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Newsletter Kinderpolitik 10.02.22
Newsletter Kinderpolitik 10.02.22
Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk: Nichtraucherschutz für Kinder muss verbessert werden
2. „Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ – COA-Aktionswoche 2022 für Kinder aus suchtbelasteten Familien
3. Motto des Weltspieltages 2022: „Wir brauchen Spiel und Bewegung – draußen und gemeinsam“
4. Aktion „Schulhofträume“: Start in die 3. Runde
5. Corona-Pandemie: 35 Kinderfreundliche Kommunen fordern, Kinderinteressen stärker in den Blick zu nehmen
6. Jugendliche fordern ihre Rechte ein: Die Anmeldephase zum Kinder- und Jugendgipfel 2022 ist gestartet!
7. Einladung zum Bundesvernetzungstreffen der Kinder- und Jugendparlamente
8. Internationaler Tag der Bildung: Umfangreiche Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit nötig
9. Neuer Online-Dossier-Beitrag zu Familie, Digitalisierung und Kinderrechten
10. Motto des Weltkindertags 2022: „Gemeinsam für Kinderrechte“
11. Neue Broschüren über geschlechtliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe
12. Stellenausschreibung: Projektsachbearbeiter*in kulturelle Bildung (m/w/d)
1.
Deutsches Kinderhilfswerk: Nichtraucherschutz für Kinder muss verbessert werden

Der Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche hat sich nach Recherchen des Deutschen Kinderhilfswerkes in den letzten Jahren verbessert. Trotzdem besteht nach Ansicht der Kinderrechtsorganisation in vielen Bundesländern noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Das gilt sowohl für Schulen und Kindertageseinrichtungen als auch für die Kindertagespflege und Kinderspielplätze. An diesen zentralen Lebensorten von Kindern braucht es umfassende Rauchverbote, doch vielfach wird dem Gesundheitsschutz der Kinder nicht der Stellenwert eingeräumt, den er eigentlich haben müsste. Zudem schlägt das Deutsche Kinderhilfswerk auf Bundesebene eine Änderung der Straßenverkehrsordnung vor, um Kinder und Jugendliche auch in Autos vor den massiven Gefahren des Passivrauchens zu schützen.

Die Bestimmungen zum Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche in Deutschland sind ein Flickenteppich und entsprechen in kaum einem Bundesland den Standards, die nötig und möglich sind. Das ist ein eklatanter Verstoß gegen Artikel 24, Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention, der das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit anerkennt. Lediglich Brandenburg und Hamburg würden einen umfassenden Nichtraucherschutz für Kinder sowohl in Schulen und Kindertageseinrichtungen als auch in der Kindertagespflege und auf Kinderspielplätzen gewährleisten. In allen anderen Bundesländern, zuvorderst in Baden-Württemberg und Sachsen, ist es um den Nichtraucherschutz für Kinder weniger gut bestellt, so das Deutsche Kinderhilfswerk.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss eine ernsthafte Debatte darüber geführt werden, an welchen Orten ein umfassender Nichtraucherschutz für Kinder und Jugendliche notwendig ist. Es ist an der Zeit, dabei auch Orte wie Freibäder oder Freizeitparks in der Diskussion zu berücksichtigen. Vor allem aber braucht es dringend ein Rauchverbot in Autos, wenn Kinder mitfahren. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums ist die Giftstoffbelastung durch Raucherinnen und Raucher im Auto extrem hoch. Selbst bei leicht geöffnetem Fenster ist die Konzentration einiger toxischer Partikel teils fünfmal so hoch wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe. Rund eine Million Kinder in Deutschland sind Tabakrauch im Auto ausgesetzt.

Mehr Infos: Webseite des Deutschen Kinderhilfswerkes zum Nichtraucherschutz und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 18.01.22

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2.
„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ – COA-Aktionswoche 2022 für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf. Auf ihre Situation und auf mögliche Hilfsangebote soll die bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien (COAs) vom 13. bis 19. Februar aufmerksam machen

Mit der COA-Aktionswoche rücken NACOA Deutschland¸ die Interessenvertretung für Kinder
aus Suchtfamilien e. V., und Such(t)- und Wendepunkt e.V. die Kinder aus suchtbelasteten Familien eine Woche lang in den Fokus der Öffentlichkeit und der Medien.

Während der COA-Aktionswoche sollen Menschen, die mit Kindern arbeiten, sensibilisiert werden, Kinder aus suchtbelasteten Familien zu erkennen. Dafür stellen Projekte und Initiativen mit Aktionen und Veranstaltungen ihre Arbeit vor und machen Hilfsangebote öffentlich. Zudem werden politisch Verantwortliche von Gemeinden bis in den Bund aufgefordert, sich für mehr Unterstützungsangebote für COAs einzusetzen und diese Hilfen langfristig zu finanzieren.

Darüber hinaus wurde mit COA.KOM eine neue Kommunikationsplattform gelauncht. Dort können sich Fachkräfte, die mit Kindern aus suchtbelasteten Familien arbeiten, miteinander vernetzen und ihren Erfahrungsschatz in einem geschützten Rahmen teilen.

Mehr Infos: Webseite der COA-Aktionswochen und Kommunikationsplattform COA.KOM

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3.
Motto des Weltspieltages 2022: „Wir brauchen Spiel und Bewegung – draußen und gemeinsam“

„Wir brauchen Spiel und Bewegung – draußen und gemeinsam“ ist das Motto des Weltspieltags am 28. Mai 2022. Damit will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ und dem diesjährigen Kooperationspartner „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ darauf aufmerksam machen, dass vielfältige Outdoor-Bewegungs- und Spielgelegenheiten eine zentrale Rolle bei einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und dem gesunden Aufwachsen von Kindern spielen. Insbesondere angesichts der weiterhin vielerorts geltenden Einschränkungen für Kinder durch die Corona-Pandemie ist es wichtig, die Aufmerksamkeit für das Thema Spiel- und Bewegungsförderung zu erhöhen und die Bedingungen für das Draußenspiel von Kindern zu verbessern.

Gleichzeitig ist das Motto ein Aufruf an die Eltern, ihren Kindern dafür den nötigen Freiraum zu geben und sie zum bewegten Draußenspiel zu ermuntern. Kommunen, Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, mit einer Aktion am Weltspieltag 2022 teilzunehmen und darüber hinaus für eine grundsätzliche Verbesserung der Rahmenbedingungen zu sorgen.

Der Weltspieltag 2022 wird deutschlandweit zum 15. Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine beispielgebende oder öffentlichkeitswirksame Aktion durchzuführen – egal ob Spiel-, Beteiligungs- oder Protestaktion. Denn der Aktionstag dient ebenso der Lobbyarbeit für das Recht auf Spiel. Die Partner sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich.

Mehr Infos: Webseite Weltspieltag und Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 06.01.22

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4.
Aktion „Schulhofträume“: Start in die 3. Runde

Jetzt geht’s los: Bis zum 28. April 2022 können sich Schüler*innen, Vereine, Schulen oder auch Kommunen für die Aktion “Schulhofträume” bewerben. Ihre Umgestaltungsidee für einen naturnahen Schulhof kann jetzt online über die freigeschaltete Förderdatenbank eingereicht werden.

Der Fokus in diesem Jahr liegt erneut auf der naturnahen Umgestaltung von schulischen, modernisierungsbedürftigen Außenbereichen. Auf diese Weise sollen Kindern und Jugendlichen Naturerfahrungen und das Lernen in grüner Atmosphäre ermöglicht werden. Wichtige Voraussetzung für die Förderung: Bei der Ideenfindung und Umsetzung soll möglichst die gesamte Schule mitwirken, allen voran die Schülerinnen und Schüler selbst. Insgesamt fördern die Partner die Sanierung maroder Schulhöfe deutschlandweit mit 100.000 Euro. Diese Summe wird auf 15 Projekte verteilt, wobei die Hauptförderung mit 15.000 Euro dotiert ist. 

Die Aktion „Schulhofträume“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes und von ROSSMANN und Procter & Gamble.

Mehr Infos: Webseite der Aktion „Schulhofträume“ und die Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 01.02.22

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5.
Corona-Pandemie: 35 Kinderfreundliche Kommunen fordern, Kinderinteressen stärker in den Blick zu nehmen

35 (Ober-)Bürgermeister*innen aus Städten und Gemeinden, die am Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ teilnehmen, fordern in einem „Kinderpolitischen Zwischenruf“ ein feingliedriges Krisenkonzept, das die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien in Zeiten der Corona-Pandemie verstärkt in den Blick nimmt. Das Kindeswohl habe bei der Planung der notwendigen Maßnahmen seitens des Bundes und der Länder viel zu selten im Fokus gestanden, betonten die (Ober-) Bürgermeister*innen in ihrem Aufruf. Als Kinderfreundliche Kommune orientierten sich ihre Städte und Gemeinden an den Bedürfnissen und Rechten der Kinder. Das sollte Vorbild für alle Kommunen in Deutschland sein.

In Kinderfreundlichen Kommunen haben die Kinderrechte während der Corona-Pandemie ihren hohen Stellenwert bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen behalten. So richtete die Stadt Stuttgart eine Arbeitsgruppe ein, um schnellstmöglich wieder Orte im Freien wie Außengelände von Jugendeinrichtungen öffnen zu können. Der Berliner Bezirk Pankow wies neue temporäre Spielstraßen in Vierteln aus, in denen es nicht ausreichend Grünflächen gibt. Die Stadt Regensburg richtete einen digitalen Jugendtreff ein. In Weil am Rhein und in Wedemark wurden die Interessen von Kindern und Jugendlichen in den kommunalen Krisenstab eingebracht, die Kinder- und Jugendparlamente von Stuttgart und Regensburg konnten ihre Arbeit als politische Mitbestimmungsgremien fortführen und es wurde aktiv an sicheren Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche gearbeitet.

Um den negativen Folgen der Pandemie begegnen zu können, fordern die unterzeichnenden Stadtoberhäupter, die Mittel des Corona-Aufhol-Pakets längerfristig zur Verfügung zu stellen, da die Folgen der Pandemie nicht kurzfristig behoben werden könnten. Zudem brauche es Unterstützung für den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Bildungseinrichtungen zur psychosozialen Begleitung von Kindern und Jugendlichen, um die Belastungen auffangen zu können und den Ausbau entsprechender Anlaufstellen sowie mehr politische Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen. Dies könnten die Kommunen nicht allein tragen.

Mehr Infos: Kinderpolitischer Zwischenruf der Kinderfreundlichen Kommunen mit den konkreten Forderungen (PDF)

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6.
Jugendliche fordern ihre Rechte ein: Die Anmeldephase zum Kinder- und Jugendgipfel 2022 ist gestartet!

In diesem Jahr feiert die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass veranstaltet das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. in Kooperation mit dem Education Innovation Lab und dem Freizeit- und Erholungszentrum Berlin (FEZ) den Kinder- und Jugendgipfel 2022. Kinder- und Jugendliche lernen anhand von aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen ihre Rechte kennen und erhalten eine Plattform, um diese mit konkreten politischen Forderungen zu verbinden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Zum Programm für Schulklassen, Jugendgruppen und alle interessierten Kinder und Jugendlichen von 10-17 Jahren (bei jüngeren Teilnehmenden sollte eine intensivere Begleitung eingeplant werden) gehört der kostenlose Online-Workshop „Unsere Forderungen!“ mit Modulen, die ab dem 5.4.22 begonnen werden können. Nach Durchlaufen der digitalen Phase des Gipfels haben die Teilnehmenden die Chance, zum analogen Kinder- und Jugendgipfel im September 2022 nach Berlin eingeladen zu werden, sich bundesweit zu vernetzen, kreativ an ihren Forderungen weiterzuarbeiten und diese mit Politiker*innen zu diskutieren. 

Mehr Infos: Webseite des Kinder- und Jugendgipfel 2022

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7.
Einladung zum Bundesvernetzungstreffen der Kinder- und Jugendparlamente

Am Wochenende, 14.-15. Mai 2022 findet das Vernetzungstreffen für Kinder- und Jugendparlamente aus ganz Deutschland statt. 

Ihr habt Lust, Euch mit Vertreterinnen und Vertretern aus anderen Kinder- und Jugendparlamenten oder ähnlichen kommunalen Kinder- und Jugendgremien auszutauschen und zu vernetzen? Ihr wollt Unterstützung/Informationen für Eure Arbeit? Oder Ihr bringt eigene Themen und Programmwünsche mit? Dann kommt zum Bundesvernetzungstreffen für Kinder- und Jugendparlamente – am Sa./ So., 14./15. Mai 2022 in der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar (EJBW). 

Das Bundesvernetzungstreffen für Kinder- und Jugendparlamente wird veranstaltet vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. in Kooperation mit dem Dachverband der Kinder- und Jugendgremien Thüringen, der Servicestelle Mitbestimmung Thüringen, sowie dem Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.  

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung ist ab März möglich.

Mehr Infos: Webseite der Initiative Starke Kinder- und Jugendparlamente

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8.
Internationaler Tag der Bildung: Umfangreiche Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit nötig

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung Ende Januar hat das Deutsche Kinderhilfswerk umfangreiche und ehrgeizige Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland gefordert. So vermisst die Kinderrechtsorganisation an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Und auch bei der Integration von geflüchteten Kindern ins Bildungssystem bleibt viel zu tun. Zudem muss nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die digitale Bildung von Kindern und Jugendlichen gesichert werden. Diese soll junge Menschen dazu befähigen, ihre Rechte im Internet wahrzunehmen und im Zeitalter der Digitalisierung Angebote barrierearm in Anspruch nehmen zu können.

Maßnahmen wie eine gute Personal-, Raum- und Sachausstattung von Bildungseinrichtungen sowie eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Lehr- und pädagogischen Fachkräfte könnten die unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen in den Elternhäusern ausgleichen. Zudem bräuchte es ein vielfältiges, nicht nur an Lehrplänen orientiertes Bildungsangebot, so das Deutsche Kinderhilfswerk. Wichtig sei hierbei auch gemäß dem General Comment No. 25 der Vereinten Nationen, das Recht auf digitale Bildung umzusetzen. Dazu müsse die notwendige technische Ausstattung zur Verfügung gestellt, digitale Bildungsmaterialien angeschafft und Lehrkräfte zum Umgang mit Technik qualifiziert werden.  

Mehr Infos: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 24.01.22

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9.
Neuer Online-Dossier-Beitrag zu Familie, Digitalisierung und Kinderrechten

Was Digitalisierung vor allem für Familien in belasteten Lebenslagen bedeutet und welche Potenziale für und durch ihre Teilhabe entstehen, untersucht Prof. Dr. Katrin Schlör in ihrem Beitrag „Von der Herausforderung zur Bewältigung - ein ressourcenorientierter Blick auf Familie in der Digitalität“. Die Autorin stellt fest, dass eine lebenslagensensible Unterstützung, qualifizierte Fachkräfte und ein entschiedenes Vorgehen gegen Bildungsbenachteiligung erforderlich sind, damit Kinder und Familien die kinderrechtlichen Potenziale von Digitalisierung und digitalen Medien nutzen können.

Mehr Infos: Online-Dossier-Beitrag „Von der Herausforderung zur Bewältigung – ein ressourcenorientierter Blick auf Familie in der Digitalität“

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10.
Motto des Weltkindertags 2022: „Gemeinsam für Kinderrechte“

Das Motto des diesjährigen Weltkindertags am 20. September lautet „Gemeinsam für Kinderrechte“. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen mit diesem Motto sowohl Bund, Länder und Kommunen als auch die gesamte Gesellschaft auf, die Rechte von Kindern konsequenter in den Blick zu nehmen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisationen muss das gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen geschehen. Nur so kann es gelingen, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte umzusetzen und damit ein kinderfreundlicheres Land zu schaffen.

UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk sehen mit Sorge, dass Kinder gerade während der Covid-19-Pandemie kaum gehört und ihre Belange häufig übergangen wurden und werden. Die Bedürfnisse von Kindern müssen im Alltag berücksichtigt werden und Kinder müssen bei Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, mitbestimmen können. Der von Bundesfamilienministerin Anne Spiegel angekündigte Nationale Aktionsplan zur Kinder- und Jugendbeteiligung sollte schnell auf den Weg gebracht werden. Aber auch die ausdrückliche Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist ein wesentlicher Baustein für Kinderrechte, der nun endlich wirksam werden muss. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland setzen auf eine neue Initiative der Bundesregierung zum Beginn dieser Legislaturperiode. Bund und Länder sind hier gemeinsam in der Verantwortung, im Interesse von Kindern und Jugendlichen eine längst überfällige verfassungsrechtliche Absicherung der Kinderrechte zu ermöglichen.

Zum Weltkindertag am 20. September 2022 werden bundesweit zahlreiche Initiativen mit lokalen Demonstrationen, Festen und anderen Veranstaltungen auf die Situation der Kinder aufmerksam machen.

Mehr Infos: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 25.01.22

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11.
Neue Broschüren über geschlechtliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe

Ob in der Frühförderung, der Kita, in der Schulsozialarbeit, in der betreuten Wohngruppe oder in der Jugendarbeit: Kinder und Jugendliche mit einer Inter* und/oder Trans*-Identität sind überall. Ob sie gesehen werden und auf sensibilisierte sowie qualifizierte Strukturen und Fachkräfte stoßen, ist bisher nicht garantiert. Hier setzt der Paritätische Gesamtverband mit seinen neuen Informationsbroschüren (gefördert vom Bundesfamilienministerium) zu geschlechtlicher Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe an.

In Zusammenarbeit mit einem Expert*innenteam konnten die Informationen angepasst an die Bedarfe der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe aufbereitet werden. Die drei Broschüren beziehen sich auf Kinder in den Altersgruppen 0-6 und 6-12 sowie auf Jugendliche mit Inter*- bzw. Trans*-Identität und ihre spezifischen Bedarfe in den unterschiedlichen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, angefangen bei den Schwangerschaftsberatungsstellen, den Kindertageseinrichtungen, über die Jugendsozialarbeit bis zu stationären Wohnangeboten.

Mehr Infos: Webseite zum Thema Geschlechtliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe - inter* und trans*Kinder und Jugendliche mit den drei Broschüren

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12.
Stellenausschreibung: Projektsachbearbeiter*in kulturelle Bildung (m/w/d)

Das Deutsche Kinderhilfswerk ist Träger des Förderprogrammes „It’s Your Party-cipation“ im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programmes „Kultur macht stark“ und berät und fördert in diesem Rahmen jährlich bis zu 80 Projekte.

Zur Unterstützung des Projektteams suchen wir zum nächstmöglichen Termin für unsere Bundesgeschäftsstelle mit Sitz in Berlin eine*n Projektsachbearbeiter*in (30 h – 35 h/Woche).

Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem:

- Finanztechnische Administration und Abrechnung des Projekts (u.a. Erstellung von Zahlungsanforderungen und Zuwendungsverträgen, finanzielle Antragsprüfung einschließlich Prüfung der Zuwendungsfähigkeit geplanter Ausgaben, Prüfung und Abrechnung von Verwendungsnachweisen)

- Budgetkontrolle des geförderten Projektes „It’s Your Party-cipation“

- Ansprechpartner*in für interne und externe Projektverantwortliche zu Fragen der finanztechnischen Administration und Abrechnung

- Vorbereitung und Begleitung von Prüfungen Dritter (z. B. Zwischen- /Verwendungsnachweis des DKHW)

- Unterstützung in der Organisation und Durchführung allgemeiner Tätigkeiten der Verwaltung

Anforderungen an die Bewerber*innen:

- Identifikation mit den Zielen des Deutschen Kinderhilfswerkes.

- Einschlägige Berufserfahrung wünschenswert, die Bewerbung richtet sich aber auch an Quereinsteiger.

- Zielorientierte Arbeitsweise und Steuerung von länger andauernden, zahlenbasierten Vorgängen

- Wünschenswert wären gute Kenntnisse und Erfahrungen in der Abrechnung von öffentlich finanzierten Projekten sowie des Zuwendungs- und Haushaltsrechts

- Selbstständiges Arbeiten, Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft

Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet, Vergütung erfolgt nach Haustarif. Als familienfreundlicher Arbeitgeber bietet Ihnen das Deutsche Kinderhilfswerk neben flexiblen Arbeitszeiten vor allem ein abwechslungsreiches, gesellschaftlich wirksames Tätigkeitsfeld mit viel Gestaltungsspielraum und einem engagierten, aufgeschlossenen Team.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte ausschließlich als PDF-Datei per Mail an: Herrn Harald Planer (Leiter Finanzen & Verwaltung), jobs@dkhw.de

Mehr Infos: Stellenausschreibung Projektsachbearbeiter*in kulturelle Bildung (m/w/d)

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