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Newsletter Kinderpolitik
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Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk begrüßt geplante Vorreiterrolle Hessens in Sachen Kinderrechte
2. Deutsches Kinderhilfswerk stellt Forschungsbericht zu gesellschaftlicher Vielfalt in Kitas vor
3. Verbände lehnen verstärkten Einsatz medizinischer Methoden zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab
4. Studie zur Gesundheit: Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland?
5. Deutsches Kinderhilfswerk: Familienministerin Giffey steht vor großen kinderpolitischen Herausforderungen
6. Wechselmodell als gesetzliches Leitbild? Keine Festschreibung des Wechselmodells als Regelmodell
7. Studie des Deutschen Kinderhilfswerkes mahnt strengere Vorschriften beim Bau hausnaher Spielplätze an
8. Beteiligungsprojekt für weiterführende Schulen: Das Projekt „aula"
9. DJI-Studie zum Schutz vor sexuellem Missbrauch an deutschen Schulen
10. Check deine Rechte: Wie bewerten Kinder und Jugendliche die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention? Aufruf zum Mitmachen!
11. E-Learning-Kurs: Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung betreuen
12. Deutsches Kinderhilfswerk stellt neues PIXI-Buch zum Thema „Recht auf beide Elternteile“ vor
13. UNICEF Bericht: Die Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) für Kinder
1.
Deutsches Kinderhilfswerk begrüßt geplante Vorreiterrolle Hessens in Sachen Kinderrechte

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt den fraktionsübergreifenden Konsens zur Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Verfassung des Landes Hessen. Am 07.03.2018 fand dazu die Anhörung im Hauptausschuss des Landtages statt. Das Land Hessen könnte mit der expliziten Verankerung des Kindeswohls als wesentliche Leitlinie und des Beteiligungsrechts für Kinder eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland einnehmen.

„Ein Vorrang kindlicher Interessen ist aus unserer Sicht wichtig, da Kinder nicht einfach nur eine gesellschaftliche Teilgruppe von vielen sind. Alle Menschen durchlaufen das Stadium der Kindheit und benötigen in dieser Altersphase besondere Rechte auf Schutz, Beteiligung und Förderung. Daher wurden sie in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben, obwohl zuvor bereits allgemein gültige Konventionen für Menschenrechte existierten“, betont Linda Zaiane, Expertin für Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen Angelegenheiten, die sie betreffen, muss sich zukünftig in der Hessischen Verfassung wiederfinden. „Das Beteiligungsrecht ist eng mit dem Kindeswohl verbunden, da es der Feststellung der kindlichen Interessen dient. Es geht darum, gerade die besonderen Ansichten von Kindern zu berücksichtigen, die sich von denen der Erwachsenen unterscheiden. Dabei sollte es keine Abstriche geben. Deshalb spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk dafür aus, die im Gesetzentwurf vorgesehen Einschränkung der Beteiligung zu streichen, da sie der UN-Kinderrechtskonvention widerspricht“, so Zaiane weiter.

Die aktuelle Diskussion um die Kinderrechte in der Hessischen Verfassung reiht sich in eine politische Entwicklung ein, die gut ist für das Wohl der Kinder und die Zukunftsfähigkeit Hessens sowie der gesamten Bundesrepublik. Nicht zuletzt ist im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz vorgesehen.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-begruesst-geplante-vorreiterrolle-hessens-in-sachen-kinderrechte external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 07.03.2018

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2.
Deutsches Kinderhilfswerk stellt Forschungsbericht zu gesellschaftlicher Vielfalt in Kitas vor

Der Forschungsbericht „Herausforderungen von Kindertageseinrichtungen in einer vielfältigen Gesellschaft“ der Hochschule Rosenheim im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes zeigt: Kindertageseinrichtungen sind nach eigener Auffassung auf gesellschaftliche Vielfalt gut vorbereitet und weitgehend in der Lage, alle Kinder unabhängig von Migrationshintergrund, Religion, Behinderung oder Familienform zu inkludieren. Dabei erschweren allerdings eng bemessene Personalschlüssel und Probleme bei der Gewinnung von Fachkräftenachwuchs die Umsetzung gewünschter pädagogischer Aktivitäten. Unter engen räumlichen Bedingungen und defizitärer personeller Ausstattung leiden insbesondere Kinder, die auch aus dem familiären Umfeld weniger Bildungsressourcen mitbringen. Kinderarmut wirkt sich so doppelt negativ aus.

„Zuwanderung, demografische Veränderungen und familialer Wandel betreffen alle gesellschaftlichen Bereiche und Akteure. Kindertageseinrichtungen als erste und wichtigste Bildungs- und Sozialisationsinstanzen nach den Eltern sind davon nicht ausgenommen. Im Gegenteil: Kinderarmut, Zeitknappheit von Familien, Migration und soziale Ungleichheiten kommen hier zuallererst an und stellen die Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Hinzu kommen gesellschaftliche Bewegungen, wie der neu erstarkte Rechtspopulismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Abwertung bis zu Rechtsextremismus. Hier muss mit verstärkter Demokratieförderung, Demokratiebildung und Partizipation entgegen gehalten werden“, sagt Prof. Dr. Sabina Schutter von der Hochschule Rosenheim.

Der Forschungsbericht zeigt auch das mehrdimensionale Spannungsfeld auf, in dem sich die Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen befinden: Die Erwartungen von Eltern mit hohen Bildungsansprüchen stehen in Spannung zu den Bildungserfordernissen von Kindern mit weniger Ressourcen. Gleichzeitig stehen die Erwartungen der Grundschulen an die abrufbaren Bildungsleistungen von Kindern im Widerspruch zu einer offenen situationsorientierten Pädagogik. In diesem doppelten Spannungsverhältnis sind Einrichtungsleitungen gefordert, den Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig ihren Konzepten treu zu bleiben. Zugleich äußern die Kita-Fachkräfte Fortbildungsbedarf im Bereich Kinderrechte, Partizipation und Umgang mit Vielfalt. Die Untersuchung hat darüber hinaus Fortbildungsbedarfe im Bereich der pädagogischen Qualität mit engen Ressourcen und im Bereich Umgang mit Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit identifiziert.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-stellt-forschungsbericht-zu-gesellschaftlicher-vielfalt-in-kitas-vor external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 07.03.2018 und <link https: images.dkhw.de fileadmin redaktion forschungsbericht_vielfalt_in_kitas external-link-new-window external link in new>Forschungsbericht “Gesellschaftliche Vielfalt in Kitas” (PDF)

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3.
Verbände lehnen verstärkten Einsatz medizinischer Methoden zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab

Ein breites Bündnis von 23 Verbänden und Organisationen, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk, lehnt Gesetzesänderungen zum verstärkten Einsatz medizinischer Methoden zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ab. In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sich die Unterzeichnenden zudem gegen die Einführung von Vorprüfverfahren in sog. AnkER-Zentren (Ankunfts-, Entscheidungs-und -Rückführungszentren) für Erwachsene aus. Diese wurden im Koalitionsvertrag vereinbar.

„Seit mehreren Monaten werden verschiedene Forderungen zum Verfahren zur medizinischen Alterseinschätzung diskutiert, die der Öffentlichkeit suggerieren, dass eine gesetzliche Grundlage hier fehlt und die zuständigen Jugendämter in einem weitgehend ungeregelten Raum nach eigenem Gutdünken agieren. Dabei ist die Frage der Alterseinschätzung bereits im Kinder- und Jugendhilfegesetz verbindlich geregelt. Hier gibt es umfangreiche, gute Verfahren, bei denen das Jugendamt auch, bei nicht anders ausräumbaren Zweifeln, eine medizinische Untersuchung zu veranlassen hat. Und wir haben Fachkräfte, die jahrelange Erfahrung mit dieser Aufgabe haben und gute Arbeit leisten. Sie gilt es zu unterstützen und ihre Arbeit anzuerkennen“, sagt Nerea González Méndez de Vigo, Juristische Referentin des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Die Gesetzesänderungen würden außerdem die verfassungsrechtlichen Anforderungen an ärztliche Eingriffe, die keinen Heilzweck verfolgen, verkennen und seien daher als nicht zielführende Grundrechtseingriffe abzulehnen. Im Übrigen sei es im Regelfall auch mit bildgebenden Verfahren unmöglich, das Alter so präzise einzuschätzen, dass eine Minderjährigkeit ausgeschlossen werden kann, so die Verbände.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse pressemitteilungen presse-details verbaende-lehnen-gesetzesaenderungen-zum-verstaerkten-einsatz-medizinischer-methoden-zur-alterseinschaet external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 13.03.2018 und <link https: images.dkhw.de fileadmin redaktion external-link-new-window external link in new>Stellungnahme mit allen Unterzeichnenden (PDF)

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4.
Studie zur Gesundheit: Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland?

Die neuen Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, KiGGS, geben Aufschluss über die aktuelle Gesundheitssituation und Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Diese dritte Erhebung (KiGGS Welle 2, 2014-2017) umfasst erstmals Untersuchungen und Befragungen von Teilnehmenden, die bereits an der ersten, 2006 beendeten, Studie teilgenommen hatten. Für diese erste Studie wurden von 2003 bis 2006 wurden 17.641 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren in 167 Orten untersucht und gemeinsam mit ihren Eltern befragt. Solche Längsschnittdaten ermöglichen es, die Ursachen von Erkrankungen, Risiko- und Schutzfaktoren zu untersuchen.

Die Studienergebnisse zeigen, wann entscheidende Weichen für die körperliche und seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gestellt werden. So zeigen die KiGGS-Daten zum Beispiel, dass mehr als die Hälfte der zwei- bis sechs­jährigen Kinder mit Übergewicht oder Adipositas auch als Jugendliche übergewichtig beziehungsweise adipös sind und daher eine frühe Vorbeugung notwendig ist. Weitere Verlaufsanalysen präsentieren die Wissenschaftler/innen für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten im Lebensverlauf, die Entwicklung des Rauch­verhaltens beim Übergang vom Jugend- ins junge Erwachsenenalter und für die allergische Sensibilisierung, die auf ein Risiko für eine Allergie hinweist.

Mehr Infos: <link https: www.rki.de de content service presse pressemitteilungen external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts und <link https: www.kiggs-studie.de deutsch home.html external-link-new-window external link in new>allgemeine Informationen zu den KiGGS Studien

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5.
Deutsches Kinderhilfswerk: Familienministerin Giffey steht vor großen kinderpolitischen Herausforderungen

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes steht die neue Familienministerin Franziska Giffey vor großen kinderpolitischen Herausforderungen. „Vor Familienministerin Giffey liegt die große Aufgabe, den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag nun Taten folgen zu lassen. Es ist wichtig, dass die Kinderpolitik aus ihrem Nischendasein herausgeholt und als Querschnittsaufgabe verankert wird. Hier brauchen wir Konzepte, die die Interessen der Kinder und ihre Rechte als einen vorrangigen Gesichtspunkt in den Blick nehmen. Nur so handeln wir verantwortlich für die heranwachsenden und zukünftigen Generationen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Vordringlichste Aufgabe der neuen Familienministerin sollte es sein, die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland voranzutreiben. Das beinhaltet beispielsweise einen entschiedenen Kampf gegen die Kinderarmut in Deutschland. Aber auch beim Thema Partizipation von Kindern in Deutschland geht es bisher nur schleppend voran. Dabei erleben wir derzeit ganz aktuell wie wichtig es ist, unsere Demokratie zu stärken und ein gesellschaftliches Miteinander zu ermöglichen. Dafür müssen wir Kindern mehr Räume für echte Mitbestimmung eröffnen“, so Krüger weiter.

Bei der Bekämpfung der Kinderarmut braucht es aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes eine umfassende Veränderung politischer Rahmenbedingungen und ein Gesamtkonzept, das mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist und umfangreiche Reformen bündelt. Das Deutsche Kinderhilfswerk plädiert für die Einführung eines Bundeskinderteilhabegesetzes, das Kindern und Heranwachsenden aus Familien in prekären Lebenslagen einen besonderen Rechtsanspruch auf Förderung und Teilhabe gibt, bundeseinheitliche Standards setzt und Fachgesetze für mehr Teilhabe und effektive Armutsprävention systematisch ändert und ergänzt. Ziel ist dabei insbesondere Teilhabe durch eine bedarfsgerechte Infrastruktur im direkten Lebensumfeld zu garantieren.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse schlagzeilen-archiv schlagzeilen-details deutsches-kinderhilfswerk-familienministerin-giffey-steht-vor-grossen-kinderpolitischen-herausforder external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 14.03.2018

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6.
Wechselmodell als gesetzliches Leitbild? Keine Festschreibung des Wechselmodells als Regelmodell

Am 15.03.2018 hat der Bundestag kontrovers über die Forderung der FDP diskutiert, bei der Kindesbetreuung getrennt lebender Eltern das Wechselmodell einzuführen. Von einem Wechselmodell spricht man, wenn ein Kind annähernd hälftig bei beiden Eltern lebt und die Erziehungsverantwortung gleich zwischen den Eltern verteilt ist. Bei einem Wechselmodell müssen Eltern trotz Trennung eng kooperieren und konstruktiv kommunizieren. Sie müssen ausreichende finanzielle Mittel für die – wesentlich teurere – Betreuung des Kindes in zwei Haushalten haben und sollten idealerweise in räumlicher Nähe wohnen. Eine repräsentative Befragung von Trennungseltern im Auftrag des BMFSFJ hat gezeigt: Für über die Hälfte kommt ein Wechselmodell nicht in Frage, weniger als 8 Prozent praktizieren es. Jene, die es praktizieren, haben ähnliche Vorstellungen in Erziehungsfragen, ziehen an einem Strang und haben erlebt, dass Absprachen funktionieren.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) lehnt ein solches Wechselmodell als Regellösung in Trennungsfällen klar ab: „Das Wechselmodell ist ein sehr anspruchsvolles Modell für Kinder und Eltern. Als gesetzliches Leitmodell für alle Familien eignet es sich deshalb nicht, auch wenn es im Einzelfall eine gute Lösung darstellen kann“, betont Erika Biehn, VAMV-Bundesvorsitzende.

Mehr Infos: <link http: dip21.bundestag.de dip21 btd external-link-new-window external link in new>Antrag der Fraktion Die Linke (19/1172) (PDF), <link http: dip21.bundestag.de dip21 btd external-link-new-window external link in new>Antrag der FDP-Fraktion (19/1172) (PDF) und <link http: www.vamv-niedersachsen.de aktuelles aus-dem-bundesverband bundes-news-detail article wechselmodell-als-gesetzliches-leitbild-gesetz-kann-voraussetzungen-nicht-verordnen.pdf external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)

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7.
Studie des Deutschen Kinderhilfswerkes mahnt strengere Vorschriften beim Bau hausnaher Spielplätze an

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt strengere gesetzliche und kommunale Vorschriften bei der Pflicht zur Anlage eines hausnahen Spielplatzes beim Neubau von Wohngebäuden an. Gleichzeitig ist es aus Sicht der Kinderrechtsorganisation wichtig, diese Vorschriften konsequenter als bisher umzusetzen und zu kontrollieren. Ausnahmen sollten immer von der Kommune eingeschätzt und nicht allein von den Architekten oder Bauträgern entschieden werden. Für die in begründeten Einzelfällen mögliche Befreiung von der Pflicht sollten die Kommunen in jedem Fall eine Ablösesumme verlangen, die in öffentliche Spielplätze investiert wird. Diese sollte dem tatsächlichen Wert der Grundstücke entsprechen und auf jeden Fall die Ablösesumme für PKW-Stellplätze überschreiten. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Deutschen Kinderhilfswerkes in Kooperation mit dem Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung im Auftrag der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport und des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr der Hansestadt Bremen.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollte der Mangel an einziehenden Familien nicht zur Befreiung von der Pflicht zur Anlage eines Spielplatzes führen. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass im Nachhinein bewusst vermieden wird, Familien einziehen zu lassen, um dieser Pflicht auch später nicht nachkommen zu müssen. Zudem sollten nicht nur die Lage und die Größe von Spielplätzen anhand der Planungsunterlagen, sondern auch die Realisierung und Gestaltungsqualität kontrolliert werden, ebenso wie der Fortbestand und die ordnungsgemäße Instandhaltung. Besonders wichtig ist es auch, dass die Planung der Spielplätze möglichst von professionellen Spielplatzplanern bzw. Garten- und Landschaftsarchitekten durchgeführt wird und die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner und damit die Kinder an der Planung und Schaffung des Spielraumes beteiligt werden.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-mahnt-strengere-vorschriften-beim-bau-hausnaher-spielplaetze-an external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 22.03.2018 und <link http: www.dkhw.de spielplatzstudie external-link-new-window external link in new>Studie zur „Anlage von Spielplätzen durch nicht-öffentliche Bauherren/-träger in deutschen Großstädten“ (PDF) 

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8.
Beteiligungsprojekt für weiterführende Schulen: Das Projekt „aula"

Das Projekt »aula« setzt sich für mehr Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern ein und fördert deren demokratische Kompetenzen im digitalen Zeitalter. Das Projekt ermöglicht es Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen, in einem festen, vorher vereinbarten Rahmen eigene Ideen für die Gestaltung ihres Schulumfelds zu entwickeln, Mehrheiten dafür zu finden und die Umsetzung zu beschließen. Das beteiligungsorientierte Konzept wird zurzeit an vier Pilotschulen in Jena, Freiburg, Hamburg und Nottuln erprobt.

Das Projekt wird von Marina Weisband geleitet und von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Ziel des Projekts ist es, Schüler/innen ab Jahrgangsstufe 5 zu befähigen, sich aktiv an der Gestaltung ihres schulischen Umfelds zu beteiligen und so selbst demokratisches Handeln zu erproben. Umgesetzt wird dies mithilfe einer Jugend- Beteiligungssoftware des Vereins Liquid Democracy e.V, die den Schüler/innen ermöglichen soll, eigene Ideen zu erstellen, bestehenden Ideen zu verbessern und über sie zu diskutieren und abzustimmen.

Das Konzept ermöglicht es, demokratische Selbstwirksamkeitserfahrungen im Schulalltag zu verwirklichen und das Demokratielernen von Schüler/innen lebensweltnah zu ermöglichen. Ob Basketballkorb oder Tischtennisplatte, ob Sanierung von Toiletten oder die Anschaffung von Computern: Im Rahmen des Verfahrens machen Schüler/innen Vorschläge zu Verbesserungen an ihren Schulen, stimmen darüber ab und setzen ihre Favoriten gemeinsam mit der Verwaltung um.

Mehr Infos: <link https: jugend.beteiligen.jetzt praxis gute-praxis aula external-link-new-window external link in new>Informationen über das Projekt auf jugend.beteiligen.jetzt

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9.
DJI-Studie zum Schutz vor sexuellem Missbrauch an deutschen Schulen

Das Deutsche Jugendinstitut hat den 5. Teilbericht des Monitorings zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland veröffentlicht. Die aktuelle Studie, die vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Auftrag gegeben wurde, untersucht die Handlungsfelder Schulen und Internate.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Nur 13 Prozent von 1.500 befragten Schulen haben bisher ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt. Weitere drei Prozent kündigten an, sich im laufenden Schuljahr damit befassen zu wollen. Etwa 90 Prozent der Schulen haben bislang keine Risikoanalyse vorgenommen. Und nur etwas mehr als ein Viertel der Schulen arbeitet mit Fachleuten für Präventionsarbeit zusammen.

Mehr Infos: <link http: www.datenreport-monitoring.de wp-content uploads dji-teilbericht_5.pdf external-link-new-window external link in new>Datenreport des Monitorings - zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland (2015-2018) zu den Handlungsfeldern Schulen und Internate (PDF)

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10.
Check deine Rechte: Wie bewerten Kinder und Jugendliche die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention? Aufruf zum Mitmachen!

Unter dem Motto „Check deine Rechte“ möchte die National Coalition (NC), Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, in Vorbereitung auf den UN-Dialog 2019/2020 herausfinden, wie Kinder und Jugendliche die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention bewerten: Welche Fragen müssen gestellt und beantwortet werden, um die Verwirklichung ihrer Rechte einschätzen zu können?

Die NC möchte aus den Fragen und Anliegen der Kinder und Jugendlichen ableiten, in welchen Bereichen es Schwachstellen bei der Umsetzung der Kinderrechte gibt. Interessierte, ob nun Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen, Kinder- und Jugendparlamente oder Beiräte etc. sind herzlich dazu eingeladen, die NC bei "Check deine Rechte" zu unterstützen. Bis Ende August 2018 können Fragen und Anliegen gesammelt werden. Teilnehmen können hierbei alle Kinder und Jugendlichen von 6-18 Jahren.

Die gesammelten Beiträge werden in die UN-Berichterstattung einfließen. Sie finden z.B. Eingang in den Schattenbericht der National Coalition an den UN-Ausschuss im Jahr 2019 und werden bei der Konzeptentwicklung eines Projektes zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am UN-Dialog thematisch berücksichtigt. Die Projektergebnisse werden auch an Politikerinnen und Politiker weitergeleitet.

Mehr Infos: <link http: www.checkdeinerechte.net index.html external-link-new-window external link in new>Informationen zur Teilnahme bei 'Check deine Rechte'

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11.
E-Learning-Kurs: Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung betreuen

Einrichtungen, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung betreuen, müssen sichere Orte werden bzw. bleiben. Um dort ein Klima des Schutzes herzustellen, muss der Umgang mit Diversität weiterentwickelt („Diversitiy Development“) werden. Dafür bedarf es der Qualifizierung der Mitarbeitenden. Die Universität Hildesheim und die Hochschule Landshut haben hierzu einen kostenfreien Online-Weiterbildungskurs entwickelt.

Ziel des Online-Weiterbildungskurses ist es, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in den Sozialen Diensten Verantwortung für junge Menschen tragen, in die Lage zu versetzen, diversitätsbewusste Schutzkonzepte zu erarbeiten. Insgesamt befassen sich fünf Module mit der Stärkung und Wahrung persönlicher Rechte junger Menschen mit Fluchterfahrung, mit Interkulturalität und Diversität als Aufgaben partizipativer Organisationsentwicklung sowie mit dem Umgang mit Mehrsprachigkeit und Diskriminierung.

Der Online-Kurs kann in freier Zeiteinteilung absolviert werden. Kursteilnehmer/innen haben Zugriff auf zahlreiche Materialien, wie Grundlagen-, Fach- und Rechtstexte, Videos, Praxistipps und Reflexionsaufgaben. Personen, die an einer Kursteilnahme interessiert sind,  können sich bis zum 18.06.2018 auf der Projekthomepage in eine Interessent/innenliste eintragen. Kursstart ist im Juli 2018.

Mehr Infos: <link https: shelter-schutzkonzepte.elearning-kinderschutz.de external-link-new-window external link in new>Informationen zum Online-Kurs und zur Anmeldung

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12.
Deutsches Kinderhilfswerk stellt neues PIXI-Buch zum Thema „Recht auf beide Elternteile“ vor

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat im Labyrinth Kindermuseum in Berlin gemeinsam mit dem Schauspieler Dietmar Bär das neue PIXI-Buch "Nur mit Mama UND Papa!" vorgestellt. Das Buch macht bereits Kinder im Kita-Alter und ihre Eltern auf die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte aufmerksam. Das neue PIXI-Buch befasst sich mit dem Thema "Recht auf beide Elternteile". Es ist nach den PIXI-Büchern zu den Themen Mitbestimmung von Kindern, Schutz von Kindern vor Gewalt sowie Kinderarmut das vierte dieser Reihe und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

"Kinder brauchen besonderen Schutz und Förderung. Leider sind die Kinderrechte auch mehr als 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch viel zu wenig bekannt. Das neue PIXI-Buch ist eine tolle Möglichkeit, um Kindern ihre Rechte näherzubringen. Eltern sind grundsätzlich gemeinsam für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich und sollten sich auch nach einer Trennung oder Scheidung dieser Verantwortung bewusst sein", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Besonderheit dieser PIXI-Reihe ist es, dass vom Deutschen Kinderhilfswerk zu den kleinen Büchern ein Begleitmaterial zur Unterstützung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe herausgegeben wird. Mit diesen "Methoden für die Kitapraxis 4", die sich den Themen Inklusion und Vielfalt, beispielsweise in Hinblick auf unterschiedliche Familienmodelle, widmen, bekommen die Fachkräfte ein Handwerkszeug, um Kinderrechte sowohl alltagsnah als auch altersgerecht mit den Kindern zu erarbeiten.

Mehr Infos: <link https: www.dkhw.de presse pressemitteilungen presse-details deutsches-kinderhilfswerk-stellt-neues-pixi-buch-zum-thema-recht-auf-beide-elternteile-vor external-link-new-window external link in new>Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 15.03.2018 und <link http: shop.dkhw.de de external-link-new-window external link in new>kostenlose Bestellung von Ansichtsexemplaren oder Kita-Paketen im DKHW Shop 

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13.
UNICEF Bericht: Die Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) für Kinder

Die insgesamt 17 globalen Ziele der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) wurden 2015 als Teil der Agenda „Transforming our world: the 2030-Agenda for Sustainable Development“ von Staats- und Regierungschefs auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel verabschiedet. Aber wie steht es mittlerweile um die Umsetzung dieser Ziele für Kinder?

An dieser Frage setzt die UNICEF Studie „Progress for Every Child in the SDG Era“ an. UNICEF hat nun den ersten Band einer geplanten Berichtsreihe veröffentlicht, die die Fortschritte bei den kinderbezogenen Indikatoren in den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) verfolgen soll. Anhand von Prognosen bis 2030 zeigt der Bericht Bereiche auf, in denen politische Anstrengungen erforderlich sind. Er untersucht auch Trends bezüglich bestimmter zu vergleichender Gruppen – Mädchen und Jungen oder Kindern in städtischen und ländlichen Gebieten –, um herauszufinden welche Kinder am stärksten benachteiligt werden.

Untersucht werden in der Studie 44 Schlüsselindikatoren für das Wohlergehen von Kindern. Diese Indikatoren werden aus den 17 SDGs abgeleitet und können in fünf Bereiche gegliedert werden: Das Recht auf Leben und Entfaltung, das Recht auf Bildung, das Recht auf Schutz vor Gewalt, das Recht auf Leben in einer sauberen und sicheren Umwelt und das Recht auf Chancengleichheit.

Mehr Infos: <link https: data.unicef.org wp-content uploads progress_for_every_child_in_the_sdg_era.pdf external-link-new-window external link in new>UNICEF Bericht „Progress for Every Child in the SDG Era“ (PDF, Englisch)

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