dramatischen Entwicklungen brauchen Kinder und ihre Familien jetzt Notfallpläne, sichere Fluchtwege und Schutz. Wenn sich im Zuge des Krieges viele Flüchtende auf den Weg auch nach Deutschland machen, ist eines ganz klar: Sie sind hier willkommen, wir empfangen sie mit offenen Armen.

Die Aufnahme von geflüchteten Kindern ist eine humanitäre Verpflichtung unserer Gesellschaft. Für ihre Aufnahme und Integration gelten die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention, der Europäischen Grundrechtecharta und des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Diese schreiben eindeutig die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft sowie das Recht der Kinder auf Förderung, Schutz und Beteiligung vor. An diesen Eckpunkten muss sich eine staatliche Gesamtstrategie ausrichten.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ist es notwendig, dass neben ukrainischen Staatsangehörigen auch Kinder und Jugendliche aus Drittstaaten, deren Eltern beispielsweise in der Ukraine studiert oder gearbeitet haben und dort keinen langfristen Aufenthalt hatten, Aufnahme in Deutschland finden müssen. Eine Ungleichbehandlung ist mit den Vorgaben der UN-Kinderrechte unvereinbar.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat kurzfristig einen Hilfsfonds für geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Familien aus der Ukraine aufgesetzt, aus dem wir mit 200.000 Euro helfen. Da wir satzungsgemäß nur im Inland tätig sind, widmen wir uns den Kindern und Familien, die sich auf die Flucht nach Deutschland machen. Das heißt konkret: Wir finanzieren psychologische und medizinische Betreuung, Übersetzungen, Schulausstattungen, kindgerechte Freizeit- und Bildungsmaßnahmen – kurz: alles, was nötig ist, dass Kinder und Jugendliche so gut es geht in Deutschland ankommen und kindgerecht leben können.

Mehr Infos: Webseite mit Informationen zum Hilfsfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes, Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 04.03.22

Für Kinder: Webseite kindersache.de mit Informationen für Kinder zum Krieg in der Ukraine und Tipps zum Umgang mit schlechten Nachrichten und Angst

Für Fachkräfte: Überblicksseite des Paritätischen Gesamtverbandes zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext des Kriegs in der Ukraine

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die jemanden zum Reden brauchen: Nummer gegen Kummer

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2.
Umfrage zum 50. Geburtstag des Deutschen Kinderhilfswerkes: Sinkende Kinderfreundlichkeit ist Alarmsignal

Eine repräsentative Umfrage zum 50. Geburtstag des Deutschen Kinderhilfswerkes zeigt einen deutlichen Handlungsauftrag für Politik und Gesellschaft, mehr als bisher für ein kindgerechtes Deutschland zu tun. Das fängt bei der Kinderfreundlichkeit an: Nur 48 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Deutschland ein kinderfreundliches Land ist. Das sind acht Prozentpunkte weniger als noch vor vier Jahren und zehn Prozentpunkte weniger als vor sieben Jahren.

92 Prozent der Befragten sehen es als sehr wichtig oder wichtig an, dass die Interessen von Kindern auch in Krisenzeiten, wie zum Beispiel während der Corona-Pandemie, berücksichtigt werden. Dass dies tatsächlich erfüllt wird, meinen hingegen nur 17 Prozent. Sehr große Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt es auch bei der Frage der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland und beim Schutz der Kinder vor Gewalt. Außerdem sehen fast die Hälfte der Befragten Probleme bei der Umsetzung des Anspruchs auf ausreichend Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen die gewaltige Aufgabe, vor der unsere Gesellschaft steht, so die Kinderrechtsorganisation. Die Bundesregierung müsse gemeinsam mit Ländern und Kommunen, die Rechte von Kindern konsequenter in den Blick nehmen. Darüber hinaus sei es wichtig, dass auch die Gesellschaft mehr Verantwortung übernehme. Denn Kinderfreundlichkeit beginne im Alltag, beim direkten und respektvollen Umgang mit Kindern.

Mehr Infos: Forsa-Umfrage „Wie kinderfreundlich ist Deutschland“ und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 16.02.2022

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3.
Umsetzung der EU-Kindergarantie: Breites Bündnis fordert ehrgeizige Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland

Ein breites Bündnis von 17 Organisationen und Verbänden fordert mit einem kinderrechtlichen Eckpunktepapier die Bundesregierung auf, bei der Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans zur EU-Kindergarantie eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. Wichtig ist aus Sicht der Verbände zudem die umfassende Kinder- und Jugendbeteiligung an diesem Prozess ebenso wie ein ressortübergreifender Ansatz. Das gelte auch für die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen unter Einbeziehung lokaler Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft.

Im Juni 2021 hatten sich die EU-Mitgliedsstaaten mit der Kindergarantie dazu verpflichtet, allen Kindern den Zugang zu Bildung, Betreuung, Gesundheitsversorgung, gesunder Ernährung und angemessener Wohnsituation zu gewährleisten. Bis März dieses Jahres müssen sie Aktionspläne zur Umsetzung der EU-Kindergarantie erarbeiten. Auch aufgrund der Kürze der noch verbleibenden Zeit ist es wichtig, dass die Bundesregierung schnell einen oder eine nationale Koordinatorin oder Koordinator einsetzt und mit den nötigen Ressourcen und Kompetenzen für eine ressortübergreifende Umsetzung ausstattet.

Der Nationale Aktionsplan müsse im Rahmen einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung von Kinderarmut und sozialer Ausgrenzung betrachtet und erarbeitet werden, die infrastrukturelle und finanzielle Maßnahmen zusammendenkt. Dabei sollten alle der in der Kindergarantie benannten Bereiche (Bildung, Betreuung, Gesundheit, Ernährung, Wohnen) gleichermaßen berücksichtigt werden. Die Einführung einer Kindergrundsicherung und die Neuberechnung des menschenwürdigen Existenzminimums seien mit Blick auf die materielle Unterstützung von Kindern und Familien wichtige Bausteine einer solchen Gesamtstrategie.

Die Mehrdimensionalität der Ursachen und Folgen von Kinderarmut erfordere ein Zusammenwirken aller politischen, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure bei der umfassenden Bekämpfung von Kinderarmut und sozialer Exklusion. Zudem drängen die Autor*innen darauf, dass die Erfassung der armutsgefährdenden Lebenssituationen und geeigneter Präventionsansätze mit einer umfassenden Kinder- und Jugendbeteiligung erfolgen müsse.

Mehr Infos: Webseite zur Europäischen Kindergarantie, „Umsetzung der Europäischen Kindergarantie in Deutschland - Kinderrechtliches Eckpunktepapier zum Nationalen Aktionsplan“ (PDF) Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 10.02.2022

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4.
Deutsches Kinderhilfswerk bringt sich in aktuelles Berichtsverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention ein

Die Bundesrepublik Deutschland ist, wie alle Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention, ver­pflich­tet, Berichte über die Kinderrechte im eigenen Land vorzulegen. Damit gibt sie Aufschluss über die Umsetzung ihrer Ver­pflich­tun­gen zum Schutz der Kinder. Die Berichte gehen an den UN-Ausschuss für die Rechte des Kin­des in Genf (Kinderrechtsausschuss).

Voraussichtlich im September 2022 wird der UN-Ausschuss mit der Bundesregierung über die Situation von Kindern sowie die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Deutschland beraten. In Vorbereitung dieses Austauschs hat der Kinderrechtsausschuss der Bundesregierung einen Fragenkatalog (List of Issues) zukommen lassen. Zu einem Teil der gestellten Fragen hat das Deutsche Kinderhilfswerk nun Stellung genommen und bringt somit die Sicht der Zivilgesellschaft in das Verfahren ein.

Mehr Infos: Stellungnahme des Deutschen Kinderhilfswerkes zur List of Issues (PDF) und Webseite des Deutschen Kinderhilfswerkes zum UN-Staatenberichtsverfahren

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5.
Neue Website zu Menschenrechtsbildung online

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung ist die neue Website www.kompass-menschenrechte.de des Deutschen Instituts für Menschenrechte an den Start gegangen. Sie bietet eine Fülle an digitalem Bildungsmaterial zu den Themen Menschenrechte, Diskriminierungsschutz, Demokratie- und Friedensbildung sowie Inklusion und Partizipation. Die barrierefreie Website soll dazu beitragen, Materialien der Menschenrechtsbildung für alle Interessierten zugänglich zu machen.

Lehrkräfte der schulischen und außerschulischen Bildung finden dort schnell und übersichtlich Materialien zu zentralen Menschenrechtsthemen, technisch optimiert für PC, Smartphone und Tablet. Das Herzstück der Website bilden 57 Übungen zu Menschenrechten, die nach Thema, Dauer, Gruppengröße und Suchbegriff gefiltert werden können. Vorschläge zur Weiterarbeit, Hintergrundinformationen zu zentralen Menschenrechtsthemen sowie Videos und Weblinks runden das Angebot ab.

Mehr Infos: Webseite Kompass Menschenrechte

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6.
Neue Handreichung: Was tun bei rechten Inhalten in Klassenchats?

„Neuntklässler verschicken Nazi-Symbole via WhatsApp“, „Verschwörungsmythen im Kinder-Chat“: Rechte, rassistische und antisemitische Inhalte in Klassenchats sorgen immer wieder für Schlagzeilen – und lassen Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen oft ratlos zurück. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) hat nun eine Handreichung zum Thema veröffentlicht, mit konkreten Empfehlungen, Methoden und juristischen Hinweisen.

Unter anderem wird empfohlen, dass Schulen Personen benennen, an die sich Schüler*innen und Eltern vertrauensvoll wenden können, wenn sie rechte Chatnachrichten melden wollen. Das können Vertrauenslehrer*innen oder Schulsozialarbeiter*innen sein. Lehrkräfte sollten zudem frühzeitig eingreifen, wenn sie von problematischen Inhalten erfahren. Dazu gehöre, mit allen Beteiligten über den Vorfall zu sprechen: den Eltern, den Schüler*innen und anderen Lehrer*innen der Klasse. Ziel des Gesprächs sollte sein, Grenzen aufzuzeigen, Solidarität und Zivilcourage zu stärken sowie gemeinsam Absprachen für den zukünftigen Umgang miteinander zu erarbeiten. Dabei sollten alle Schüler*innen einbezogen werden, allen voran die (potenziell) Betroffenen.

Mehr Infos: Handreichung Was machen wir denn jetzt?! – Zum schulischen und pädagogischen Umgang mit rechten, rassistischen, antisemitischen und antifeministischen Inhalten in Klassenchats (PDF) und Pressemitteilung des Bundesverbands Mobile Beratung

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7.
Startschuss für neuen Digitalführerschein

Die "Initiative Deutschland sicher im Netz" hat einen neuen Digitalführerschein vorgestellt. Dieser bietet Verbraucher*innen aller Altersstufen ab sofort ein kostenfreies Qualifizierungsangebot. Sie können die digitalen Kompetenzen auf interaktive Art und Weise überprüfen, ausbauen und vertiefen. Der Fokus des neuen Angebots liegt auf der Förderung von Wissen und Kompetenzen zum sicheren Umgang im digitalen Alltag. Zusätzlich sollen künftig Fokusthemen bereitstehen, die spezielle Felder wie Computersprache oder Künstliche Intelligenz umfassen.

Der Zugang zum neuen Service erfolgt über ein zentrales Webportal. Unter DiFü.de können Interessierte ihr Kompetenzniveau einschätzen lassen. Auf einem von drei Leveln werden anschließend sechs Themenbereiche des Lernangebots, wie beispielsweise Gefahrenschutz, Datenwelt oder Technologiealltag durchlaufen. Der Wissens- und Kompetenzerwerb kann dabei vorzeitig beendet werden, um die abschließende Prüfung zu starten. Auch die Prüfung kann in mehreren Teilschritten absolviert werden. Am Ende steht die Ausstellung eines Zertifikats über die erreichte Leistung.

Mehr Infos: Webseite des Digitalführerscheins und Pressemitteilung von Deutschland sicher im Netz

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8.
Neues interaktives Fake News Lernmodul für Kinder

Im Rahmen des Safer Internet Day, der in diesem Jahr unter dem Motto „Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“ stattfand, hat der fragFINN e.V. das niedrigschwellige, kostenfreie Lernmodul „Fake News – Auf Spurensuche mit FINN“ veröffentlicht. Es führt Kinder ab einem Alter von acht Jahren spielerisch an das Thema Fake News heran.

Gemeinsam mit der Netzraupe FINN begeben sich die Kinder im Lernmodul auf Spurensuche nach Falschnachrichten. In drei aufeinander aufgebauten Übungen lernen sie, warum es falsche Nachrichtenmeldungen gibt, wie man diese erkennt und warum diese sogar schädlich sein können. Das interaktive Lernmodul kann von Kindern selbstständig gespielt werden und ist über www.fragfinn.de kostenfrei erreichbar. Zudem bietet es auch das Potential, im schulischen Kontext verwendet zu werden, etwa für Projekte oder Unterrichtseinheiten zu den Themen „Internetsicherheit“ oder „Internetrecherche“.

Mehr Infos: Fake News – Auf Spurensuche mit FINN und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 08.02.22

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9.
Bis 31. März sind Anträge bei Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes möglich

Für Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit aus dem gesamten Bundesgebiet besteht noch bis zum 31. März 2022 die Möglichkeit, Anträge bei den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Überjährige Projekte können sogar mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Ziel der Förderfonds ist die Bekanntmachung der Kinderrechte und die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Aspekt der Mitbestimmung. Anträge können Vereine, freie Träger, Initiativen, Elterngruppen, Kinder- und Jugendgruppen sowie Schülerinitiativen für noch nicht begonnene Projekte stellen.

Auch bei der Spielplatz-Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes sind weiterhin Anträge möglich. Im Rahmen dieser Initiative werden deutschlandweit Projekte gefördert, die einen Spielraum sanieren, ergänzen oder neugestalten. Dazu zählen neben klassischen Spielplätzen auch die öffentlichen Außenanlagen von Jugendfarmen, Freizeittreffs oder Familienzentren, Abenteuerspielplätzen, Sportvereinen, Skateparks oder Jugendtreffs sowie Kitaaußenanlagen oder Schulhöfe, sofern sie frei zugänglich sind. Antragsberechtigt sind Eltern- und Nachbarschaftsinitiativen, Kinder- und Jugendgruppen oder Vereine, privat engagierte Einzelpersonen ebenso wie Kommunen/kommunale Träger oder Wohnungsunternehmen. Bei den Projekten sollten einfache, aber sinnvolle Spielelemente und Raumkonzepte mit Erlebnischarakter im Vordergrund stehen, die die kindliche Fantasie anregen und die Kreativität fördern.

Zudem sind weiterhin Bewerbungen für Kinder-Kulturprojekte im Rahmen des Förderprogrammes „It‘s your Party-cipation“ des Deutschen Kinderhilfswerkes möglich. Als Partner im Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert das Deutsche Kinderhilfswerk noch bis zum 31. August 2022 außerschulische Projekte der kulturellen Bildung mit insgesamt über fünf Millionen Euro. Gefördert werden Workshops, Festivals und Kinderstädte, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 17 Jahren aus finanziell oder sozial benachteiligten Familien richten. Der Fokus der Aktionen soll auf den Kinderrechten und der aktiven Beteiligung von Kindern und Jugendlichen liegen.

Mehr Infos: Webseite der Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes, Webseite der Spielplatz-Initiative und Förderprogramm „It‘s your Party-cipation“

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10.
Neue Kinderrechteschule in Sachsen-Anhalt gesucht – Grundschulen können sich ab jetzt bewerben

Im Projekt „Kinderrechteschulen“ des Deutschen Kinderhilfswerkes werden Grundschulen bei der Vermittlung und Umsetzung von Kinderrechten fachlich begleitet und unterstützt. Die zentrale Zielstellung ist dabei, die Kinderrechte zu einem Leitgedanken der Einrichtung zu machen sowie die Mitbestimmung von Kindern nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Wichtig ist, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur abstrakt zu diskutieren, sondern sie konkret auf ihre eigene Lebenswelt zu beziehen und die Kinderrechte im Schulalltag gemeinsam zu verwirklichen. 

Neben der fachlichen Beratung durch das Deutsche Kinderhilfswerk bietet die Teilnahme am Projekt den Grundschulen die Möglichkeit, sich in einem bundesweiten Netzwerk mit anderen Modellschulen regelmäßig auszutauschen, vielfältige themenbezogene Praxismaterialien zu erhalten sowie verschiedene Qualifizierungsangebote wahrzunehmen. Nach erfolgreicher Projektumsetzung werden die teilnehmenden Einrichtungen vom Deutschen Kinderhilfswerk offiziell als ,,Kinderrechteschule“ ausgezeichnet. Die Teilnahme am gesamten Qualifizierungsprogramm ist für die Bildungseinrichtungen kostenlos.

Das Projekt startet zu Beginn des Schuljahres 2022/2023. Interessierte Grundschulen aus Sachsen-Anhalt können sich bis spätestens 20. Mai 2022 um die Projektteilnahme bewerben. Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich an Maike Simla unter simla@dkhw.de. 

Mehr Infos: Webseite Kinderrechteschulen

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11.
Nachwuchs für den Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes gesucht

Mitbestimmung leben. Das steht im Deutschen Kinderhilfswerk an oberster Stelle. Seit einigen Jahren gibt es daher den Kinder- und Jugendbeirat. Die engagierten Jugendlichen sind zwischen 12 und 17 Jahre und kommen aus verschiedenen Städten. Da nun einige Mitglieder volljährig werden, sucht der Kinder- und Jugendbeirat Nachwuchs.  

Die Mitglieder tagen einmal im Monat in einer Videokonferenz und treffen sich in der Regel dreimal im Jahr für jeweils ein Wochenende. Der Kinder- und Jugendbeirat berät das Deutsche Kinderhilfswerk bei Projekten, bringt die Sichtweise und Interessen von Kindern und Jugendlichen ein und betreut einen eigenen Jugendfonds. Außerdem wählt der Beirat die Preisträger*innen des Deutschen Kinder- und Jugendpreises aus.

Neue Mitglieder sollten zwischen 12 und 16 Jahren alt sein. Die Bewerbung ist noch bis zum 15. März möglich.

Mehr Infos: Webseite des Kinder- und Jugendbeirats und Instagram-Auftritt des kujubei

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12.
Einladung zum digitalen Kamingespräch „Beteiligung und Projektitis – Wie lässt sich auch innerhalb der kulturellen Projektarbeit nachhaltig wirkende Partizipation gewährleisten?“

Teilhabegerechtigkeit bleibt eine wesentliche Herausforderung in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Corona-Pandemie hat einmal mehr die massive Schieflage von Zugängen zu Bildungsangeboten deutlich gemacht. Doch das Recht auf kulturelle wie künstlerische Teilhabe ist nicht zuletzt Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention und muss als solches unter allen Umständen gewahrt und geachtet werden. Wie also können gleiche Möglichkeiten für alle Kinder und Jugendliche geschaffen werden, um sich kulturell-künstlerisch zu betätigen? Welche Rolle spielt Partizipation in den Strukturen und Methoden kultureller Bildungsprozesse? Und welche Strategien können kulturelle Bildner*innen konkret anwenden, um Zugänge zu erleichtern?

Das Kamingespräch „Beteiligung und Projektitis – Wie lässt sich auch innerhalb der kulturellen Projektarbeit nachhaltig wirkende Partizipation gewährleisten?“ findet am 23.03.2022, 18.30 – 20.00 Uhr virtuell statt. Es ist als offener Dialog zwischen Mechthild Eickhoff, Diplom-Kulturpädagogin, Geschäftsführerin Fonds Soziokultur e.V., und Prof. Dr. Nana Adriane Eger, Professorin für Kulturelle Bildung an der Hochschule Merseburg, ausgelegt.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe digitaler „Kamingespräche“ und soll Perspektiven aus Theorie und Praxis verbinden und verschiedene Facetten des Diskurses über chancengerechte Zugänge in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung aufzeigen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine verbindliche, formlose Anmeldung unter kulturmachtstark@dkhw.de ist jedoch erforderlich. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Tag vor der Veranstaltung per E-Mail.

Mehr Infos: Einladung zum Kamingespräch „Teilhabe, Teilnahme, Teilgabe – Potenziale und Herausforderungen von Partizipation in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung.“ (PDF) und Webseite des Förderprogramms „It’s your Party-cipation“

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