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Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderkommission des Deutschen Bundestages muss Impulse zur Stärkung der Rechte von Flüchtlingskindern geben
2. Schutz von geflüchteten Kindern – Gemeinsame Erklärung europäischer Verbände
3. In erster Linie junge Menschen
4. Umfrage zeigt: Jugendliche zweifeln an Chancengleichheit im Bildungssystem
5. „Jedes Kind ist gleich viel wert“ – Verbände starten Online-Petition gegen Kinderarmut
6. Eurostat-Zahlen zur Kinderarmut in Europa
7. Grüne fordern Kindergrundsicherung
8. Früher Demokratie wagen – Deutsches Kinderhilfswerk für breite gesellschaftliche Debatte über Wahlaltersgrenzen
9. Bericht der Landesregierung Schleswig-Holstein zu Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
10. Netzwerktreffen der Kinderrechteschulen legt gemeinsame Qualitätsstandards zur Kinderrechtsarbeit fest
11. Eurochild Policy Paper zu Grund- und Kinderrechten in der EU
12. DIW-Studie zeigt: IT und Kommunikationstechnologien sind im Freizeitverhalten der Jugend allgegenwärtig
13. Fachtagung zum Kinderrechte Filmfestival am 13.12.2016 in Berlin
1.
Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderkommission des Deutschen Bundestages muss Impulse zur Stärkung der Rechte von Flüchtlingskindern geben

Das Deutsche Kinderhilfswerk erwartet von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages in den nächsten Monaten verbindliche Impulse zur Stärkung der Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland. "Die in der UN-Kinderrechtskonvention normierten Rechte müssen für alle Kinder gelten, unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus. Das gilt für Kinderrechte im Asylverfahren und beim Familiennachzug ebenso wie für Kinderrechte in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Hier setzen wir darauf, dass die von der Kinderkommission zu diesen Themen erarbeiteten Denkanstöße und Handlungsvorschläge als konkrete Impulse in der weiteren parlamentarischen Arbeit und im Regierungshandeln ihren Niederschlag finden", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich des Wechsels beim Vorsitz der Kinderkommission von Norbert Müller zu Beate Walter-Rosenheimer und der Vorstellung der weiteren Arbeitsschwerpunkte.

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt, dass sich die Kinderkommission darüber hinaus dem Thema "Jugend und Extremismus in Deutschland“ widmen wird. „Auf der Suche nach Werten brauchen Kinder und Jugendliche Maßstäbe, wie sie in den Menschenrechten angelegt sind. Gleichzeitig wissen wir, dass die Toleranz für Andere eigenes Selbstwertgefühl voraussetzt. Daher ist es ebenso wichtig, dass durch Kinderrechte gesellschaftliche Teilhabe und Mitbestimmung abgesichert werden. Kinder sollen erfahren, dass sie unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder Alter ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft sind", so Hofmann weiter.

Zum Thema „Demokratieförderung“ wird das Deutsche Kinderhilfswerk zu Beginn des nächsten Jahres seinen „Kinderreport 2017“ vorstellen. Dabei wird u.a. der Frage nachgegangen, ob die Kinder und Jugendlichen in Deutschland langfristig in der Lage sind, Verantwortung für den Erhalt unserer Demokratie zu übernehmen. Zudem wird die Frage beleuchtet, wer hauptsächlich die Verantwortung dafür trägt, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern und welche konkreten Maßnahmen dafür sinnvoll sind.

Mehr Infos: Pressemitteilung vom Deutschen Kinderhilfswerk vom 30.11.2016

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2.
Schutz von geflüchteten Kindern – Gemeinsame Erklärung europäischer Verbände

Das zehnte europäische Forum für Kinderrechte hat sich Ende November in Brüssel damit befasst, wie Kinder, die fliehen oder geflohen sind, besser geschützt werden können. Aus diesem Anlass haben 78 europäische Organisationen eine Gemeinsame Erklärung veröffentlicht, die sieben Prioritäten formuliert, die den Schutz von Kindern, die von Flucht und Migration betroffen sind, verbessern sollen. Sie lauten:

1. Ein EU-Aktionsplan für alle Kinder, die von Flucht und Migration betroffen sind

2. Eine Reform der Asylgesetzgebung

3. Priorität für Kinder bei allen Maßnahmen in Zusammenhang mit Flucht und Migration

4. Finanzmittel für Kinderschutz

5. Eine integrierte Politik für alle Kinder

6. Kinderschutz über Grenzen hinweg

7. Erhebung und Nutzung von Daten und wissenschaftlicher Evidenz

Mehr Infos: Gemeinsame Erklärung (auf Englisch)

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3.
In erster Linie junge Menschen

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hat sich zu dem Vorschlag mehrerer Bundesländer positioniert, das Jugendwohnen gem. § 13 Absatz 3 SGB VIII neu zu regeln und minderjährige unbegleitete Geflüchtete (allein) durch die Jugendsozialarbeit zu fördern:

Damit junge Geflüchtete Teilhabe-, Bildungs- und Ausbildungschancen tatsächlich wahrnehmen können, müssen ihnen die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe insgesamt zur Verfügung stehen. Die Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII (und insbesondere auch das Jugendwohnen nach § 13 Absatz 3 SGB VIII) leistet notwendige Beiträge zur Integration junger Geflüchteter – aber sie ist kein Ersatz für erzieherische Hilfen. Die Bundesorganisationen der Jugendsozialarbeit sprechen sich entschieden gegen "Sonderregelungen" für junge Geflüchtete aus. Ebenso kritisieren sie die Absicht der protokoll-erklärenden Länder, dass sich die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe im Regelfall auf die Versorgung von Minderjährigen konzentrieren sollen. Stattdessen spricht sich der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit dafür aus, dass die Leistungen der Jugendsozialarbeit und des Jugendwohnens – auch für junge Volljährige – verbindlicher finanziert, abgesichert und flächendeckend umgesetzt werden.

Mehr Infos: Stellungnahme des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit und Protokoll des DIJuF zum Gespräch des BMFSFJ mit Ländern und Fachverbänden zur Versorgung von umF in der Kinder-und Jugendhilfe

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4.
Umfrage zeigt: Jugendliche zweifeln an Chancengleichheit im Bildungssystem

Mehr als die Hälfte der befragten 14- bis 21-Jährigen glauben nicht an Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem (52 Prozent). Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Dabei variieren die Einschätzungen deutlich. Besonders jüngere Befragte mit geringerem Bildungsgrad zeigen sich weniger skeptisch. So schätzen mehr als zwei Drittel der Haupt- und Realschüler die Bildungschancen aller als gleich ein.

Schüler glauben dagegen deutlich häufiger an die Integrationsfähigkeit des Bildungssystems (43 Prozent) als Erwerbstätige (28 Prozent) und Studenten (28 Prozent). In der Gruppe der Haupt- und Realschüler zeigt sich der größte Vertrauenszugewinn: Über die Hälfte hält das deutsche Bildungssystem für gut oder sogar sehr gut vorbereitet (56 Prozent). Das sind 21 Prozentpunkte mehr als in 2015. Während noch im Vorjahr insbesondere Befragte mit Migrationshintergrund und vielen ausländischen Mitschülern dieser Meinung waren, zeigen sich heute alle Jugendlichen gleich zuversichtlich.

Zu diesen Ergebnissen kam eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Stifterverband, SOS-Kinderdörfer weltweit und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Vorfeld des Tags der Bildung. Am 08.12.2016 diskutieren Entscheider aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sowie Bildungspraktiker die Ergebnisse in Berlin.

Mehr Infos: Tag der Bildung und Pressemitteilung zur Forsa-Studie

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5.
„Jedes Kind ist gleich viel wert“ – Verbände starten Online-Petition gegen Kinderarmut

„Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut“ – Mit dieser gemeinsamen Online-Kampagne macht das Deutsche Kinderhilfswerk zusammen mit Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie Familien- und Kinderrechtsorganisationen ab dem 06.12.2016 auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam. Die Petition von Nationaler Armutskonferenz, Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, Deutschem Kinderschutzbund, Deutschem Kinderhilfswerk, Verband Alleinerziehender Mütter und Väter sowie Zukunftsforum Familie kann ab morgen auf dem Portal von Campact unterzeichnet werden. Mit ihrer Initiative gegen Kinderarmut wollen die Verbände einen breiten Unterstützerkreis gewinnen, der im Wahljahr Druck auf die Parteien macht.

„Gerade in der Weihnachtszeit wird deutlich, wie groß der Mangel bei armen Familien ist“, betonen die Initiatoren, die gemeinsam mit der Nationalen Armutskonferenz das Online-Portal für die Kampagne öffnen. „Der Nikolaus und der Weihnachtsmann machen oft einen Bogen um die Zimmer armer Kinder“, so die Bündnispartner. Im Regelsatz seien nicht einmal die Kosten für Adventsschmuck und Weihnachtsbaum eingerechnet. „Wir sagen: Das darf nicht sein! Gemeinsam müssen wir alles unternehmen, damit Kinder gut aufwachsen können! Jedes Kind ist gleich viel wert!“

Nach Angaben der Initiatoren leben rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland in Armut. Es gehe darum, diesen Kindern jetzt ein Leben mit Perspektiven und ohne Ausgrenzung zu ermöglichen: „Wir fordern eine einheitliche Geldleistung für alle Kinder, die das Existenzminimum sichert. Ein gutes Aufwachsen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, fasst der Petitionstext zusammen.

Vielfältige Aktionen werden die Online-Petition im Wahljahr begleiten: „Wir werden aufmerksam verfolgen, welchen Stellenwert die Beseitigung von Kinderarmut in den Wahlprogrammen, einer Koalitionsvereinbarung und in Gesetzgebungsvorhaben erhält und ob konkret benannt wird, bis wann und wie Kinderarmut in Deutschland überwunden sein soll.“

Mehr Infos: Hintergrund der Petition und zum Unterzeichnen hier

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6.
Eurostat-Zahlen zur Kinderarmut in Europa

Jedes vierte Kind in der EU war im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Besonders gefährdet sind Kinder, deren Eltern einen geringen Bildungsgrad haben. Das zeigen die Zahlen, die die europäische Statistikbehörde Eurostat anlässlich des Weltkindertages am 20.11.2016 veröffentlicht hat. Am stärksten seien Kinder in Rumänien (46,8 Prozent), Bulgarien (43,7 Prozent) und Griechenland (37,8 Prozent) betroffen. In Deutschland sind es 18,5 Prozent der Kinder, was im Vergleich zu 2010 einen Rückgang von 3,2 Prozentpunkten bedeutet. Im EU-Durchschnitt sind die Zahlen leicht von 27,5 Prozent auf 26,9 Prozent gesunken.

Mehr Infos: Daten von Eurostat (auf Englisch)

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7.
Grüne fordern Kindergrundsicherung

Die Teilhabe von Kindern und ihren Eltern, die von Grundsicherung leben, soll nach dem Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sichergestellt werden. In einem Antrag fordert sie die Bundesregierung auf, die Regelsätze in der Grundsicherung so zu gestalten, dass sie das Existenzminimum in "ausreichender Höhe" decken und die Teilhabe am sozialen Leben, an Bildung, Kultur und Mobilität ermöglichen. Die Grünen fordern zudem die Einführung einer neuen einkommensunabhängigen Kindergrundsicherung, damit Eltern mit kleinen und mittleren Einkommen für ihre Kinder die gleiche Unterstützung erhalten wie Eltern mit hohen Einkommen, die derzeit von steuerlichen Freibeträgen stärker profitieren. Dies sollte mit einer Reform des Ehegattensplittings gekoppelt werden. Bestehenden Ehen soll dabei eine Wahlmöglichkeit zwischen dem alten Modell der Familienförderung mit Ehegattensplitting, Kinderfreibeträgen und Kindergeld und dem neuen Modell mit Kindergrundsicherung und Individualbesteuerung erhalten.

Mehr Infos: Meldung des Deutschen Bundestages und Antrag der Grünen Bundestagsfraktion

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8.
Früher Demokratie wagen – Deutsches Kinderhilfswerk für breite gesellschaftliche Debatte über Wahlaltersgrenzen

Das Deutsche Kinderhilfswerk spricht sich für eine breite gesellschaftliche Debatte über die derzeitigen Wahlaltersgrenzen aus. Dazu hat die Kinderrechtsorganisation jetzt die Broschüre „Absenkung des Wahlalters – Eine Auseinandersetzung mit Argumenten gegen eine Absenkung der Altersgrenzen bei politischen Wahlen“ veröffentlicht. Die Publikation fasst die gängigen Argumente gegen eine Absenkung des Wahlalters aus den zahlreichen Debatten zusammen und stellt entsprechende Fachbeiträge zur Seite, welche die Gegenargumente entkräften.

Dabei wird beispielsweise das Argument entkräftet, dass die Absenkung des Wahlalters negative Folgen für die Demokratie habe und zu einer Stärkung der Parteien an den extremen politischen Rändern führe. Außerdem wird dargelegt, dass ein Mindestwahlalter von 18 Jahren nicht mit dem Verweis auf die Volljährigkeit zu begründen ist. Ein weiterer Beitrag tritt der Behauptung entgegen, dass Jugendliche aufgrund von noch nicht voll entwickelten kognitiven Fähigkeiten, die Verantwortung, die mit einer Teilnahme an Wahlen einhergeht, nur unzureichend wahrnehmen könnten. Schließlich diskutieren in einem gemeinsamen Beitrag Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), Diana Golze (DIE LINKE), Bettina Hagedorn (SPD) und Dr. Peter Tauber (CDU) den Vorwurf, Parteien mit hohen Zustimmungswerten bei jungen Menschen würden sich aus rein strategischen Gründen für eine Änderung des Wahlalters einsetzen.

Mehr Infos: Broschüre "Absenkung des Wahlalters – Eine Auseinandersetzung mit Argumenten gegen eine Absenkung der Altersgrenzen bei politischen Wahlen" im Online Shop und als Download

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9.
Bericht der Landesregierung Schleswig-Holstein zu Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 04.10.2016 den Bericht über die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorgelegt, in dem sie über die Aktivitäten der Landesregierung, die Umsetzung auf kommunaler Ebene sowie über zukünftige Zielsetzungen berichtet und der in jeder Legislaturperiode einmal dem Landtag vorzulegen ist.

Da der letzte Bericht im Juni 2010 im Landtag diskutiert wurde, umfasst der aktuelle Bericht die Jahre 2010 bis 2016, sozusagen als Tätigkeitsbericht zur Kinder- und Jugendbeteiligung in den vergangenen sechs Jahren. Das Thema der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist Schwerpunkt im Handlungsfeld "Jugend im Fokus" des Kinder- und Jugendaktionsplans.

Mehr Infos: Bericht der Landesregierung

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10.
Netzwerktreffen der Kinderrechteschulen legt gemeinsame Qualitätsstandards zur Kinderrechtsarbeit fest

Mit der Festlegung gemeinsamer Qualitätsstandards zur Kinderrechtsarbeit ist in Berlin das 1. bundesweite Netzwerktreffen der Kinderrechteschulen zu Ende gegangen. Neben der altersgerechten Vermittlung von Faktenwissen über die UN-Kinderrechtskonvention wird darin vor allem die wichtige Rolle eines partizipativen Bildungsverständnisses der pädagogischen Fachkräfte hervorgehoben. Wichtig ist zudem, dass die Kinderrechte im Leitbild der Schule verankert sind und als Leitgedanke der Einrichtung fungieren. Besonderer Schwerpunkt des Netzwerkstreffens war auch das Thema "Vielfalt in der Schule begegnen".

Das Netzwerktreffen der Kinderrechteschulen bietet eine wichtige Plattform für die Vernetzung der teilnehmenden Projektschulen untereinander sowie für den überregionalen, fachlichen Austausch und trägt damit entscheidend zur Sicherung von Qualität und Nachhaltigkeit des Projekts bei. Das Projekt "Kinderrechteschule" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt. Es knüpft an den Kinderrechte-Koffer des Deutschen Kinderhilfswerkes an, den bereits mehr als 800 Schulen bundesweit für ihre Arbeit nutzen. Bisher sind im Rahmen des Modellprojektes zehn Schulen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz als Kinderrechteschulen ausgezeichnet worden.

Mehr Infos: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 28.11.2016

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11.
Eurochild Policy Paper zu Grund- und Kinderrechten in der EU

Eurochild hat im November ein Policy Paper darüber vorgelegt, inwiefern die EU bei der Umsetzung der EU Grundrechtecharta auch die Rechte von Kindern fördert. Es analysiert die Berichte der EU und der Mitgliedstaaten zur Umsetzung der Charta in all ihren Themenbereichen aus der Perspektive der Kinderrechte. Das Papier richtet sich sowohl an Akteure aus der Zivilgesellschaft als auch an Vertreterinnen und Vertreter in Politik und Behörden.

Mehr Infos: Policy Paper "Applying the EU Charter of Fundamental Rights to children’s rights in the EU" (auf Englisch)

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12.
DIW-Studie zeigt: IT und Kommunikationstechnologien sind im Freizeitverhalten der Jugend allgegenwärtig

Rund 85 Prozent aller 17-Jährigen in Deutschland beschäftigen sich täglich mit dem PC oder Internet. Vor 15 Jahren war es weniger als ein Drittel. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die Studie zeigt, wie allgegenwärtig PC und Smartphones in der Freizeit der Jugendlichen sind: 78 Prozent der 17-Jährigen surfen oder chatten nach eigenen Angaben täglich, 72 Prozent sind jeden Tag in den sozialen Netzwerken unterwegs.

Während vor 15 Jahren Jugendliche aus Haushalten mit geringem Einkommen und geringer Bildung seltener Zugang zu privaten PCs und zum Internet hatten, ist dies heute für nahezu alle 17-Jährigen im Land gewährleistet. „Haushaltseinkommen, Bildungsgrad der Eltern oder Migrationshintergrund machen heutzutage so gut wie keinen Unterschied mehr, wenn es darum geht, wer Zugang zum Internet hat“, so Studien-Autorin Sandra Bohmann. „Was sich allerdings entlang bestimmter sozio-demographischer Merkmale unterscheidet, ist die Art und Weise, wie die jungen Menschen die IT- und Kommunikationstechnologien nutzen“, so Bohmann weiter. So geht ein geringes Haushaltseinkommen mit einer stärkeren Nutzung des Internets einher. Jugendliche aus Haushalten mit einem hohen sozialen Status beschäftigen sich dagegen weniger mit IT- und Kommunikationstechnologien und verbringen mehr Zeit mit anderen Beschäftigungen als Gleichaltrige aus Haushalten mit niedrigerem Status. 

Die Autorinnen und Autoren der Studie appellieren ausgehend von den Ergebnissen insbesondere an die Bildungspolitik. Die Schule solle als Ort der Auseinandersetzung mit dem verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien fungieren.

Mehr Infos: Wochenbericht des DIW

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13.
Fachtagung zum Kinderrechte Filmfestival am 13.12.2016 in Berlin

Wie kommt die Kinderrechtsagenda auf die Bildfläche? Kann Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über ihre Rechte durch Film und Fernsehen gelingen? Wie ist es um Mitwirkung und Mitbestimmung in Kinder- und Jugendmedien bestellt? Diesen und weiteren Fragen zur Bedeutung von Bewegtbildern für die Achtung der Kinderrechte wollen wir auf unserer Fachtagung zum Kinderrechte Filmfestival "Klappe auf für die Rechte der Kinder!" nachgehen.

Nach einen Impuls zur politischen Relevanz der Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz" und der aktuellen Kampagne "Starkmachen für Kinderrechte" vom BMFSFJ, wird es ein Panel zum Schwerpunkt Kinder- und Jugendfilm im Kino u.a. mit "Heidi"-Regisseur Alain Gsponer, Maryanne Redpath (Sektionsleiterin der Berlinale Generation), Sirin Bahadir (Jugendkonsultation des Deutschen Instituts für Menschenrechte) sowie Sebastian Sedlmayr (Abteilungsleiter Kinderrechte und Bildung Unicef Deutschland) geben. Am Nachmittag wird in praxisnahen Talks das Kinderrechte Filmfestival als Best-Practice und weitere zielführende Ansätze der kulturellen Bildung, welche die Potentiale von Bewegtbildern für das Thema Kinderrechte aufgreifen, diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt wird die besondere Situation geflüchteter Kinder sein: Was für Möglichkeiten haben diese Kinder, ihre Rechte selbst einzufordern und welchen Beitrag können Medieninitiativen in diesem Feld leisten?

Zur Anmeldung und zum Programm

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