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Inhalt dieses Newsletters
1. Amadeu Antonio Stiftung und Deutsches Kinderhilfswerk veröffentlichen Handreichung „15 Punkte für eine Willkommensstruktur in Jugendeinrichtungen"
2. Deutsches Kinderhilfswerk: Angebotsvielfalt guter Kinderseiten im Internet sicherstellen
3. Deutsches Kinderhilfswerk: Untätigkeit der Bundesregierung bei Kinderarmut beenden
4. Rheinische Post: Hendricks will mehr Kinderlärm zulassen
5. Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität in der Kindertagesbetreuung - Konferenz von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften
6. Social Justice Index Wirtschafts- und Schuldenkrise der EU: Kinder und Jugendliche sind die großen Verlierer
7. Kampagne «Mehr Platz für Kinder»
8. "Handlungsbedarf beim Thema Adoption" Expertise- und Forschungszentrum Adoption am Deutschen Jugendinstitut eingerichtet
9. Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. September 2015
10. 21. Deutscher Familiengerichtstag
11. Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge
12. Flüchtlinge entdecken Deutsch=Land/ Förderung von Flüchtlingsprojekten durch Wir bilden Deutsch=Land, BSFV e.V.
13. Einladung zur Teilnahme und Mitarbeit "Standards in der Medienbildung"
1.
Amadeu Antonio Stiftung und Deutsches Kinderhilfswerk veröffentlichen Handreichung „15 Punkte für eine Willkommensstruktur in Jugendeinrichtungen"

Die ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit der Amadeu Antonio Stiftung und das Deutsche Kinderhilfswerk fordern zusätzliche Ressourcen für die Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, um Strukturen und Qualität in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen sicherzustellen. Dazu hat die Amadeu Antonio Stiftung mit Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes jetzt einen „15-Punkte-Plan“ für eine Willkommensstruktur in Jugendeinrichtungen veröffentlicht. Die Handreichung liefert konkrete Handlungsempfehlungen, um eine nachhaltige Willkommenskultur für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in der Jugendarbeit zu stärken.

„Im Moment werden Tausende der jungen Geflüchteten de facto nicht betreut oder wissen nicht einmal, dass sie ein Recht auf einen Vormund haben, der sich für ihre Interessen einsetzt. Die Städte sind überlastet, die Kommunen kaum vorbereitet. Gerade jetzt sind Jugendeinrichtungen gefordert. Jugendarbeit muss sich an Kinderrechten orientieren“, fordert Judith Rahner, Projektkoordinatorin der ju:an-Praxisstelle. „Wir brauchen qualitative Standards und starke Strukturen. Der 15-Punkte-Plan gibt dazu praxisorientierte Hilfestellungen.“

„Der 15-Punkte-Plan zeigt, was die Kinder- und Jugendarbeit ganz konkret dazu beitragen kann, die in der UN-Kinderrechtskonvention verbrieften Kinderrechte zu wahren“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Einrichtungen der Jugendarbeit müssen nun die Chance nutzen, ihre grundlegenden Prinzipien – Partizipation, Freiwilligkeit, Niedrigschwelligkeit und Offenheit – in der Arbeit mit minderjährigen Geflüchteten zu stärken.“

Die Handreichung „15 Punkte für eine Willkommensstruktur in Jugendeinrichtungen“ wurde mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanziert und kann bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder unter <link http: www.projekt-ju-an.de>www.projekt-ju-an.de/15-punkte-plan heruntergeladen werden.

Mehr dazu in der Quelle:<link https: www.dkhw.de presse schlagzeilen-archiv schlagzeilen-details amadeu-antonio-stiftung-und-deutsches-kinderhilfswerk-veroeffentlichen-handreichung-15-punkte-fuer-eine-willkommensstruktur-in-jugendeinrichtungen external-link-new-window external link in new> Pressemitteilung der Amadeu Antonio Stiftung und Deutsches Kinderhilfswerk e.V. vom 03.11.2015

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2.
Deutsches Kinderhilfswerk: Angebotsvielfalt guter Kinderseiten im Internet sicherstellen

Das Deutsche Kinderhilfswerk forderte zum „Tag der Kinderseiten“ am 21.10.2015 die Bundesregierung dazu auf, durch die nachhaltige Förderung von guten Kinder-Internetseiten einen aktiven Beitrag zum Kindermedienschutz zu leisten. „Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes steht die Bundesregierung in der Verantwortung, die Existenz guter Kinder-Internetseiten dauerhaft sicherzustellen. Diese sind, sofern sie als nichtkommerzielle Angebote den Ansprüchen von Werbefreiheit und ausreichendem Kinderschutz genügen sollen, wirtschaftlich kaum tragfähig. Deshalb müssen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Monika Grütters als Staatsministerin für Kultur und Medien durch eine projektunabhängige Förderung ein vielfältiges Angebot guter Kinder-Internetseiten dauerhaft sicherstellen“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Da Kindern vielfach noch eine ausgeprägte kritische Urteilsfähigkeit und die Fähigkeit zur Orientierung innerhalb der Informationsgesellschaft fehlen, müssen sie beim Umgang mit dem Netz unterstützt, beraten und begleitet werden. Gerade das Internet birgt kinder- und jugendgefährdende Inhalte, vor denen es Kinder und auch Jugendliche zu schützen gilt. Hier leisten viele Kinder-Internetseiten einen wertvollen Beitrag“, so Hofmann weiter.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sind Kinder-Internetseiten ein unverzichtbarer erster Schritt, die Medienkompetenz von Kindern zu entwickeln und auszubauen. Ziel muss es sein, Kindern schon frühzeitig einen kompetenten Umgang mit dem Internet zu ermöglichen. Hierfür reicht es aber nicht aus, ihnen kindgerechte Webseiten und die technische Handhabung des Internets nahe zu bringen. Bezüglich der Inhalte des Internets ist vor allem eine kritische Analyse der medienvermittelten Inhalte notwendig. Dies beinhaltet auch, Quellenangaben und Datenschutz, Aktualität und Stellenwert sowie die Richtigkeit der Inhalte zu überprüfen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert seit rund 20 Jahren zahlreiche Medienkompetenz-Projekte in ganz Deutschland, die Kindern Spaß, Wissen und kritisches Bewusstsein zum Thema Medien vermitteln. Zudem bietet die Kinderrechtsorganisation Kindern und Eltern verschiedene Möglichkeiten, Sicherheit im Umgang mit Medien zu gewinnen, die Medienwelt aktiv mitzugestalten, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich Meinungen zu bilden. Mit der Seite <link http: www.kindersache.de>www.kindersache.de und dem Kooperationsprojekt <link http: www.juki.de>www.juki.de bietet das Deutsche Kinderhilfswerk Kindern einen geschützten Internetraum, in dem sie sich ausprobieren und austauschen können und außerdem ihre Kreativität sowie aktive Beteiligung angeregt wird.

Mehr dazu in der Quelle: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-angebotsvielfalt-guter-kinderseiten-im-internet-sicherstellen>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 20.10.2015

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3.
Deutsches Kinderhilfswerk: Untätigkeit der Bundesregierung bei Kinderarmut beenden

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundesregierung anlässlich des heutigen Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut auf, die Teilhabechancen von armen Kindern in Deutschland stärker in den Blick zu nehmen. Aus Sicht des Verbandes zeigen aktuelle Untersuchungen wie die Shell Jugendstudie eindringlich, dass die Anstrengungen zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland intensiviert werden müssen. „Die Bundesregierung widmet dem Thema Kinderarmut weiterhin nicht die nötige Aufmerksamkeit. Die positiven Änderungen beim Kinderzuschlag waren ein Silberstreif am Horizont, aber inzwischen herrscht bei der Bekämpfung der Kinderarmut wieder Dunkelheit. Weder die notwendige Einführung einer Kindergrundsicherung, noch Maßnahmen in der Gesundheits- oder Bildungspolitik zur Bekämpfung der Kinderarmut stehen anscheinend auf der bundesdeutschen Regierungsagenda“, sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Für eine effiziente und nachhaltige Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland braucht es ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist. Kinder haben nach den Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf ein soziokulturelles Existenzminimum, das ihnen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen soll. Durch die derzeitigen Hartz IV-Regelsätze und die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket wird das aber nicht ausreichend gewährleistet. Deshalb brauchen wir hier einen radikalen und möglichst schnellen Politikwechsel, der durch eine solidarischere Steuer- und Finanzpolitik finanziert werden sollte“, so Krüger weiter.

Mehr dazu in der Quelle: <link presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-untaetigkeit-der-bundesregierung-bei-kinderarmut-beenden>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 17.10.2015

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4.
Rheinische Post: Hendricks will mehr Kinderlärm zulassen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Anwohnerklagen gegen laute Kinderstimmen künftig zusätzlich erschweren. Das geht aus einem Positionspapier ihres Ministeriums hervor, das der in Düsseldorf erscheinenden <link http: www.rp-online.de politik barbara-hendricks-will-mehr-kinderlaerm-zulassen-aid-1.5521614 external-link-new-window external link in new>"Rheinischen Post" vorliegt. Demnach soll künftig auch Kinderlärm, der von Sportstätten ausgeht, rechtlich privilegiert werden. "Vereinssport von Kindern soll unter anderem in den Ruhezeiten, etwa an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr, uneingeschränkt stattfinden können", heißt es in dem Papier. "Kinderlärm" gehöre zum Leben, und sei kein Lärm, der nach dem Immissionsschutzrecht beurteilt werden sollte, schreibt das Ressort der Ministerin. Hendricks plante, das Papier bei der Bauministerkonferenz von Bund und Ländern in Dresden vorzustellen.

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5.
Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität in der Kindertagesbetreuung - Konferenz von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, die Fachministerinnen und Fachminister der Länder sowie führende Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter und Spitzenverbände haben sich anlässlich der Konferenz "Frühe Bildung lohnt sich" über die Bedeutung der Qualität in der Kindertagesbetreuung ausgetauscht.

"Über die Unterstützung der Wirtschaft freue ich mich sehr. Das Engagement aller für eine gute Kindertagesbetreuung ist eine notwendige und rentable Investition in die Zukunft unseres Landes. Gemeinsam mit den Ländern und Kommunen haben wir schon viel beim bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsplätzen und beim gemeinsamen Qualitätsprozess in der Kindertagesbetreuung erreicht. Wir müssen aber weitere Anstrengungen für qualitativ hochwertige frühe Bildung und Betreuungsangebote unternehmen. Das ist insbesondere angesichts der aktuellen Herausforderungen, Flüchtlingskinder zu integrieren, unabdingbar. Nur so können wir gleiche Bildungschancen für alle Kinder erreichen", so Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unterstützt die Konferenz und erklärt: "Bei der frühkindlichen Betreuung zeigt sich, wie ernst wir es als Bildungsgesellschaft mit unserem Anspruch auf Chancengleichheit meinen. Denn Chancengleichheit fängt bei den ganz Kleinen an. Bereits hier wird das Fundament für die weitere Entwicklung gelegt. Jeder Euro, der in frühkindliche Bildung investiert wird, ist daher bestens angelegtes Geld. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und bieten eigene Betriebskindergärten an oder kooperieren mit Einrichtungen in ihrer Nähe. Sie unterstützen damit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und investieren in die Zukunft der nächsten Generation. Dabei kommt es auf eine qualitativ hochwertige Betreuung an. Damit Länder und Kommunen ihre Aufgaben im Bildungsbereich besser bewältigen können, entlastet die Bundesregierung die Länder für diese Legislaturperiode um zusätzlich 6 Milliarden Euro. Auch der weitere Ausbau der Kitas und der Ganztagsbetreuung wird davon profitieren."

Mehr dazu in der Quelle: <link http: www.bmfsfj.de bmfsfj presse external link in new>Pressemitteilung des BMFSFJ vom 05.11.2015

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6.
Social Justice Index Wirtschafts- und Schuldenkrise der EU: Kinder und Jugendliche sind die großen Verlierer

Rund 26 Millionen und damit 27,9 Prozent aller unter 18-Jährigen sind in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Geringe Zukunftsperspektiven haben auch die 5,4 Millionen jungen Menschen, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind. Eine Kluft bei der sozialen Gerechtigkeit verläuft in Europa insbesondere zwischen Nord und Süd sowie zwischen Jung und Alt. Dies sind die Ergebnisse des Social Justice Index, mit dem die Bertelsmann Stiftung jährlich untersucht, wie sich soziale Gerechtigkeit in den 28 EU-Staaten entwickelt.

Deutschland liegt beim Social Justice Index auf Rang 7. Positiv zu Buche schlägt vor allem die sehr gute Arbeitsmarktsituation. Die Bundesrepublik hat im EU-Vergleich mit 73,8 Prozent die zweithöchste Beschäftigungsquote und mit 7,7 Prozent die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Allerdings befinden sich rund 40 Prozent aller abhängig Beschäftigten in sogenannten atypischen Beschäftigungsformen und der Anteil der Menschen, die trotz Vollzeitjob von Armut bedroht sind, ist zwischen 2009 und 2013 von 5,1 auf 6,3 Prozent gestiegen.

Der EU-weite Trend einer wachsenden Kluft zwischen Jung und Alt bei Armut und sozialer Ausgrenzung ist in Deutschland im Vergleich weniger ausgeprägt. Doch auch hier ist etwa der Anteil der unter 18-Jährigen, die von schweren materiellen Entbehrungen betroffen sind, höher als bei den über 65-Jährigen (5 gegenüber 3,2 Prozent). Insgesamt hat sich Deutschland in Sachen Generationengerechtigkeit im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung von Rang 10 auf Rang 15 verschlechtert.

Mehr dazu in der Quelle: <link https: www.bertelsmann-stiftung.de de presse pressemitteilungen pressemitteilung pid soziale-kluft-in-der-eu-kinder-und-jugendliche-sind-verlierer-der-krise external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 27.10.2015

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7.
Kampagne «Mehr Platz für Kinder»

Damit Kinder gesund aufwachsen können, brauchen sie Freiraum. Dabei geht es um Platz zum Spielen und Entdecken, um sich auszutoben und zu erholen, um gemeinsam mit anderen Kindern und ohne Aufsicht von Erwachsenen ihre freie Zeit zu verbringen.

Dieser Freiraum ist nicht bloss eine gutgemeinte, kinderfreundliche Idee, sondern ein grundlegendes Kinderrecht, über das Kinder gemäss der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 31) verfügen. Denn wenn dieser Raum für freies Spiel fehlt, hat das schwerwiegende Auswirkungen auf die physische, psychische, soziale und kognitive Entwicklung eines Kindes.

Das Problem ist, dass es zunehmend an Freiraum fehlt, da der öffentliche Raum für Kinder heute oft verboten ist. Spiel- oder Schulhofplätze sind zugesperrt, aus Angst vor möglichen Gefahren müssen Kinder drinnen bleiben und in der Gemeindeplanung gehen ihre Bedürfnisse vergessen.

Darum macht Pro Juventute mit einer landesweiten Mobilisierungs- und Sensibilisierungskampagne darauf aufmerksam, dass Kinder Freiraum brauchen und ein Recht darauf haben, unsere Welt mitzugestalten.

Weitere Informationen auf der Webseite <link http: freiraum.projuventute.ch external-link-new-window external link in new>freiraum.projuventute.ch

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8.
"Handlungsbedarf beim Thema Adoption" Expertise- und Forschungszentrum Adoption am Deutschen Jugendinstitut eingerichtet

Ein Kind zur Adoption freizugeben ist eine ebenso weitreichende Entscheidung wie die, ein Kind zu adoptieren. Erfahrungen in Praxis und Rechtsprechung haben jedoch gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um Adoptionsverfahren besser zu fördern und zu unterstützen. Mit der Einrichtung des Expertise- und Forschungszentrums Adoption (EFZA) am Deutschen Jugendinstitut möchte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Rechte der Adoptionsfamilien stärken, das Adoptionsrecht dauerhaft vereinfachen und die Verfahren transparent gestalten. Das EFZA dient der bundesweiten interdisziplinären Vernetzung von Wissenschaft und Fachpraxis, um die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Vermittlungspraxis zu bilanzieren und in entsprechenden Workshops zu diskutieren. Das DJI arbeitet hierzu den nationalen und internationalen Stand der Forschung auf und wird sowohl Vermittlungsstellen als auch Adoptionsfamilien eingehend zum Thema befragen.

Mehr dazu in der Quelle: <link http: www.dji.de fileadmin user_upload presse medieninfo external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Jugendinstitutes vom 02.11.2015 als pdf

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9.
Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. September 2015

Das Bundesverfassungsgericht urteilte:

Ein Sorgerechtsentzug aufgrund summarischer Prüfung im Wege der einstweiligen Anordnung unterliegt spezifischen verfassungsrechtlichen Anforderungen.

At. 6 Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Der Schutz des Elternrechts erstreckt sich auf die wesentlichen Elemente des Sorgerechts, ohne die Elternverantwortung nicht ausgeübt werden kann (vgl. BVerfGE 84, 168 <180>; 107, 150 <173>). Allerdings kann der Staat auf der Grundlage seines ihm nach Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG zukommenden Wächteramts den Eltern das grundrechtlich geschützte Sorgerecht entziehen, wenn und soweit dies zur Wahrung des Kindeswohls erforderlich ist (vgl. § 1666 Abs. 1 und Abs. 3 Nr. 6, § 1666a BGB).

Soweit es um die Trennung des Kindes von seinen Eltern geht, sind an die Annahme einer Gefährdung des Kindeswohls nach Art. 6 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 GG hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BVerfGE 136, 382 <386> m.w.N.). Eine Trennung des Kindes von seinen Eltern setzt voraus, dass das Kind bei einem Verbleiben in der Familie in seinem körperlichen, geistigen oder seelischen Wohl nachhaltig gefährdet ist (vgl. BVerfGE 60, 79 <91>). Dies ist der Fall, wenn bereits ein Schaden des Kindes eingetreten ist oder eine Gefahr gegenwärtig in einem solchen Maße besteht, dass sich bei ihrer weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 27. August 2014 - 1 BvR 1822/14 -, juris, Rn. 25 m.w.N.; BGH, Beschluss vom 15. Dezember 2004 - XII ZB 166/03 -, juris, Rn. 11). Maßnahmen, die eine Trennung des Kindes von seinen Eltern ermöglichen, dürfen zudem nur unter strikter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit erfolgen (vgl. BVerfGE 60, 79 <89>).

Das gesamte Urteil im Wortlaut auf der <link http: www.bundesverfassungsgericht.de shareddocs entscheidungen de rk20150929_1bvr129215.html>Webseite des Bundesverfassungsgerichtes

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10.
21. Deutscher Familiengerichtstag

Mit einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Sabine Walper zum Thema „Wechselmodelle, Betreuungsmodelle“ endete am Samstag, den 24. Oktober 2015 der 21. Deutsche Familiengerichtstag. Als erstes Ergebnis der intensiven Arbeit und Diskussionen können wir Ihnen die von den 24 Arbeitskreisen erarbeiteten Thesen zur Verfügung stellen. Diese Thesen bilden die Grundlage für die Empfehlungen des Vorstandes für Rechtsprechung, Verwaltung und Gesetzgebung, die dieser in den nächsten Wochen erarbeiten wird. Alle Vorträge und Arbeitsergebnisse werden im Tagungsband, den Brühler Schriften, veröffentlicht. Über dessen Erscheinen - voraussichtlich im 1. Quartal 2016 - werden Sie rechtzeitig informiert.

Der AK Nr.: 11, Thema: Kinderschutz - die Praxis & das Bundesverfassungsgericht, Leitung: Richter am OLG Prof. Dr. Stefan Heilmann, Frankfurt am Main &
Diplom-Psychologe Dr. Heinz Kindler, München, hat u.a. beschlossen:

Die Grundrechtsposition des Kindes sollte ausdrücklich im Grundgesetz verankert werden. (54 Ja / 8 Nein / 6 Enthaltungen)

Der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sollten keine Wertungsmaßstäbe dahingehend entnommen werden, dass das Elterngrundrecht gegenüber den Grundrechten des Kindes bzw. dem Wohl des Kindes vorrangig sein könnte.
(Dafür: 51, Enthaltungen: 8, Dagegen: 4)

Unter <link http: s293942038.online.de external link in new>diesem link sind die gesamten Ergebnisse der einzelnen Arbeitskreise zu finden.

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11.
Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge

Das Ausmaß an traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland ist nach Ansicht von Experten derzeit nur schwer abzuschätzen. Ein Vertreter des GKV-Spitzenverbandes sagte am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages: "Wir wissen nicht genau, mit welchem Umfang wir es zu tun haben". Der bisher geschätzte Anteil von 40 bis 50 Prozent Betroffenen sei womöglich zu hoch gegriffen.

In der Expertenrunde zur Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge erklärten auch Vertreter der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF), die Zahl der tatsächlich akut behandlungsbedürftigen Flüchtlinge sei erheblich niedriger anzusetzen, als die Gesamtzahl der von traumatischen Erlebnissen betroffenen Menschen.

Nach Angaben der Psychotherapeutenkammer haben viele Kinder aus Syrien und Afrika Kriegs- und Gewalterfahrungen gemacht. Aber nicht alle Betroffenen benötigten auch eine Akutbehandlung. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) würden oft erst mit Verzögerung deutlich, wenn Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen heraus seien und in eigenen Wohnungen lebten. Hochgerechnet könnten rund 60.000 Flüchtlinge behandlungsbedürftig sein. Das würde inklusive Dolmetscher zu Kosten von rund 250 Millionen Euro führen.

Die Experten waren sich einig, dass auch aus gesundheitspolitischer Sicht die aktuelle Flüchtlingskrise eine enorme Herausforderung darstellt und nannten neben der rein medizinischen und psychologischen Betreuung kulturelle und sprachliche Besonderheiten. Die Experten begrüßten einhellig die geplanten Gesetzesänderung, mit denen die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge verbessert werden soll.

Mehr dazu in der Quelle: <link https: www.bundestag.de presse hib external-link-new-window external link in new>Heute im Bundestag 522

<link http: www.berliner-zeitung.de berlin external-link-new-window external link in new>hier ein Interview mit einem Berliner Psychiater zum Thema.

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12.
Flüchtlinge entdecken Deutsch=Land/ Förderung von Flüchtlingsprojekten durch Wir bilden Deutsch=Land, BSFV e.V.

Derzeit bewegt viele Menschen ein Thema: Die enorme Herausforderung, vor die Staat und Zivilgesellschaft angesichts der großen Zahl der Flüchtlingen gestellt sind, die nach Deutschland kommen. Vor allem Kinder und Jugendliche benötigen schnell Angebote, die dazu beitragen, ihre neue Heimstätte kennenzulernen, und einer möglichen Integration den Weg bereiten.

Im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (Laufzeit bis Ende 2017) kann der Bundesverband der Schulfördervereine e.V. (BSFV) nun auch lokale Geocaching-Projekte mit ca. 5.400,-- Euro fördern, die sich an junge Flüchtlinge richten.

Mithilfe der Methode des Geocachings lernen die Flüchtlinge spielerisch ihren neuen Heimatort kennen, erleben die Kultur, entdecken seine geschichtliche Hintergründe und können feststellen, was sich im Laufe der Zeit verändert hat: das schafft Identifikation und eröffnet neue Möglichkeiten der Integration.

Nächste Frist zur Antragstellung 01.01.2016

Die ausführliche Ausschreibung, die Antragsunterlagen und wichtige Hinweise zur Antragstellung finden sich unter <link https: foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de>foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de, wo der Bundesverband der Schulfördervereine über den Navigationsbutton "Teilnehmende Verbände" rechts oben angewählt werden kann.

Informationen und Hilfestellungen zur Antragstellung finden Sie auf <link http: www.schulfoerdervereine.de>www.schulfoerdervereine.de.

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13.
Einladung zur Teilnahme und Mitarbeit "Standards in der Medienbildung"

Das Netzwerk Medienbildung Dresden hat erstmalig in Deutschland einen Entwurf für "Standards in der Medienbildung" formuliert. Eine Arbeitsgruppe des Netzwerkes erarbeitete hierzu eine Handreichung, welche sich momentan in der netzwerkinternen Diskussion befindet.

Im Dezember 2015 wird in Dresden ein Fachtag zu oben genanntem Thema stattfinden. Der Fachtag "Standards in der Medienbildung" findet am 10. Dezember 2015 von 9:00 bis 14:00 Uhr im Festsaal der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden statt. Im Rahmen dieses Fachtages sollen die Standards mittels der Handreichung diskutiert und weiterentwickelt werden. Ergebnis soll eine überarbeitete Version der Standards sein, welche veröffentlicht werden und in der Praxis Anwendung finden sollen.

Die Anmeldung zum Fachtag ist über die <link http: www.medienbildung-dresden.de external-link-new-window external link in new>Homepage des Netzwerkes möglich. Ebenfalls kann die Anmeldung postalisch über den<link http: casablanca-dresden.us10.list-manage.com track _blank> Fachtagsflyer (pdf) erfolgen. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 50 Teilnehmende begrenzt.

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