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Newsletter Kinderpolitik
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Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk: Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen stärkt unsere Demokratie
2. "Wählen ab 16" kann Wahlbeteiligung dauerhaft erhöhen
3. Deutsches Kinderhilfswerk: Situation Alleinerziehender und ihrer Kinder verbessern
4. AOK: Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen darf nicht von der Postleitzahl abhängig sein
5. Modellprojekt „Schulreifes Kind“: Voraussetzungen für den Schulstart verbessern
6. "Neue Lebenswirklichkeiten von Familien verlangen nach neuen politischen Antworten - das gilt besonders für die geforderte Generation"
7. Jugend im ländlichen Raum im Blick behalten
8. Aktuelle Erhebung zum Anteil der in den Psychosozialen Zentren behandelten Flüchtlinge
9. ÄrztInnen als willfährige Abschiebehelfer? Geplante Asylrechtsverschärfung
10. Bericht über die Folgen des Gesetzes zur Umverteilung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge
11. Paritätische Positionen zu Vorschlägen für Beschleunigung von Asylverfahren ("Asylpaket II")
12. Deutsches Kinderhilfswerk verteilt 1.000 Schulranzen an Flüchtlingskinder in Deutschland
13. Resolution des Grundschulverbandes: Flüchtlingskinder – Wir sind verantwortlich und solidarisch
14. Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats des Deutschen Kinderhilfswerks interviewen Flüchtlingskinder
15. Spielen überwindet Grenzen! - neues Motto zum Weltspieltag 2016 steht fest
16. Einladung Auftakt-Veranstaltung am 10.12. in Berlin: Projekt „Digitale Nachbarschaft“
1.
Deutsches Kinderhilfswerk: Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen stärkt unsere Demokratie

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des morgigen Internationalen Tages des Ehrenamtes, das Engagement und die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen flächendeckend besser abzusichern. „Das ehrenamtliche Engagement von Kindern und Jugendlichen ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für den Fortbestand unseres demokratischen Systems. Eine Studie des Deutschen Kinderhilfswerkes hat gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die selbst aktiv gestalten, sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen werden. Bisher ist die öffentliche Aufmerksamkeit aber zu stark auf das ehrenamtliche Engagement von Erwachsenen ausgerichtet. Hier gilt es, das kulturelle, soziale und politische Engagement von Kindern und Jugendlichen stärker anzuregen und auszuzeichnen, eben nicht nur durch die lokalen Einrichtungen selbst, sondern auch durch die Kommunen, durch Land und Bund“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Die grundsätzliche Bereitschaft und das Interesse von Kindern und Jugendlichen am ehrenamtlichen Engagement ist nach wie vor sehr groß. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes werden ihre Fähigkeiten aber noch immer stark unterschätzt. Das liegt auch daran, dass die Mitarbeit und das Engagement in Kinder- und Jugendparlamenten, Kinder- und Jugendverbänden oder Kinder- und Jugendforen von Erwachsenen nicht ausreichend ernst genommen werden. Hier brauchen wir ein Umdenken hin zu mehr Akzeptanz und letztlich auch zur Bereitschaft der Erwachsenen, ihre Entscheidungsmacht mit den Kindern und Jugendlichen zu teilen“, so Hofmann weiter.

Mehr dazu in der Quelle: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-ehrenamtliches-engagement-von-kindern-und-jugendlichen-staerkt-unsere-demokratie>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 04.12.2015

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2.
"Wählen ab 16" kann Wahlbeteiligung dauerhaft erhöhen

Je früher und je häufiger Erst- und Jungwähler ihre Stimme abgeben, desto höher ist langfristig das Niveau der allgemeinen Wahlbeteiligung. Durch das Wahlrecht ab 16 kann es langfristig gelingen, die Wahlbeteiligung von 71,5 Prozent (Bundestagswahl 2013) auf bis zu 80 Prozent (2049) zu steigern. Das geht aus der Studie "Wählen ab 16" der Bertelsmann Stiftung hervor. Sie prognostiziert in drei Szenarien die zukünftige Höhe der Wahlbeteiligung auf Bundesebene – mit und ohne 16-jährige Erstwähler.

Das Basisszenario berechnet die zukünftige Wahlbeteiligung auf Grundlage des aktuellen Wahlverhaltens aller Altersgruppen: Während es Jung- und Erstwähler durchschnittlich seltener an die Wahlurne zieht, steigt die Wahlbeteiligung mit zunehmendem Alter fast kontinuierlich an. Sollte dieser Alterseffekt in der Wahlbeteiligung bestehen bleiben, prognostiziert die Studie bis zur Bundestagswahl 2049 einen Einbruch der Wahlbeteiligung auf 68 Prozent. Wählen ab 16 könnte dies verhindern: "Wenn wir es schaffen, Jugendliche früher und häufiger zur Wahl zu motivieren, könnte sich langfristig auch die Gesamtwahlbeteiligung steigern", sagte Robert Vehrkamp, Direktor des Programms Zukunft der Demokratie der Bertelsmann Stiftung.

Die Absenkung des Wahlalters ist zur langfristigen Steigerung der Wahlbeteiligung entscheidend, da 16-Jährige noch stark in schulischen und familiären Strukturen verankert sind, in denen sich durch Bildungsmaßnahmen politisches Interesse aktivieren lässt. Wie sich Wählen ab 16 konkret auswirken könnte, zeigt das Mobilisierungsszenario der Studie. Gelingt es, durch früheres Wählen die Erstwählerbeteiligung um etwa ein Drittel, im Vergleich zur Bundestagswahl 2013, zu erhöhen, dann könnte die Wahlbeteiligung insgesamt bis 2049 auf knapp 80 Prozent klettern (Bundestagswahl 2013: 71,5 Prozent). Ohne Wählen ab 16 und bei einer um etwa ein Drittel sinkenden Erstwählerbeteiligung könnte die Gesamtwahlbeteiligung im gleichen Zeitraum auf knapp 58 Prozent einbrechen (Demobilisierungsszenario).

Mehr dazu in der Quelle: <link https: www.bertelsmann-stiftung.de de presse pressemitteilungen pressemitteilung pid waehlen-ab-16-kann-wahlbeteiligung-dauerhaft-erhoehen>Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 07.12.2015, dort ist auch der Link zu gesamten Studie zu finden.

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3.
Deutsches Kinderhilfswerk: Situation Alleinerziehender und ihrer Kinder verbessern

Das Deutsche Kinderhilfswerk drängt auf eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern in Deutschland. Trotz einzelner Verbesserungen in den letzten Jahren werden diese aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nicht ausreichend unterstützt. Dabei sind Änderungen sowohl im Steuersystem und bei den finanziellen Unterstützungsleistungen als auch bei der sozialen Infrastruktur notwendig.

 „Ein-Eltern-Familien sind schon lange keine Randerscheinung mehr, und trotzdem werden sie vom Staat nicht ausreichend unterstützt. Das Fehlen einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen und kostenfreien Kinderbetreuung trägt entscheidend zur strukturellen Schlechterstellung von Ein-Eltern-Familien bei. Hinzu kommt, dass das Steuerrecht Alleinerziehende systematisch benachteiligt. Sie werden ähnlich besteuert wie Singles, während verheiratete Paare vom Ehegattensplitting profitieren können. Die Leidtragenden dieser Benachteiligung sind vor allem die Kinder. Wachsen sie in Armut auf, verschlechtert sich oftmals nicht nur ihre Gesundheit, dies hat auch negative Auswirkungen auf ihre Bildungschancen und damit auf ihre gesamte Zukunft“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der heutigen Debatte im Deutschen Bundestag zur Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern.

Mehr dazu in der Quelle: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-situation-alleinerziehender-und-ihrer-kinder-verbessern>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 03.12.2015, der Antrag zu finden <link http: dip21.bundestag.de dip21 btd>hier

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4.
AOK: Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen darf nicht von der Postleitzahl abhängig sein

Nicht nur Herkunft und soziale Lage, sondern auch der Wohnort entscheiden über die Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen. Das belegt der neue Versorgungs-Report 2015 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Für Mandel- und Blinddarmoperationen zeigte sich deutlich: Ob und wann operiert wird, ist regional sehr unterschiedlich. "Wir wissen erst sehr wenig darüber, woher diese regionalen Unterschiede kommen. Das müssen wir ändern, denn die Gesundheitsversorgung unserer Kinder und Jugendlichen darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Alle Kinder haben das Recht auf die gleiche, hochwertige Versorgung", sagte Martin Litsch, designierter Vorstand des AOK-Bundesverbandes auf der Pressekonferenz zum Erscheinen des Reports.

Die Analysen des WIdO basieren auf Daten von AOK-Patienten bis 24 Jahren, bei denen im Krankenhaus entweder eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) oder eine Teilentfernung der Mandeln (Tonsillotomie) durchgeführt wurde. Im bundesweiten Durchschnitt lag die standardisierte Operationsrate 2012 demnach bei 37 operierten Patienten pro 10.000 Einwohner. In der Region Ingolstadt lag sie bei 17 je 10.000 Einwohner, während sie sich in der Region Magdeburg mit 66 pro 10.000 Einwohnern auf das Vierfache belief. Ein ähnliches Bild ergab sich bei den Blinddarmoperationen. Für 2012 betrug die bundesweite Operationsrate rund 27 Patienten je 10.000 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Zwischen der Region Schleswig-Holstein Ost mit 13 Patienten pro 10.000 Einwohner und der Rate in der Region Ingolstadt mit 51,8 je 10.000 Einwohner unterscheidet sich die Rate ebenfalls um das Vierfache. "Die hohen Unterschiede zwischen den Regionen können nicht allein medizinische Gründe haben. Vielmehr sind sie ein deutliches Signal, die Indikationsstellung stärker zu hinterfragen", erklärte Jürgen Klauber, Geschäftsführer des WIdO und Mitherausgeber des Versorgungs-Reports.

Quelle: <link http: www.aok-bv.de presse pressemitteilungen index_14648.html>Pressemitteilung der AOK vom 02.12.2015

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5.
Modellprojekt „Schulreifes Kind“: Voraussetzungen für den Schulstart verbessern

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts „Schulreifes Kind“ in Baden-Württemberg zeigen unter anderem: Kinder mit Entwicklungsrisiken werden bei gezielter Zusatzförderung im letzten Kita-Jahr seltener vom Schulbesuch zurückgestellt. „Die gezielte und frühzeitige Zusatzförderung von Kindern mit Entwicklungsrisiken, wie sie im Modellprojekt „Schulreifes Kind“ umgesetzt wird, hat das Potenzial, die Voraussetzungen der Kinder für eine erfolgreiche Teilnahme am Grundschulunterricht zu verbessern.“ Dieses Fazit zieht Professor Dr. Marcus Hasselhorn vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Er leitet das DIPF-Team, das das Modellprojekt gemeinsam mit weiteren Forschungsgruppen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (um Professor Dr. Hermann Schöler) und der Universität Würzburg (um Professor Dr. Wolfgang Schneider) im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg wissenschaftlich begleitet hat. „Schulreifes Kind“ wurde vom Ministerium ins Leben gerufen und soll helfen, Kinder mit Entwicklungsverzögerungen besser auf den Schulstart vorzubereiten. Seit 2007 wurde es an etwa 250 Standorten in dem Bundesland umgesetzt. Pro Standort nahmen in der Regel mehrere Kitas und eine Grundschule teil. Kernelemente des Projekts sind: eine frühe Diagnostik schulrelevanter Entwicklungsrückstände im vorletzten Kita-Jahr, ein für jedes Kind mit festgestellten Auffälligkeiten einberufener „Runder Tisch“ mit Vertreterinnen und Vertretern der Kitas und der Grundschulen sowie den Eltern und auf Basis dieser Beratung eine gezielte Zusatzförderung – etwa der Sprachentwicklung und der mathematischen Kompetenzen – im letzten Kita-Jahr.

Mehr dazu in der Quelle: <link http: www.dipf.de de dipf-aktuell aktuelles so-koennen-sich-die-voraussetzungen-fuer-den-schulstart-verbessern>Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung vom 27.11.2015

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6.
"Neue Lebenswirklichkeiten von Familien verlangen nach neuen politischen Antworten - das gilt besonders für die geforderte Generation"

150 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Verbänden und Stiftungen haben heute auf der Konferenz "Familienpolitik weiter denken: Wirksame Leistungen für die geforderte Generation" veränderte Lebenswirklichkeiten von Familien und notwendige Antworten der Familienpolitik diskutiert.

In ihrem Impulsvortrag betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: "Neue Lebensrealitäten verlangen nach neuen politischen Antworten. Eltern heute sind eine stark geforderte Generation. Sie brauchen Chancen für sich und ihre Kinder, und sie brauchen Sicherheit im Lebensverlauf: Mütter wie Väter. Wir müssen die Leistungen so ausgestalten, dass beide ökonomisch unabhängig werden - voneinander und von staatlichen Transferleistungen. Das kommt der ganzen Familie zugute. Und wir müssen Kinder zum Maßstab machen - egal ob sie bei verheirateten, unverheirateten oder alleinerziehenden Eltern aufwachsen. Und nicht zuletzt gilt: Familienleistungen müssen finanzierbar und tragfähig sein. Dazu brauchen wir die Unterstützung in der Gesellschaft, von Wirtschaft und Gewerkschaften. Deshalb ist es mir wichtig, mit ihnen über die besten Konzepte für die Zukunft ins Gespräch zu kommen- auch über meine Idee einer Familienarbeitszeit hinaus."

Den Einstellungswandel junger Mütter und Väter und die Wünsche nach mehr Partnerschaftlichkeit und einer aktiven Vaterschaft als nachhaltige Trends, die die heutige Elterngeneration von der ihrer Eltern stark unterscheidet, beschrieb Frau Prof. Dr. Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Mehr dazu in der Quelle: <link http: www.bmfsfj.de bmfsfj presse>Pressemitteilung des BMFSFJ vom 01.12.2015

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7.
Jugend im ländlichen Raum im Blick behalten

Ländliche Regionen – ein Ort der Langeweile und Perspektivlosigkeit oder ein Raum der Ruhe und Idylle? Eine Studie ist den Folgen des demografischen Wandels nachgegangen – insbesondere die Konsequenzen für Jugendliche wurden vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) genauer in den Blick genommen. Welche politische Bedeutung haben jugendliche Interessen und Bedürfnisse in immer älter werdenden Regionen noch? Wie wirkt sich die demografische Entwicklung auf junge Lebenswelten aus? Das Projekt wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer in Auftrag gegeben und zielte auf jugendpolitische Handlungsempfehlungen im Umgang mit dem demografischen Wandel auf dem Land ab. Hierzu wurden politische Maßnahmen in acht Landkreisen analysiert, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger befragt und die Perspektive junger Menschen (im Alter von 14 bis 19 Jahren) wurde mittels Gruppendiskussionen festgehalten.

Im Hinblick auf die demografische Entwicklung in strukturschwachen Regionen (Landkreise mit einer geringen Bevölkerungsdichte und einer Lage fernab von wirtschaftlich starken Zentren) haben sich folgende Handlungsfelder als zentrale Punkte herausgestellt:

Freizeitgestaltung,

jugendliche Belange und Jugendpartizipation,

Schule und berufliche Perspektiven.

Mobilität – on- und offline (Internetzugang / Erreichbarkeit von Orten) – war bei jedem dieser Felder ein wichtiges Querschnittsthema.

Die komplette Studie zum Download als pdf <link http: www.dji.de fileadmin user_upload jugendimblick empf_drucken.pdf>hier

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8.
Aktuelle Erhebung zum Anteil der in den Psychosozialen Zentren behandelten Flüchtlinge

Ein Viertel der KlientInnen in den Psychosozialen Zentren ist minderjährig. Davon sind etwa die Hälfte der Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Familien geflohen. 45% der minderjährigen KlientInnen sind also ohne ihre Eltern als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) nach Deutschland gekommen (der Anteil UMF an der Gesamtzahl der KlientInnen beträgt 11%). Kinder und Jugendliche, die von Flucht betroffen sind, haben oft mit besonderen Belastungen zu kämpfen. Neben der oft langen Aufenthaltsunsicherheit und der psychischen Belastung durch traumatische Erlebnisse mussten sie oft schneller erwachsen werden, sind früh auf sich allein gestellt gewesen und zudem oft mit hohen Erwartungen der Familie konfrontiert, die aufgrund der zahlreichen Barrieren hier im Aufnahmeland nur schwierig zu erfüllen sind.

Die gesamte Studie zu finden <link http: www.baff-zentren.org wp-content uploads versorgungsbericht_mit-umschlag_2015.compressed.pdf>hier

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9.
ÄrztInnen als willfährige Abschiebehelfer? Geplante Asylrechtsverschärfung

Die ÄrztInnen in sozialer Verantwortung (IPPNW) kritisieren die im Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums geplante elementare Einschränkung international garantierter Grundrechte von Flüchtlingen. Die im Entwurf vorgesehenen Abschiebungen trotz schwerer Erkrankungen (§ 60 Abs. 7 AufenthG-Entwurf) sowie eine ausschließliche Beauftragung vom Bundesinnenministerium bestellter Abschiebeärzte (§ 60a Abs. 2d AufenthG-Entwurf) verstoßen gegen den hippokratischen Eid und stehen im Widerspruch zu zahlreichen Beschlüssen von Bundesärztekammer und Ärztetagen. "Hier sollen offenbar die mühsam zwischen Innenministerium, Behörden und Ärztekammer erarbeiteten Regelungen gekippt werden, um Flüchtlinge ohne Rücksicht auf ihre körperliche und psychische Integrität abschieben zu können", kritisiert Carlotta Conrad, Vorstandsmitglied der IPPNW.

Laut Gesetzentwurf sollen zukünftig nur noch spezielle vom Bundesinnenministerium ernannte AbschiebeärztInnenen die medizinische Begutachtung vor der Abschiebung durchführen dürfen. Schon heute ist die Qualität der medizinischen Untersuchungen vor Abschiebungen unbefriedigend.

Mehr dazu in der Quelle: <link https: www.ippnw.de startseite artikel de aerztinnen-als-willfaehrige-abschieb.html>Pressemitteilung der IPPNW vom 20.11.2015

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10.
Bericht über die Folgen des Gesetzes zur Umverteilung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Angesichts der stark gestiegenen Zahl minderjähriger Flüchtlinge, die ohne Erwachsene in die Stadt kommen, regt sich Sorge um den angemessenen Umgang mit den oft traumatisierten Jugendlichen. Wie ein Sozialarbeiter aus einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) der FR mitteilte, würden aktuell „massenhaft“ Jugendliche, die in Frankfurt das sogenannte Clearingverfahren durchlaufen hätten, auf andere Kommunen verteilt und dort teils prekär in Hotels oder Turnhallen untergebracht, wo sie ohne kontinuierliche Betreuung sich selbst überlassen seien. Einige Jugendliche hätten nach ihrer Verlegung wieder vor der Tür ihrer alten Unterkunft gestanden und gefleht, bleiben zu dürfen.

Alleine in der letzten Oktoberwoche seien große Gruppen Jugendlicher aus Einrichtungen von „mindestens drei großen Trägern“ verlegt worden, so der Sozialarbeiter, der anonym bleiben möchte. Jugendliche, die nach Monaten in Frankfurt Vertrauen und Bindungen aufgebaut hätten, seien vom Jugend- und Sozialamt erst ein bis drei Tage im Voraus informiert und gegen ihren Willen verlegt worden.  Einschätzungen von Betreuern, die gegen eine Verlegung sprächen und „zum Teil mit psychologischen Gutachten gestützt sind“ würden vom Jugendamt ignoriert. Dabei sei für die Jugendlichen, die Trennungen oder den Tod von Angehörigen hätten verkraften müssen, „Stabilität und Verlässlichkeit“ notwendig. Die aktuelle Situation komme aber „eher dem Verwalten von Dingen gleich“ und berge die Gefahr von Retraumatisierungen. Aus Protest hätten bereits Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamtes gekündigt.

Der gesamte Artikel der Frankfurter Rundschau zu finden <link http: www.fr-online.de zuwanderung-in-rhein-main>hier

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11.
Paritätische Positionen zu Vorschlägen für Beschleunigung von Asylverfahren ("Asylpaket II")

Die große Zahl schutzsuchender Flüchtlinge in Deutschland stellt für die Gesellschaft zweifelsohne eine große Herausforderung dar. Auch der Paritätische mit seinen über 10.000 Mitgliedsorganisationen bringt sich massiv ein, damit die Aufnahme und zügige Integration der Flüchtlinge in Deutschland gelingen kann. Dafür müssen aber auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen.

Wir sehen mit großer Sorge, dass in kurzen zeitlichen Abständen immer neue Gesetzesverschärfungen im Asylbereich vorgelegt und verabschiedet werden, die keinesfalls - wie der Name suggeriert - nur auf eine Beschleunigung der Asylverfahren abzielen, sondern die die Bedingungen für ein faires Asylverfahren und eine gelingende Integration teilweise deutlich verschlechtern.

Die aktuell diskutierten Vorschläge zur Beschleunigung der Asylverfahren („Asylpaket II“) sehen wir sehr kritisch. In einem Brief an alle Parteispitzen und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben wir unsere Bedenken zusammengefasst.

Der Brief zu finden unter <link http: www.der-paritaetische.de presse external-link-new-window external link in new>diesem Link <link http: www.der-paritaetische.de presse asyl _blank>

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12.
Deutsches Kinderhilfswerk verteilt 1.000 Schulranzen an Flüchtlingskinder in Deutschland

Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt in den nächsten Tagen und Wochen 1.000 Schulranzen im Gesamtwert von rund 150.000 Euro an Flüchtlingskinder in Deutschland. Die Verteilung der Ranzen wird vor Ort von Kontaktstellen und Kooperationspartnern des Deutschen Kinderhilfswerkes in Berlin, Bruchsal, Dortmund, Dresden, Gießen, Karlsruhe, Leipzig und Nürnberg koordiniert. Die Schulranzen werden zu einem Bildungspaket gepackt, bestehend aus Schulheften, Schreib- und Lesematerial sowie Infomaterial über Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten vor Ort. „Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Dabei ist es ganz gleich, wo es lebt und welchen Aufenthaltsstatus es hat. Dies wird am besten durch eine umfassende Schulpflicht, aber auch durch eine gute Schulausstattung sichergestellt. Deshalb stellt das Deutsche Kinderhilfswerk bundesweit 1.000 Schulranzen und Schulrucksäcke für Flüchtlingskinder zur Verfügung. Damit möchten wir helfen, dass die Kinder schnell wieder zur Normalität zurückfinden und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. Eine gute Schulausstattung mit Schulranzen, Schreibzeug und Büchern ist dabei Grundvoraussetzung“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Mehr dazu in der Quelle: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-verteilt-1000-schulranzen-an-fluechtlingskinder-in-deutschland>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 29.11.2015

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13.
Resolution des Grundschulverbandes: Flüchtlingskinder – Wir sind verantwortlich und solidarisch

In jeder Minute muss ein Kind mit seinen Eltern oder allein die Flucht ergreifen, stellt das UN-Flüchtlings-hilfswerk (UNHCR) fest. Weltweit sind derzeit an die 60 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder.

Politische Verfolgung, Krieg und Bürgerkrieg, Umweltkatastrophen oder extreme Armut sind einige der Gründe für die Flucht. Flüchtende Menschen suchen Sicherheit für sich und vor allem auch für ihre Kinder, ein Leben in Frieden und eine Aussicht auf Nahrung und Wohnung, Bildung und Arbeit.

Diese Menschen benötigen in jedem Land, in dem sie Zuflucht suchen, dringend Hilfe, Unterstützung und Solidarität.

Der Grundschulverband verurteilt alle Maßnahmen, die die menschliche Würde, die Menschenrechte oder die körperliche Unversehrtheit von Menschen auf der Flucht gefährden.

Flüchtlinge stehen vor existentiellen Herausforderungen. Der Umgang von Menschen in Politik, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen mit diesen Hilfesuchenden ist ein Gradmesser für eine inklusive Gesellschaft. Diesem Anspruch müssen sich auch alle Bildungseinrichtungen stellen, denn es kommen mehr Vielfalt und mehr Unwägbarkeiten auf sie zu.

Willkommenskultur ist eine Haltung, die alle MitarbeiterInnen und Eltern der Schule einschließt und einbezieht. Auch die Grundschulen in Deutschland müssen und wollen handeln, um das Recht der Kinder auf Bildung zu realisieren. Pädagoginnen und Pädagogen brauchen dafür Zeit und konkrete Unterstützung.

Die vollständige Resolution zu finden <link http: www.grundschulverband.de fileadmin bilder aktuell startseite resolution_fluechtlingskinder__gsv__30.11.2015.pdf>hier

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14.
Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats des Deutschen Kinderhilfswerks interviewen Flüchtlingskinder

Die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates des Deutschen Kinderhilfswerkes Natascha, Tim und Irma haben mit den geflüchteten Kindern Dunja und Tamina sowie Amadou gesprochen und ihnen viele Fragen gestellt. Alle drei mussten aus ihrer Heimat flüchten, weil die Situation in ihrem Land lebensbedrohlich wurde.

Das Interview zu finden <link unsere-arbeit aktuelle-projekte fluechtlingskinder interviews-mit-gefluechteten-kindern>hier

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15.
Spielen überwindet Grenzen! - neues Motto zum Weltspieltag 2016 steht fest

Das Bündnis Recht auf Spiel hat sich aus aktuellem Anlass zum Weltspieltag 2016 auf das Motto: „Spielen überwindet Grenzen!“ geeinigt.

Beim Weltspieltag 2016 sollen die physischen, sozialen und kulturellen Grenzen durch gemeinsames Spielen draußen auf der Straße überwunden werden, um das Recht-auf-Spiel für alle Kinder überall verwirklichen zu können. Gemeinsames Spielen, Kommunizieren und Kooperieren braucht wenig Worte und hilft gleichzeitig, sich in eine andere Kultur einzuleben, Freunde zu finden und die neue Sprache „spielend“ zu lernen. Es verbindet alle Kulturen auf der Welt, denn draußen gespielt wird überall. Der öffentliche Raum, ob nun die Straße oder der Spielplatz, ist für alle da, unbeachtet des sozialen Hintergrunds, der Kultur, der Religion oder des Alters. Er bietet eine Plattform, um aufeinander zu zugehen. Aber auch räumliche Grenzen stellen Hindernisse für das unbeschwerte Spielen draußen dar. Kinder müssen oft stark befahrene Straßen überwinden, um einen qualitativen Spielort aufzusuchen oder haben kaum die Möglichkeit auf der Straße zu spielen, da diese von parkenden Autos blockiert ist. Daher sollen auch die Grenzen vorgegebener Spielflächen für Kinder überschritten werden, um sich mit Neugier auf die Suche nach neuen Abenteuern und den eigenen Grenzen zu machen. Für grenzenloses Spielen!

Projektanmeldungen und Materialbestellungen sind wie immer ab Frühjahr 2016 über die <link http: www.recht-auf-spiel.de>Webseite des Bündnis Recht auf Spiel möglich.

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16.
Einladung Auftakt-Veranstaltung am 10.12. in Berlin: Projekt „Digitale Nachbarschaft“

Kaum ein Verein kommt heute mehr ohne digitale Strukturen aus – ob neue Mitglieder gewonnen oder Mitgliederdaten verwaltet werden sollen, das Internet rückt auch innerhalb gemeinnütziger Organisationen zunehmend in den Mittelpunkt.

Das Projekt „Digitale Nachbarschaft“ unterstützt ehrenamtlich Aktive und organisierende Vereinsmitglieder deshalb, sicher und souverän im Umgang mit dem Internet zu sein.

Weitere Informationen und Anmeldung unter <link https: digitale-nachbarschaft.de node>diesem Link.

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